Lokalmatador nutzt Heimvorteil

Reuttener gewinnt süddeutsche Skateboardmeisterschaft in Füssen

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33 Skater bieten den bis zu 1500 Zuschauern bei der süddeutschen Skateboardmeisterschaft in Füssen eine spektakuläre Show.
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33 Skater bieten den bis zu 1500 Zuschauern bei der süddeutschen Skateboardmeisterschaft in Füssen eine spektakuläre Show.

Füssen – Bis zu 1500 begeisterte Zuschauer waren am Samstag dabei, als auf der Skate- und Bikeanlage im Weidach die offizielle Skateboardregionalmeisterschaft „Street Süddeutschland“ stattfand. Dort nutzte der 29-jährige Christoph Weberhofer aus Reutte seinen Heimvorteil und sicherte sich den Sieg.

Den Titel Stüddeutscher Meister musste er aber dem 15-jährigen Reece Knobloch aus Karlsruhe überlassen. Bei den Frauen sicherte sich die 16-jährige Rosa Altmann den Titel, die bereits weit über ihre Stuttgarter Szene hinaus bekannt ist.

In erster Linie ging es in Füssen darum, sich für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft zu qualifizieren, die von Samstag, 31. August, bis Sonntg, 1. September, in Düsseldorf über die Bühne geht. Im Finale entschieden teilweise Kommastellen über die Platzierungen. Der Schweizer Jan Hirt aus Bern zeigte abwechslungsreiche „Runs” mit anspruchsvollen Tech-Tricks. Am Ende verwies ihn aber Christoph Weberhofer, ein Routinier aus Reutte, auf den zweiten Platz. Reece Knobloch platzierte sich direkt hinter Jan Hirt auf dem dritten Platz, indem er seine „Runs” zum Final hin immer schneller fuhr, höhere Flips über die Pyramide zog und dann seine hohen und stylischen „Airs plus BS Boneless Fakie” zeigte. Damit sicherte er sich am Ende den Titel als Süddeutscher Meister, da Weber als Österreicher und Hirt als Schweizer quasi außer Konkurrenz waren. 

Am frühen Nachmittag stand Skatertalent Reece inmitten der bunt gekleideten Gruppe, in der jeder auf den persönlichen Aufruf des Moderators zum Start vor den kritischen Augen der „Judges“ wartete, die jeden Teilnehmer bewerteten. Auf der Füssener Piste brachten die Jugendlichen ihre Kurzfahrten schnell und trickreich hinter sich. Reece stach sofort heraus. Souverän blieb er bei Sprüngen auf dem Board und hielt sein Gleichgewicht. Der 15-Jährige, der aus Karlsruhe stammt, ist als Skater schon seit ein paar Jahren aktiv, wie er demKreisbote erklärte. Zuvor stand er kurz im Mittelpunkt: in der Skaterszene klatscht man sich nach jeder Fahrt ab, auch wenn es auf der Piste zu einem Sturz gekommen sein sollte. Auch das Publikum fieberte mit den Skatern mit. 

15 qualifizieren sich 

Außer Reece qualifizierten sich weitere 15 Skater für die Skateweek (Offizielle Deutsche Meisterschaft Street in Düsseldorf). „Das Level war insgesamt sehr hoch“, freute sich das Veranstalterteam. Organisatorische Aufgaben für den Veranstalter „Trockenschwimmer“ aus Kempten hatte zudem das Team vom Füssener Jugentreff „Jufo“ mit Stefan Splitgerber übernommen. Der FC Füssen stand mit seinem Leuten am Grill, ehrenamtlich waren auch Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes vor Ort.„Über das Event habe ich nur Positives gehört“, so Jufo-Leiter Splitgerber auf Nachfrage des Kreisbote. „Es herrschte fast Festivalatmosphäre“, ergänzt er. 

Füssen wirkte an diesem Juninachmittag als sei es aus einem Jungbrunnen aufgetaucht. Viele Familien mit kleinen Kindern waren unter den Zuschauern. Zum Publikum gehörten aber auch an sportlicher Aktivität interessierte Leute im Seniorenalter. Dass das Qualifikationsevent in sonniger Atmosphäre im Allgäu einschlagen würde, hatten sich der Veranstalter erhofft. Gefeiert wurde später auch in einer Diskothek. 

Nach dem Event ist jedoch vor dem Event: Der Füssener Skate- und Bikepark ist am Samstag, 22. Juni, ab 12 Uhr Schauplatz für die „Red Bull Pump Track World Championship”, bei der auch der jugendliche Lokalmatador Theo Praun einen Spitzenplatz belegen will. 

Hintergrund Skateboarding

Für die meisten Jugendlichen ist es nicht nur eine Freizeitbeschäftigung – Skateboarding sei eine „Lebenseinstellung“, die schon vor Jahrzehnten ihren Ausdruck gefunden habe, berichten Sportmagazine. Sogar bis zum Anfang der fünfziger Jahre lasse sich das Surfen als die Quelle des Skateboardens zurückverfolgen. Die Idee – so heißt es in früheren Zeitungsberichten – war es, das Gefühl des Wellenreitens auf die Straßen zu übertragen, um vor allem den Tageszeiten mit einem schwachen Wellengang zu trotzen. Die Skater sind stolz auf ihre Konstruktion aus verkürzten Surfbrettern. Solche Sportgeräte, bei denen Rollschuhe als Vorlage dienten, sah man zunächst vor allem in Kalifornien. Auf Hawaii gab es ähnliche Konstruktionen solcher „Ur-Skateboards“. Kalifornien und Hawaii gelten als die Entstehungszentren des Skateboards. In Füssen brauchten die Skater um Thomas Scheibel, der als Motor der Anlage gilt, einen extrem langen Atem bis sie die Chance bekamen, einen solchen Treffpunkt für junge und jung gebliebene Leute zu gestalten. 

cf/kb

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