Gelungener Einstieg

Eishockey: ERC Lechbruck besiegt mit 5:4 die Kemptener Haie

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Florian Graml (weißes Trikot Nummer 81) schießt ein Tor für ERC Lechbruck und läutet damit die Aufholjagd der Flößer ein.

Memmingen/Kempten – Ein erfolgreicher Start in die neue Saison ist dem ERC Lechbruck am vergangenen Wochenende gelungen.

Gegen den HC Maustadt legten die Flößer am Freitag einen furiose Aufholjagd hin: Sie glichen einen 0:4-Rückstand aus, mussten sich dann aber im Penaltyschießen mit 5:6 geschlagen geben. Wesentlich niveauarmer war am Sonntag das Spiel gegen das Tabellenschlusslicht Kempten, das die Flößer mit 5:4 für sich entschieden. Das punktlose Schlusslicht der Tabelle hatte sich für das Spiel gegen den ERC Lechbruck viel vorgenommen, wollten es doch die ersten Punkte einfahren. 

Zu Beginn legten die Kemptener auch mit mehr Engagement los, die Flößer hingegen brauchten ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Nach und nach überwog aber die spielerische Überlegenheit der Lecher und zahlreiche hochkarätige ERC-Torchancen waren die Folge, die jedoch ungenutzt blieben. Doch in der 14. Minute gelang Marcus Köpf der verdiente 1:0-Führungstreffer für Lechbruck. Zu Beginn des zweiten Drittels machten die ERC-Cracks weiterhin Druck und erhöhten in der 23. Minute durch Jonas Seitz auf 2:0. 

War das Spiel bis jetzt schon auf mäßigem Niveau, so wurde es ab jetzt noch ein ganzes Stück schlechter. Anstatt dem schwachen Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen, schalteten die Lecher nun zwei Gänge zurück und fingen sich innerhalb von vier Minuten drei Gegentreffer des ESC Kempten ein. Zumindest egalisierte Marcus Köpf in der 32. Minute auf 3:3, was gleichzeitig der Pausenstand nach 40 Minuten war. Auch im letzten Drittel ließen die Lecher einiges zu wünschen übrig. Fehlpässe, Unkonzentriertheiten und Mängel im Spielaufbau, wie man sie selten von den Flößern gesehen hat. 

Zwar ging der ERC durch Florian Graml in der 46. Minute erneut mit 4:3 in Führung, doch die Kemptener erzielten fünf Minuten vor Spielende erneut den Ausgleich. Schließlich machte Matthias Köpf in der 58. Minute den Deckel drauf, so dass die Lecher trotz schwacher Leistung dieses Spiel gewannen. Ganz anders hatte sich der ERC zwei Tage zuvor präsentiert, als er beim HC Maustadt in die Punktrunde gestartet ist. Den besseren Start erwischten allerdings die Maustädter, die aggressiv und kombinationssicher aus der Kabine kamen. Die Flößer spielten zwar druckvoll nach vorne, vernachlässigten jedoch die Defensive.

In der fünften Minute nutzten die Hausherren eine Überzahlsituation zum 1:0, ließen ein weiteres Kontertor folgen und bauten ihre Führung in der 16. Minute in eigener Unterzahl sogar auf 3:0 aus. Die zahlreichen Torchancen der Lecher blieben ungenutzt, so dass sie einen klassischen Fehlstart hinlegten. 

Puck will nicht ins Tor

Im zweiten Drittel stabilisierte der ERC seine Defensivarbeit, die Flößer gingen nun zielstrebiger ans Werk. Lechbruck kämpfte sich verbissen ins Spiel und erarbeitete sich eine optische Überlegenheit. Doch was die Truppe von Trainer Jörg Peters auch probierte, der Puck wollte einfach nicht ins Maustädter Tor. 

So blieb es auch zur zweiten Pause beim 3:0 für Maustadt. Im letzten Abschnitt kamen die Flößer nun wie die Feuerwehr aus der Kabine. Vom ersten Bully weg war klar, dass die Blau-Weißen das Spiel nun noch einmal von vorne beginnen wollten. Doch der Offensivwirbel ging erst einmal nach hinten los: Maustadt erhöhte durch einen Fehler in der Hintermannschaft des ERC auf 4:0. Daraufhin stellte Trainer Jörg Peters auf zwei Reihen um. Kurz darauf fiel das erste Tor für den ERC, das Florian Graml einnetzte. Anschließend folgte eine Angriffswelle nach der anderen – mit Erfolg. In der 55. Minute verkürzte Florian Graml auf 2:4, Matthias Köpf netzte in der 57. Minute zum 3:4 ein, ehe sein Bruder Marcus Köpf den 4:4-Ausgleich erzielte.

Später Ausgleich

Eine unnötige Aktion brachte Dominik Kösl aber eine Zwei-Plus-Zehn-Strafzeit ein, die Maustadt prompt zur 5:4-Führung nutzte. Der ERC nahm nun Patrick Dietl aus dem Tor und setzte alles auf eine Karte. Nur eineinhalb Minuten hatten die Flößer noch Zeit, das Spiel zu drehen – und die nutzten sie. Mit sechs Mann schnürten sie Maustadt ein und erzielten drei Sekunden vor Schluss durch Marcus Köpf den Ausgleich. Die Halle stand Kopf – die Hausherren konnten es nicht fassen und die ERC-Spieler und -Anhänger lagen sich vor Freude in den Armen. 

Das Penaltyschießen musste nun entscheiden. Doch hier war Maustadt glücklicher unterwegs, was aber im Lechbrucker Lager kaum noch jemanden interessierte. Viel wichtiger war, wie sich die Flößer im Spiel präsentiert hatten. So nahm der ERC beim heimstarken HC Maustadt einen verdienten Punkt mitnach Hause. Am gestrigen Freitag (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) trat der ERC Lechbruck daheim gegen die SG Lindenberg/Lindau an. Das nächste Heimspiel der Flößer findet am Freitag, 15. November, um 19.30 Uhr gegen den HC Maustadt statt.

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