EV Füssen verliert in Freiburg mit 1:6 und gegen Regensburg mit 2:4

Wie erwartet ohne Chance

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Wie auf diesem Bild haben die Füssener ikm Heimspiel gegen den Tabellenzweiten EV Regensburg meist das Nachsehen.

Füssen – Mit den beiden Topteams der Oberliga Süd hatte es der EV Füssen am vergangenen Wochenende zu tun.

Zwar hielt die Mannschaft von Trainer Markus Gmeiner über weite Strecken gegen die beiden Kontrahenten Freiburg und Regensburg gut mit, am Ende gab es jedoch wie fast schon erwartet keine Punkte. Die Aufgabenstellung wurde für die Füssener noch durch den Ausfall einiger Spieler stark erschwert. 

So konnte in beiden Spielen nur ein Torhüter aufgeboten werden, da Andre Irrgang nach wie vor verletzt ist und außerdem die Nachwuchsmannschaften am Wochenende aktiv waren. Auf dem Feld fielen Thomas Schmidt, Pavel Mojtek, Björn Friedl und Martin Pfohmann aus, in Freiburg war zudem Butzi Mayr gesperrt. 

Trotzdem hielten die Füssener Leoparden bis zur Hälfte der Begegnung beim Tabellenführer aus dem Breisgau sehr gut mit und waren trotz zweier Treffer der Hausherren voll im Spiel. Einen Knacks gab jedoch das bei eigener Überzahl eingefangene 0:3 in der 34. Spielminute. George Kink (Burnell, Kames) konnte zwar noch im zweiten Drittel verkürzen, doch Freiburg antwortete keine Minute später mit dem vierten Treffer und baute im letzten Abschnitt das Ergebnis noch standesgemäß auf 6:1 aus. 

Bester Torschütze bei den Breisgauern gegen die Lechstädter war dabei der Deutsch-Pole Jakub Wiecki mit drei Treffern. Beim EV Füssen feierte nach fast drei Monaten Zwangspause Verteidiger Matthias Mayr ein gelungenes Comeback. Im Heimspiel gegen Regensburg war dann Butzi Mayr wieder mit von der Partie, und er durfte diesmal im Sturm ran, um wenigstens drei Angriffsreihen komplett zu machen. In der Abwehr standen dagegen mit Kames, Schöpf, Krötz und Matthias Mayr nur vier Spieler zur Verfügung. 

EV bestimmt das Spiel 

Umso überraschender war es, dass der EVF in der Anfangsphase das spielbestimmende Team war, und sich eine ganze Reihe guter Chancen erspielen, aber nicht nutzen konnte. Die Gäste zeigten dagegen, was ein Spitzenteam in der Liga aus macht: Eine starke Kombination genügte, um Merka am langen Pfosten frei zu spielen, und der bedankte sich mit der nach dem Spielverlauf überraschenden Gästeführung. Füssen zeigte sich davon beeindruckt und Regensburg war anschließend am Drücker. Allerdings konnte der EVF in der 13. Minute einen Konter starten, den Eric Nadeau (Kink, Burnell) eiskalt zum 1:1-Ausgleich abschloss. 

Hatten die Füssener im ersten Abschnitt noch Vorteile, so wurde der EVR im zweiten Drittel immer stärker und der EVF zusehends ins eigene Drittel gedrängt. Bereits nach 46 Sekunden erzielte Noe das 1:2, später ließen Heger und Stöber zwei weitere Tore zum Pausenstand von 1:4 folgen. Den Schwarz-Gelben gelang in dieser Phase nicht viel. 

Ein Überzahlspiel 

Im Schlussdrittel wollte es die heimische EVF-Vertretung jedoch nochmals wissen. Durch den erhöhten Druck der Lechstädter zeigte sich auch die Abwehr des Tabellenzweiten nicht immer ganz sattelfest. Dies führte zu einem Foul am durchgebrochenen Lukas Gohlke, er scheiterte jedoch mit seinem Penaltyversuch. In der 52. Minute gab es das einzige Überzahlspiel für den EVF in der gesamten Partie, nachdem Schiedsrichter Oberdörfer eine sehr großzügige Regelauslegung anwandte – sehr zum Leidwesen von Füssens Topscorer Josh Burnell, der von seinen Gegnern das ganze Spiel über stark „bearbeitet“ wurde. Dieses Powerplay der Füssener Leoparden nutzte Sascha Golts (Kames, Schöpf) zum 2:4. 

Mehr sollte gegen die cleveren Gäste jedoch nicht mehr gelingen. Auch die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers brachte letztendlich nichts mehr ein. Trotzdem konnte man mit der Vorstellung der Leoparden gegen den hohen Favoriten zufrieden sein. 

Am kommenden Wochenende geht es für die Füssener am Freitag zunächst nach Deggendorf, ehe am Sonntag das äußerst wichtige Heimspiel gegen Erding ansteht. Die Gladiators belegen mit drei Punkten Vorsprung den zehnten Tabellenplatz, den die Füssener mittlerweile als Ziel für dieses Saison auserkoren haben – schließlich würde er doch das Heimrecht in der ersten Playdown-Runde garantieren.

Michael Lang

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