Die Schüler des ERC Lechbruck werden Zehnte beim "Internationalen Halle-Saale-Cup 2015"

Den Spitzenteams die Stirn bieten

+
Aufstellen zum Erinnerungsfoto: Zum letzten Mal in dieser Konstellation treten die Schüler des ERC Lechbruck bei einem Wettkampf an.

Lechbruck/Halle – Bevor sich die Eishockeyteams in die Sommerpause verabschiedeten, stand für die Schüler des ERC Lechbruck noch ein Highlight auf dem Programm: Der „Internationale Halle-Saale-Cup 2015”.

Dieses Turnier ist die größte Veranstaltung ihrer Art für Eishockey-Schülerteams in ganz Deutschland. Elf Mannschaften kämpften drei Tage lang um den Turniersieg. Für die Lechbrucker war das eine große Herausforderung. Trafen sie doch gleich in der Vorrunde auf drei Schüler- Bundesligisten. So mussten sich die Flößer dann auch teils deutlich ihren Gegnern geschlagen geben. Nur gegen Halle holten die Flößer einen Sieg. 

Gleich in der Vorrunden musste Lechbruck gegen den EHC Wolfsburg, den ERC Schwenningen und die Heilbronner Jungfalken ran. Komplettiert wurde die Gruppe mit dem EHC Troisdorf und dem ESV Halle II. „Bei so einem Teilnehmerfeld auf große Siege zu hoffen, wäre ziemlich vermessen,” sagte Trainer Stefan Hotter dazu. 

ERC ist Außenseiter 

„Aber wenn man bedenkt, dass ein Drittel unserer Mannschaft aus Knaben-Spielern besteht und zwei Spieler vor einem Jahr bzw. vor drei Monaten mit dem Eishockeyspiel begonnen haben und wir jetzt gegen Bundesligisten antreten, so ist das schon als sehr sportlich zu sehen”, fügte er an. Dabei traten die Schüler zum letzten Mal in dieser Konstellation an, da einige Spieler in der kommenden Saison altersbedingt zur Jugend wechseln werden. „Daher wollten wir noch einmal gemeinsam, nach einer tollen und erfolgreichen Saison, ein paar schöne, erlebnisreiche Tage verbringen”, so Hotter. 

Am Donnerstagnachmittag starteten die Lechbrucker Richtung Sachsen-Anhalt. Als sie kurz nach Mitternacht im Hotel ankamen, hieß es schnell die Zimmer beziehen und schlafen. Denn bereits am Freitagmorgen bestritten die Flößer das Eröffnungsspiel gegen Halle II. Hier zeigte sich, dass die Flößer die lange Reise gut weggesteckt hatten. Mit 4:3 gewannen sie die Partie. Nun war Regeneration angesagt, denn um 13:45 Uhr mussten die Lechbrucker gegen den Bundesligisten EHC Wolfsburg antreten. Doch hier hatten die Ostallgäuer keine Chance. 

Spiel gegen Turnier-Favorit 

Mit 0:11 mussten sie sich deutlich geschlagen geben. Nach der offiziellen Eröffnungsfeier mit Lasershow und Bengalos, galt es wieder Kräfte zu sammeln, denn um 23.45 Uhr waren die Heilbronner Jungfalken, der Turnier-Favorit, Gegner der Flößer. Und auch hier hatten die ERC-Schüler keine Chance. Nur zu einem Ehrentreffer reichte es bei der 1:17-Niederlage, die weit nach Mitternacht besiegelt war. Nach dem kräftezehrenden ersten Turniertag konnten sich die Flößer etwas erholen. Denn am Samstag stand nur ein Spiel auf dem Programm. 

So nutzten die Flößer den freien Nachmittag für einen Ausflug in die Altstadt. Hier besuchten sie den Ostermarkt und stiegen auf die Türme der Marienkirche. Doch auch dabei kam Eishockey nicht zu kurz. Im Kino schauten sich die ERC-Schüler einen Film über die Russische Eishockeynationalmannschaft (Spornaja) mit dem legendären Fünfer-Block von ZSKA Moskau an. Abends durften die Flößer dann selbst auf das Eis. Gegen den EHC Troisdorf mussten sich die Lechbrucker aber 1:5 geschlagen geben. 

Flößern geht Kraft aus 

Am Sonntag hatten die Lechbrucker noch einmal drei Termine zu absolvieren: Am Morgen stand ihr letztes Gruppenspiel gegen Schwenningen auf dem Programm, in dem sie eine 0:11-Niederlage hinnehmen mussten. Der Kräfteverschleiß machte sich dann beim nächsten Spiel bemerkbar. So lagen sie mittags im Platzierungsspiel gegen Bad Aibling zunächst in Führung. Doch dann mussten sie doch dem Gegener mit 2:4 den Sieg überlassen. So landeten die Flößer am Ende auf dem zehnten Platz.

 Um 17 Uhr marschierten sie dann aber noch einmal in der Halle zur Siegerehrung. Jede Mannschaft erhielt einen Pokal und die Glückwünsche des Veranstalters. Danach traten die Lechbrucker zufrieden die lange Heimfahrt an. Dabei zogen sie ein positives Fazit. Denn bei dem Turnier haben sie viel Erfahrung gesammelt: Sechs Spiele in drei Tagen, zu jeder Tageszeit, sogar um Mitternacht, und das auch gegen Deutschlands Spitzen-Eishockeynachwuchs.

kb

Auch interessant

Meistgelesen

TSV Pfronten schafft Klassenerhalt
TSV Pfronten schafft Klassenerhalt
Der Kapitän bleibt an Bord
Der Kapitän bleibt an Bord
Am Ende fehlt nur wenig 
Am Ende fehlt nur wenig 
Reserve steigt auf
Reserve steigt auf

Kommentare