Am ersten Spieltag der Saison besiegen die Füssen Royal Bavarians Ingolstadt mit 5:3 und 10:0

RBs werden Favoritenrolle gerecht

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James Starek zeigt sich gegen Ingolstadt in einer starken Form. In sieben Innings hatte er 68 Pitches.

Füssen – Am vergangenen Sonntag sind die Füssen Royal Bavarians zuhause in ihre vierte Regionalliga Saison gestartet. Nach dem Aufstieg ihres härtesten Kon-kurrenten, den München Caribes, werden die Füssener Baseballer als absoluter Favorit gehandelt.

Dieser Rolle wurden sie beim „Season Opener“ gegen Ingolstadt auch gerecht. Mit 5:3 und 10:0 blieben beide Siege im Allgäu. 

Einen Start nach Maß legten die Füssen Royal Bavarians im ersten Spiel gegen die Ingolstadt Schanzer hin. Nach zwei „Walks“, einem „Basehit“ und einem „Error“ waren es Neuzugang Paul Phillips und Silvan Zacek, die für die ersten beiden „Runs“ (Punkte) der Saison sorgten. 

Ingolstadt hingegen musste bis ins dritte „Inning“ (Spielabschnitt) warten bis sie erstmals durch zwei Fehler der Füssener Defensive und einem Double auf die Anzeigetafel kamen. Füssens Pitcher Alexander Howard musste zwar immer wieder Gäste auf „Base“ (sicherer Standpunkt) lassen, aber fand gleichzeitig immer wieder einen Weg aus der Bredouille. 

Im vierten Inning bekamen die Royals wieder Unterstützung der Schanzer und scorten nach zwei Walks und einem Schlag von Bindemann erneut doppelt – 4:1 stand es da. Im sechsten Durchgang erhöhten die RBs ihr Konto auf fünf Runs, während zwischenzeitlich Ingolstadt durch einen „Homerun“ (alle vier Bases abgelaufen) verkürzte. 

Im letzten Inning kamen die Schanzer zwar noch auf 3:5 heran, aber im siebten Inning waren es nach einem Error und einem „Double“ drei schnelle „Outs“, die den Sieg der Füssener besiegelten. „Ingolstadt war gut und offensiv definitiv gefährlicher als wir. Aber wir haben die Schwächen des Pitchers ausgenutzt und konnten Leute zunächst auf Base bekommen und durch schlaues Spiel nach Hause bringen. Unsere Offensive muss aber noch ein bisschen aufwachen, da erwarte ich mir mehr“, freute sich Coach Kai Bindemann über die Effizienz seiner Mannschaft. 

Starke Offensive 

Im zweiten Spiel hatten die Ingolstädter dann keine Chance gegen die starke Füssener Offensive. Gerade in Spiel zwei wird es dieses Jahr wohl noch interessanter, denn der Deutsche Baseball Verband hat die Ausländerregelung der Regionalliga und der zweiten Bundesliga an die der ersten Bundesliga angepasst. Demnach dürfen im ersten Spiel des „Double Headers“ (zwei Spiele hintereinander) keine ausländischen „Pitcher“ (Werfer) eingesetzt werden. Im zweiten Spiel dürfen Ausländer dagegen unbegrenzt viel „pitchen“. 

Durch diese Regeländerung haben die meisten Teams einen ausländischen Werfer eingekauft, um konkurrenzfähig zu sein. Füssens US-Import Phillips hingegen ist in erster Linie ein „Outfielder“ (Spieler der Defensivmannschaft) und soll nur im Notfall als Pitcher eingesetzt werfen. So war es Routinier Starek, der es mit dem hart werfenden kanadischen Pitcher aufnahm. Und Füssens Offensive, die Coach Bindemann im ersten Spiel noch ein wenig kritisiert hatte, war sofort voll da. Die Füssener Schlagleute zeigten sich sehr geduldig mit den oft unkontrollierten Würfen des Ingolstädter Pitchers und scorten gleich dreimal im ersten und weitere zweimal im vierten Durchgang. 

Starek hingegen zeigte sich früh in der Saison bereits in Höchstform und ließ den Gästen nur wenig Raum zur Entfaltung, was vor allem die Anzahl der Pitches in sieben Innings untermauerte (68 Pitches). Im sechsten Inning beendeten die RBs dann das Spiel nach „Basehits“ (Schlag des Batters, der damit das erste Base erreicht) von Simon Lechner, Kai Bindemann, Gedeon Igelspacher, Bastian Zaharia und Rapsch sogar frühzeitig mit 10:0. „Großartige Leistung von der Mannschaft. 

Der Gegner war wirklich gut, aber bei uns hat es heute einfach gepasst“, so Coach Paul Phillips. Am morgigen Sonntag, 3. Mai, geht es für die Füssen Royal Bavarians dann zu den Ulm Falcons, die über den Winter auch als einer der Favoriten gehandelt wurden. Bis jetzt blieben die Falcons mit zwei Siegen und zwei Niederlagen aber eher hinter ihren Erwartungen zurück.

kb

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