Feineler und Hutter gewinnen zeitgleich »Trail Run«

Rund 800 Läufer nehmen beim Seenlauf, dem »Trail Run« und den »Trail Days« teil

Läufer beim Trail Run im Tannheimer Tal.
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Zahlreiche Läufer gehen beim 30 Kilometer langen „Trail Run“ an den Start.
  • VonHans-Georg Gröner
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Tannheim - Rund 800 Sportler nahmen am Samstag am Seenlauf, am „Trail Run“ und an den „Trail Days“ teil. Den „Trail Run“ gewannen Elias Feineler aus Weißenbach und Alexander Hutter aus Mieders.

Nach zweijähriger Corona-Pause fand am Wochenende erstmals wieder eine sportlicher Veranstaltung im Tannheimer Tal statt. Mit den verschiedenen Laufveranstaltungen starteten Michael Keller und sein Organisationsteam wieder die traditionsreichen Events im Hochtal.

Die absolut anspruchsvollste Disziplin hatten sich die Trailrunner ausgesucht. 30,3 Kilometer galt es zu absolvieren, 1500 Höhenmeter über Stock und Stein zu überwinden. Von Tannheim über den idyllisch gelegenen Höfer See, Richtung Schattwald, weiter zur deutschen Grenze bis auf 1686 Meter zum Gipfelkreuz des Schönkahlers und dann zurück nach Tannheim am Fuße des Einstein entlang.

Elias Feineler (Skinfit Crew) aus Weißenbach und Alexander Hutter (Team F7/Coros) aus Mieders im Stubaital hatten sich zunächst etwas zurückgehalten. „Ich habe an den Zwischenzeiten schon gesehen, dass wir unter dem bisherigen Streckenrekord lagen“, meinte Feineler nach dem Rennen. Sie liefen zunächst ihr eigenes Tempo, holten dann auf Höhe des Zugspitzblicks zwei vor ihnen liegende Läufer ein, ehe sie sich nach dem Wendepunkt an die Spitze setzten. „Wir haben zwischendurch an Krämpfen gelitten“, meinten die beiden Freunde. Letztendlich liefen sie in 2:32:24 Stunden zeitgleich in einem toten Rennen ins Ziel. Steffen Justus (LC Rehlingen) kam in 2:39:19 Stunden als Drittplatzierter aufs Podest.

Klare Angelegenheit bei den Frauen

Deutlich größer war der Abstand zwischen den beiden Frauen, die beim „Trail Run“ als erstes die Ziellinie überquerten. Rebi Robisch aus Kammerstein gewann in 3:02:30 Stunden den Lauf vor Basilia Förster vom „XC Run“ (3:18:18 Stunden) und Nadine Pötz aus Koblenz, die knapp dahinter in 3:18:27 Stunden die Ziellinie überschritt.

Über die 22,7-Kilometer-Strecke, die zum Vilsalpsee, um den Haldensee herum und zurück nach Tannheim verlief, war Thomas Kotissek vom TV Kempten in 1:19:03 Stunden Schnellster. Er holte sich den Sieg vor Kai Uwe Müller aus Schwäbisch Hall (1:20:30 Stunden) und Simon Pulver vom „Allgäu Outlet Race Team“ (1: 23.19 Stunden).

Die schnellste Frau auf der langen Laufdistanz war Pulvers Vereinskollegin Charlotte Heim in 1:34:34 Stunden als Acht-Platzierte in der Gesamtwertung mit deutlichem Vorsprung vor Sina Hiller von der Schwäbischen Alb ( TSG Giengen) in 1:40:45 Stunden. Fast sieben Minuten später kam Dagmar Bergmüller aus München in 1:47:28 Stunden auf den Bronzerang.

Die Zehn-Kilometer-Strecke führte zum Vilsalpsee und von dort wieder zurück nach Tannheim. Diese gewann Rene Höchenberger vom „endless local Running Team“ in einer Zeit von 32:23 Minuten mit deutlichem Vorsprung vor Maximilian Meusburger (33:39 Minuten) und dem Drittplatzierten Elias Egger (33:56 Minuten).

Allgäuer Dreifacherfolg

Bei den Frauen dominierte Maria Elisa Legelli (Füssen) in 38:33 Minuten. Sie hatte über eine Minute Vorsprung vor der Kemptenerin Natalie Rau ( 39:41 Minuten). Den Allgäuer Dreifachtriumph komplettierte Sophie Herfert vom „endless local Running Team“. Sie kam nach 40:09 Minuten ins Ziel.

Pünktlich zum Lauf der Kinder und Jugendlichen hatte der Regen aufgehört, so dass diese nach dem Ein-Kilometer- bzw. Zwei-Kilometer-Rundkurs trocken aber doch ziemlich erschöpft im Ziel eintrudelten.Schnellster der 1000-Meter-Runde war Paul Löchte vom TSV Wendelstein in 3:38 Minuten, der Lokalmatador Kassian Kleiner belegte bei den zehnjährigen Jungs den zweiten Platz.

Bei den Mädchen lieferte sich Josephine Falke vom SC Tannheimer Tal (4:02 Minuten) mit ihrer Vereinskollegin Antonia Zoller ein Fotofinish (4:03 Minuten). Die schnellste Zeit über 2000 Meter erzielte Linus Marlin (SC Tannheimer Tal), der mit einer Zeit von 7:58 Minuten als einziger knapp unter der Acht-Minuten-Marke blieb. In 8:14 Minuten kam die Siegerin und Zweitplatzierte in der Gesamtwertung Milene Kleiner (Tannheim) ins Ziel.

Tipps von den Profis

Bereits von Mittwoch bis Samstag konnten sich Interessierte vom Bundestrainer der deutschen Skilangläufer, Peter Schlickenrieder, und dem ehemaligen Radrennfahrer und Höhentrainingsexperte Gerrit Glomser Tipps rund um das Ausdauertraining holen.

Das Orga-Team zeigte beim Seenlauf, dass es in der zweijährigen Coronapause nichts verlernt hat und kann beruhigt dem nächsten Großereignis, dem Radmarathon Tannheimer Tal, Anfang Juli entgegensehen.

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