Geschwisterpaar gewinnt "Mixed Doubles"

Sieg für Schöpp

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Die Zweierteams bemühen sich, ihre Steine möglichst gut zu platzieren.

Füssen – Andrea und Rainer Schöpp vom SC Riessersee haben sich den ersten Titel in der neuen Curling-Disziplin Mixed Doubles gesichert. Im Bundesleistungszentrum in Füssen traten zum Turnier 13 Teams an.

Nur eine Curlerin und ein Curler bilden – so das internationale Reglement – eine Mannschaft. Mixed Doubles wird seine Premiere bei den Olympischen Spielen in Korea feiern. Davor geht es um die Weltmeisterschaft. Den deutschen Titel gewann die Geschwister Schöpp. Damit hat sich in diesem Turnier die größere Erfahrung durchgesetzt.

Nachwuchs im Nacken

Die Damen mit Skip Andrea Schöpp hatten für Deutschland 1988 und 2010 den WM-Titel unter Dach und Fach gebracht. Doch jüngere Curlerinnen und Curler sitzen den Old-Stars immer dichter im Nacken. „Im Teilnehmerfeld der 13 Zweierteams war der Curling-Nachwuchs richtig gut vertreten“, freute sich Betreuer Holger Höhne vom Füssener Club. Den Titelgewinn der Geschiwister Schöpp kam jedoch nur durch einen taktischen Fehler ihrer Gegner Pia-Lisa Schöll und Konstantin Kämpf vom EC Oberstdorf zustande.

Bronze für Hamburg-Füssen

Bronze ging an das Hamburg-Füssener-Team Felix Schulze und Corinna Scholz. „Anders als beim Damen- und Herrencurling, wo vier Spieler einer Mannschaft auf dem Eis sind, ist es hier ein Zweierteam. Ein Stein ist bereits im Zielkreis platziert, ein zweiter Stein liegt davor. Die Curlerin und der Curler eines Teams haben fünf Steine zur Verfügung, die sie nacheinander in Richtung House abgeben“, erläuterte Höhne die Spielregel. Bundestrainer Thomas Lips ergänzte: „Gerade bei den Draws, auf die es bei dieser Curling-Variante ja ganz besonders ankommt, waren die Teams auf einem guten Niveau.“ Am Ende standen aus Sicht von Lips „auch die besten vier Teams im Halbfinale“.

Starke Füssener

Aus Sicht des Bundestrainers war es „sehr erfreulich, dass sich in Füssen die Junioren-Teams gut präsentiert haben“. Das Team Schöll/Kämpf hatte eingangs des Turniers die Rieserseer besiegt, konnte den Erfolg im Finale jedoch nicht wiederholen. Das Team Schöpp gewann mit 6:5. Im Spiel um den dritten Platz zwischen Schulze/Scholz und der Formation mit Uli Kapp und Stella Heiß blieb es lange spannend. Es ging ins Extra-End. Mit ihrem Partner jubelte dann Corinna Scholz vom Füssener Club über das 9:8-Endergebnis Der Titelgewinn bedeutet: das Team Schöpp ist für die Mixed-Doubles-WM im April 2016 im schwedischen Karlstad (SWE) qualifiziert.

kb

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