Aufholjagd ist gescheitert

Lukas Jentsch (links) versucht das Füssener Tor zu verteidigen Foto: Köhntopp

Füssen – Dem EVF ist es nicht gelungen in der Playdown-Runde gegen Erding den Klassenerhalt zu sichern. Die Leoparden unterlagen am Sonntag bei den Oberbayern mit 4:8. Zwei Tage zuvor hatten sie sich noch ganz anders präsentiert: Mit einer starken Defensivleistung hatten sie Erding mit 3:2 besiegt. 

Nach dem überraschenden 9:7-Erfolg in Erding präsentierten sich die Leoparden auch im vierten Spiel vor heimischem Publikum zunächst mit viel neugewonnenem Selbstvertrauen. Sie störten den Gegner früh im Aufbauspiel und erzwangen Fehlpässe. Einen davon nutzte Kapitän Eric Nadeau zur 1:0-Führung. Weitere gute Chancen nutzte Füssen jedoch nicht. Auf der anderen Seite bot der EVF aber ein gutes Defensivspiel und ließ Erding nicht zur Entfaltung kommen. 

Dies änderte sich im mittleren Abschnitt aber zusehends. Anstatt weiter abzusichern und auf Konter zu lauern, ließen sich die Füssener trotz Führung selbst auskontern. Tory Allan überlief in der 24. Minute die Füssener Verteidigung und überwand Goalie Daniel Fießinger zum Ausgleich. Die Gäste wurden nun immer stärker, die Schwarz-Gelben agierten zu passiv, und mussten schließlich in Unterzahl das 1:2 durch Colin Mulvey hinnehmen. Eine erneute Wende leitete aber drei Sekunden vor Drittelende eine Strafzeit gegen Erding ein. Dadurch startete Füssen in Überzahl in den Schlussabschnitt. Nach 57 Sekunden nutzte Eric Nadeau das Powerplay zum Ausgleich, die Vorarbeit kam von Vladimir Kames. Und der Verteidiger war bei einer weiteren Überzahl drei Minuten später per Schlagschuss von der blauen Linie selbst zum 3:2 erfolgreich. Das Spiel war gedreht, und bis zum Ende bot der EVF wieder eine konzentrierte Abwehrleistung. 

Am Sonntag machten sich daraufhin rund 150 Füssener Fans auf den Weg nach Erding, wo es zum entscheidenden Spiel in der Serie kam. Doch sie mussten zuschauen, wie ihr Team in alte Verhaltensmuster zurückfiel. Von Beginn an war der EVF dem Druck der Hausherren ausgesetzt. Nach nur 43 Sekunden musste er die erste Strafzeit hinnehmen. In der vierten Minute ließen die Leoparden Florian Fischer zu viel Platz, und der bedankte sich mit einem Schuss ins lange Eck. Wie schnell es im Eishockey oft geht, zeigte sich nur 16 Sekunden später. Aus einem Gewühl vor dem Tor heraus traf Sascha Golts zum Ausgleich. Erding blieb aber die spielbestimmende Mannschaft, scheiterte zweimal am Füssener Gestänge und legte in der 18. Minute das 2:1 durch Florian Engel nach. 

Zu schwache Abwehr 

Das Mitteldrittel sollte für den EVF noch schlechter verlaufen. Zunächst ließ sich Daniel Fießinger nach nur 37 Sekunden von einem Schuss von Tory Allan aus spitzem Winkel überraschen. Überrascht war aber auch Erdings Goalie Albrecht von einem Schuss, den Lukas Jentsch nur 18 Sekunden später abfeuerte und zum 2:3 traf. Eine Strafe für die Gladiators wollten die Füssener in der 24. Minute zum Ausgleich nutzen. Doch stattdessen düpierte Tory Allan die EVF-Abwehr mit seinem Solo zum 4:2. Gleiches gelang in der 29. Minute Colin Mulvey. Er umkurvte einfach seinen Gegenspieler und netzte zum 5:2 ein. 

Eine ganz schwache Abwehrleistung der Füssener hatte damit das Spiel schon fast entschieden, zumal zwei Strafen gegen den EVF Daniel Krzizok in der 34. Minute auch noch zum 6:2 nutzte. Danach nahmen die Hausherren deutlich Tempo heraus und Füssen kam vermehrt zu Chancen. Albrecht hielt jedoch bravourös, und ließ sich erst in der 40. Minute durch Friedl überwinden. 

Beim Stand von 6:3 startete der letzte Abschnitt und Hoffnung keimte auf, als Burnell in der 44. Minute der vierte Treffer gelang. Füssen versuchte nun wieder zurück ins Spiel zu finden. Josh Burnell fuhr im Alleingang auf das Erdinger Tor, er konnte die Riesenchance zum 5:6 jedoch nicht nutzen. Im Gegenzug traf Erding zum 7:4 durch Daniel Krzizok. In der 56. Minute musste Füssen dann auch noch den achten Treffer durch Michael Trox hinnehmen. 

Am Ende war der TSV Erding der verdiente Sieger der Serie. Er hatte zwar wie der EVF mit Problemen in der Defensive zu kämpfen, erwies sich jedoch in der Offensive breiter aufgestellt. Er zeigte zudem ein besseres Überzahlspiel und konnten mit allen Reihen ein höheres Tempo gehen. 

Für Füssen geht es in der zweiten Serie der Abstiegsrunde nun gegen den EV Weiden, der gegen Sonthofen in fünf Spielen unterlegen waren. Dabei haben die Leoparden das Heimrecht am Freitag, 20. März, um 19.30 Uhr auf ihrer Seite. mil

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