Über Füssen nach Sotchi

Präsentierten das Logo in Füssen (von links): Sportdirektor Rainer Nittel, Bent Anund Ramsfjell, Vizepräsident des WCF, BLZ-Leiter Helmar Erlewein, Bürgermeister Paul Iacob, Elmar Hiltensberger vom örtlichen Organisationskomitee, Dieter Kolb, Präsident des Deutschen Curlingverbands, Konstantin Kämpf, (Organisationskomitee), und Keith Wendorf, (WCF) cf

Füssen – Die letzte Chance für die deutschen Curlerinnen und Curler, doch noch bei den Winterspielen Sotchi 2014 teilnehmen zu können, bietet sich beim Olympia-Qualifikationsturnier, das vom 10. bis 15. Dezember in Füssen ausgetragen wird. Hier wollen sich 15 Curlingteams noch ein Ticket sichern.

Zwei Plätze – jeweils für Damen und Herren – werden hier im Turnier noch besetzt. „Auf diese freien Plätze werden Teams nachrücken, die sich nicht direkt für die Olympischen Spiele 2014 qualifizieren konnten“, so Dieter Kolb, Präsident des Deutschen Curlingverbands (DCV). Er stellte in den Geschäftsräumen des DCV das Logo fürs Qualifikationsturnier vor. Neben ihm auf dem Podium saßen Keith Wending und Bent Anund Ramsfjell vom Weltverband WCF. Ramsfjell holte 2002 mit der norwegischen Mannschaft Gold. Er ist der Stellvertreter von Chef Wending. 

Für Deutschland spielen der SC Rießersee mit Skip Andrea Schöpp und der Curling Club Hamburg mit Skip Jon Jahr. Beide Teams hatten auf internationaler Ebene nicht die erforderliche Punktzahl erreicht, um sich für Sotchi direkt zu qualifizieren. Wie Sportdirektor Rainer Nittel und der DCV-Präsident gemeinsam unterstrichen werde „alles getan, damit Deutschland“ nach Sotchi reisen darf. 

Das Damenteam – mit Corinna Scholz vom Curling Club (CC) Füssen – hat es mit sechs Gegnern zu tun. „Jeder spielt zunächst gegen jeden“, erläuterte Nittel das Reglement. Deutschland trifft hier auf China, Japan, Italien, die Tschechische Republik, Lettland und Norwegen. Nach Abschluss der mehrtägigen Gruppenphase treten die beiden Erstplatzierten gegeneinander an. „Wer gewinnt, der fährt, nach Sotchi.“ Der Verlierer dieser Schlüsselpartie erhält eine weitere Chance und kämpft mit dem Team, das in der Gruppe den dritten Platz erreichen konnte, ums zweite freie Ticket. 

Der Modus gilt auch bei den Herren. Acht Mannschaften sind fürs Füssener Turnier im Bundesleistungszentrum (BLZ) gemeldet. Das deutsche Team spielt - nach weiteren Angaben des Welt-Curlingverbands WFC gegen Curler aus den USA, Neuseeland, der Tschechischen Republik, Frankreich, Japan, Finnland und Korea. 

Die Bewerbung für dieses Turnier hatte der Deutsche Curling Verband mit Unterstützung des Bundesministeriums des Innern, des Freistaats Bayern sowie des Olympischen Sportbundes eingereicht. Nicht zuletzt wollte die Sportstadt Füssen, dass hier vorolympisches Flair herrscht, und bereitet sich aufs große Turnier vor. „Das ist eine große Sache. Weltklasse-Curler zu begrüßen, ist eine Ehre für uns“, so der Kommentar von Bürgermeister Paul Iacob. Das örtliche Organisationskomitee mit Elmar Hiltensberger an der Spitze und dem Vorsitzenden des CC Füssen, Roland Jentsch, hatte die Europameisterschaft 2007 – wie auch der Weltverband betont - glänzend über die Bühne gebracht. 

Im Dezember will der Füssener Club mit seinen vielen Partnern an diesen großen Erfolg anknüpfen. Sicher ist bereits, dass die Wettkämpfe live in asiatische Länder übertragen werden. „Reporter aus Japan, China und Korea sind zu Gast bei uns in Füssen“, freut sich BLZ-Leiter Helmar Erlewein mit Ex-Nationalspieler Holger Höhne von CC Füssen. Das Turnier soll aus Sicht des Clubs auch Werbung für die noch junge olympische Disziplin Curling als Breitensport machen. Erst 1998 wurde erstmals um olympisches Gold gespielt, gewonnen hat die Schweiz.cf

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