Merrbach gewinnt erneut Königsschlösser-Romantik-Marathon

Der Favorit setzt sich durch

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Völlig ausgepumpt sind manche Sportler nach dem Zieleinlauf in der Füssener Innenstadt. Trotzdem ließ der diesjährige Romantik-Marathon die Herzen der Lauffreunde einmal mehr höher schlagen.
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Völlig ausgepumpt sind manche Sportler nach dem Zieleinlauf in der Füssener Innenstadt. Trotzdem ließ der diesjährige Romantik-Marathon die Herzen der Lauffreunde einmal mehr höher schlagen.
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Völlig ausgepumpt sind manche Sportler nach dem Zieleinlauf in der Füssener Innenstadt. Trotzdem ließ der diesjährige Romantik-Marathon die Herzen der Lauffreunde einmal mehr höher schlagen.
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Völlig ausgepumpt sind manche Sportler nach dem Zieleinlauf in der Füssener Innenstadt. Trotzdem ließ der diesjährige Romantik-Marathon die Herzen der Lauffreunde einmal mehr höher schlagen.
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Völlig ausgepumpt sind manche Sportler nach dem Zieleinlauf in der Füssener Innenstadt. Trotzdem ließ der diesjährige Romantik-Marathon die Herzen der Lauffreunde einmal mehr höher schlagen.

Füssen – Ein echtes Spektakel für die Zuschauer war der Königsschlösser-Romantik-Marathon am vergangenen Sonntag.

473 Sportler plus zwölf Staffeln gingen hier an den Start. Den Sieg holte sich einmal mehr der Berliner Frank Merrbach vor Stefan Wittmann aus Hopferau. Bei den Frauen siegte Maria Magdalena Veliscu. Auch bei den übrigen Wettkämpfen des Laufwochenendes schnitten Sportler aus der Region gut ab. So erkämpfte sich Andrea Weber vom SV Reutte überlegen den Sieg über die zehn Kilometer. 

Der Füssener Markus Schweinberg wurde hier Dritter. Nach der Stadtolympiade Anfang Juli geht auch das 17. Laufwochenende als Highlight in die Füssener Chronik ein. Hauptorganisator Herbert Hiemer ließ hinterm Zieleinlauf, wo die Läuferinnen und Läufer Erfrischungen und Medaillen erhielten, die Zahlen sprechen. „Mit den vielen Kindern haben wir über 1300 angemeldete Teilnehmer", freute er sich im Gespräch mit dem Kreisbote. Im Vergleich mit den Vorjahren stellten die ehrenamtlichen Helfer an der Strecke ein wachsendes Interesse an allen Läufen dieser Veranstaltung fest. So wurden nach dem Start auch die großen Leistungsunterschiede zwischen den „Profis” und den reinen Amateure deutlich.

Der Berliner Frank Merrbach gewann erneut den Königschlösser-Romantik-Marathon mit einer Zeit von 2:39.43 Stunden überlegen. Hochzufrieden mit seiner Leistung unter Bedingungen, in denen das Atmen schwerfalle, war Steffen Wittmann aus Hopferau, der gegenüber dem Ausnahmeläufer Merrbach mit seiner Zeit von 2:43:13 Stunden keine Chance hatte. Für europäisches Flair sorgten Italiener, darunter der junge Federico Bordignon. Dieser kam nach 2.46:19 Stunden als Dritter ins Ziel. 

Er erzählte, dass schon sein Vater gerne in Füssen am Start gewesen war. „Beim Barte des Athleten”, kalauerte Moderator Martin Harbauer angesichts der Tatsache, dass Merrbach bei seinen Trainingsprogramm, das auf den Berlin-Marathon ausgerichtet, ist, keine Zeit zum Rasieren findet. Während die ersten drei Plätze zeitlich in großen Anstand vergeben wurden, fieberte das Publikum beim Zieleinlauf in der Altstadt mit den Läufern mit, die sich im Sprint spannende Zweikämpfe lieferten. 

Dabei waren schier aussichtslose Aufholjagden durchaus von Erfolg gekrönt. Auf den letzten Metern schauten die Teilnehmer aus dem breiten Mittelfeld auf ihre Uhr. Im Feld von 500 Läufern wollten sie unter vier Stunden bleiben. Wer aber im Staffelwettbewerb an den Start gegangen war, stellte dagegen die Teamfähigkeit in der Mannschaft an die erste Stelle. 

Lange Beine und eine sympathische Ausstrahlung: die vielen applaudierenden Zuschauer gönnten Andrea Weber den überlegenen Sieg im City-Lauf über zehn Kilometer. Die Leichtathletin vom SV Reutte ist schon mehrmals in Füssen angetreten und kennt die Anforderungen der Strecke. Diese meisterte sie mit großer Überlegenheit. Jubel gab es auch beim Skiclub (SC) Füssen: Sein großes Biathlon-Talent Markus Schweinberg wurde im City-Lauf Dritter. Er erklärte auf Nachfrage des Kreisbote, dass er „sehr zufrieden” sei. Keine Sympathiepunkte gewann dagegen der Sieger Diro Tolan Berchau aus Afrika.

Er hatte den späteren Zweitplatzierten Dominic Poschenrieder lange im Glauben gelassen, dass er in etwa das gleiche Leitungsvermögen habe. Er ließ ihn über weite Strecken das Tempo vorgeben, hängte ihn aber später gnadenlos ab. Das „Spielchen” zwischen den beiden tollen Läufern – Äthiopien gegen Allgäu – dokumentierte die Zeitnehmer nach dem Zieleinlauf: 34.20 zu 35.01. Im Leistungssport sind das Welten. 

Was in Erinnerung bleibt: die vielen glücklichen Gesichter der laufenden Mädchen und Buben, wenn sie am Ende der Runden mit einem kleinen Geschenk belohnt wurden. 

Souveräner Sieg

Den Startschuss zum Laufwochenende hatte der Füssener Bürgermeister Paul Iacob gegeben. Anschließend holte sich Maria Magdalena Veliscu beim Marathon Gold mit über zehn Minuten Vorsprung vor Silbermedaillengewinnerin Barbara Mallmann aus Ahlen und Alice Pulfer vom TV Immenstadt. Nach ihren 3:08:34 Stunden musste die Läuferin aus Rumänien hinter der Zielgerade etwas länger warten – auf ihren Mann, der ebenfalls den Marathon in Angriff genommen hatte. 

Vielleicht lag es an den Schuhen. Im Interview gab Klaus Keller vom Sportartikelfachgeschäft Tipps, doch die kamen für die gestarteten Läuferinnen und Läufer nun doch etwas spät. Sie werden erst beim Laufwochenende 2018 so richtig greifen, wenn hoffentlich wieder die Sonne während der Wettkämpfe scheint und Harbauer mit Co-Moderator Christian Hiemer-Löckher Wetten abschließt, die fürs Publikum einen weiteren Unterhaltungswert bieten.

 Einem Läufer, der mit schweren Beinen glücklich ans Ende der Marathonstrecke gelangt war, rief der Moderator vom Podest zu: „Nur noch eine Runde! Nein, kleiner Scherz!”

Insgesamt nahmen 243 Läuferinnen und Läufer den Zehn-Kilometer-Lauf in Angriff. Beim Marathon gingen 473 Sportler plus zwölf Staffeln an den Start. Dem Halbmarathon stellten sich 374 Teilnehmer. Hier gewann bei den Männern Addish Tulu Wodaso mit einer Zeit von 1:11:20 Stunde vor Kedir Burka mit 1:14:12 Stunde. Den dritten Platz erkämpfte sich Stephan Thurner vom SC Breitenwang mit 1:14:58 Stunde. 

Bei den Frauen setzte sich Daniela Aeschbacher (1:24:19) vom TVL Länggasse vor Heike Schmid (1:31:12) vom TV Öhningen und Seana Forbes (1:32:30) von Under Armour Running Society durch.

Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter www.koenigsschloesser-romantikmarathon.de   oder auf www.davengo.com.

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