Nach einem starken 7:0-Sieg gegen die EA Schongau verschläft der EV Füssen den Spielbeginn gegen Landsberg und unterliegt mit 4:5

Zum ersten Mal keine Punkte für EVF

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Eine starke Leistung zeigt der Torhüter des HC Landsberg gegen den EV Füssen.

Füssen – Ein durchwachsenes Wochenende liegt hinter dem EV Füssen. Nachdem die Schwarz-Gelben am Freitag eine tolle Auswärtsleistung gegen die EA Schongau gezeigt und einen 7:0-Sieg verbucht hatten, mussten sie sich am Sonntag mit 4:5 dem HC Landsberg geschlagen geben.

Nach einem völlig verschlafenen Start, einer mehrmals unterbundenen Aufholjagd und auch aufgrund fehlenden Glücks blieben die Füssener zum ersten Mal ohne Punkte in dieser Saison. Im ersten Abschnitt gegen die EA Schongau waren Chancen auf beiden Seiten rar gesät. Die Mammuts hatten nur Distanzschüsse zu bieten, die einzige richtige Möglichkeit vergaben sie acht Sekunden vor Drittelende. 

Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:0 für den EVF durch den jungen Ondrej Zelenka, der von einem Fehler der Gastgeber im Aufbauspiel profitierte. Samuel Payeur, Markus Vaitl und Marc Besl hatten den zweiten Treffer auf dem Schläger, scheiterten aber an Torhüter Blankenburg, dem besten Schongauer Akteur. Im Mitteldrittel zeigte die EAS zunächst ihre beste Phase, ohne zu großen Möglichkeiten zu kommen. Der EVF blieb bei seiner abgeklärten Spielweise, und konnte die Scheibe knapp zur Hälfte der Partie durch Eric Nadeau zum 2:0 ins Tor kombinieren. 

Schongau antwortete mit einem Pfostentreffer und witterte bei einer Strafzeit gegen Füssen die Chance zum Anschluss. In Unterzahl traf jedoch Marius Keller zum 3:0. Als noch ein Füssener auf die Strafbank musste, hatten die Gastgeber sogar doppelte Überzahl, nutzten diese aber nicht. Sie ließen auch ein weiteres Powerplay verstreichen. Kaum wieder komplett netzte Tobias Meier zum vierten Mal ein. Auf der Gegenseite klärte der fehlerlose Andi Jorde bei einem Konter. Im Schlussabschnitt hatten Payeur und Vaitl große Chancen, ehe Ondrej Zelenka zum zweiten Mal zuschlug.

Drei Tore in drei Minuten

Schongau hatte danach nur noch eine größere Chance. Nach einer Auszeit dominierte der EVF aber deutlich, legte durch Ron Newhook und Tobias Meier zwei weitere Treffer nach und hatte dazu noch ein halbes Dutzend weiterer Torchancen. Am Ende feierten die Füssener einen 7:0-Sieg. 

Ein ganz anderer EV Füssen präsentierte sich dagegen zwei Tage später dem heimischen Publikum. Nach gut drei Spielminuten fragten sich die meisten der über 1000 Zuschauer, was da los sei. Die Gäste aus Landsberg, einer der Topfavoriten in der diesjährigen Bayernligasaison, die aber mit einigen schwachen Ergebnissen in die Runde gestartet sind, nutzten ihre ersten drei Torchancen zu drei Treffern. 

EVF-Trainer Andreas Becherer musste bereits eine Auszeit nehmen, um sein Team neu einzustellen. Mit Erfolg, denn die nächsten zehn Minuten war von Landsberg offensiv nichts mehr zu sehen, während der Eissportverein in Überzahl gute Möglichkeiten hatte. Erst als es zu einer doppelten Überzahl für den HCL kam, brannte es wieder vor dem Füssener Tor. Der vierte Gegentreffer fiel aber nicht. Dafür gelang es Tyler Wood auf 1:3 zu verkürzen.

Als beide Teams jeweils vier Spieler auf dem Eis hatten, wäre beinahe der Anschlusstreffer gefallen, Maximilian Dropmann verfehlte das Gehäuse aus kurzer Distanz nur knapp.Das zweite Drittel begann ereignisreich. Füssen konnte zunächst ein Überzahlspiel nicht nutzen, dann hatte Landsberg zwei gute Möglichkeiten. Danach spielte nur noch der EVF. Dem Gästetorhüter gelang es einen Schuss von Wood gerade noch von der Torlinie zu kratzen.

Der EVF hatte daraufhin weitere gute Chancen. Doch ein Blackout in der Defensive bescherte dem HCL in doppelter Unterzahl das 4:1. Eine halbe Minute später versenkte Lubos Velebny von der blauen Linie zum 2:4, aber eine weitere Unachtsamkeit nutzte Landsberg zum 5:2.

EVF spielt zu ungenau

Nachdem Marc Besl und Robin Maag jeweils eine gute Chance für ihre Teams vergaben, verkürzte der frei stehende Samuel Payeur nach viereinhalb Minuten im letzten Abschnitt auf 3:5. Bei Landsberg schwanden nun sichtlich die Kräfte, doch auch der EV Füssen zeigte sich nicht voll auf der Höhe. 

Zehn Minuten vor Spielende vergab er eine minutenlange doppelte Überzahl durch viele Ungenauigkeiten leichtfertig. Eine Riesenchance vereitelte der Gästekeeper mit einer Parade gegen den frei gespielten Ron Newhook. Eric Nadeau und Florian Simon vergaben weitere große Möglichkeiten, ehe Marc Besl in Überzahl der Anschlusstreffer gelang. Zu spielen waren da aber nur noch 74 Sekunden. Dennoch hatte Ron Newhook nach Herausnahme des Torhüters noch eine große Möglichkeit zum Ausgleich.

Am Ende siegten die River Kings aber knapp dank einer starken Anfangsphase, ihrem großen Einsatz und einer cleveren Chancenverwertung. „Uns war klar, dass der Saisonstart nicht die Qualität im Kader von Landsberg widerspiegelt“, kommentierte EVF-Trainer Andreas Becherer. „Wir haben heute den Beginn verschlafen, hatten aber auch danach nur in wenigen Phasen richtig Zugriff zum Spiel. Bei Forechecking, Aufbauspiel und Überzahl haben wir nicht unsere normale Form gezeigt, außer beim Charakter der Mannschaft, die nie aufgegeben hat, da muss ich ein Lob aussprechen.” 

Am Freitag, 2. November, spielt der EV Füssen um 19.30 Uhr daheim gegen den EHF Passau, bevor sie am Sonntag, 4. November, um 17.30 Uhr auswärts gegen den EHC Klostersee antreten.

mil

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