Bernd Brennauer gewinnt "Main-Spessart-Rundfahrt"

Überraschung geglückt

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Bernd Brennauer auf der Erfolgsspur: Der Kapitän des team erdgas schwaben gewinnt völlig überraschend den großen Straßenklassiker Main-Spessart-Rundfahrt.

Hopferau – Die Saison ist noch jung und doch hat Paul Hofstetten schon einen sportlichen Höhepunkt hinter sich. Dementsprechend gut gelaunt ist der Manager der Allgäuer Radsportmannschaft team erdgas schwaben: „Es läuft richtig gut“, sagt der Hopferauer.

Als Sahnehäubchen hat jetzt sein Kapitän Bernd Brennauer bei dem hochklassigen Straßenrennen „Main-Spessart-Rundfahrt“ völlig überraschend den Sieg geholt. „Dieses Rennen bei Karbach in Franken ist immer hervorragend besetzt. Zudem ist die Strecke anspruchsvoll, es gibt quasi keinen flachen Meter“, schildert Hofstetten die Besonderheiten der Rundfahrt. Eine ganze Reihe Profis startet dort, auch als Vorbereitung auf größere Rundfahrten. „Seit Jahren versuchen wir, dort etwas zu reißen“, meint der Manager schmunzelnd. 

Nun hat es endlich geklappt – und war eine große Überraschung. „Unsere Fahrer hatte mit Sicherheit niemand auf der Favoritenliste“, sagt Hofstetten. So war der Coup seines Teamkapitäns auch dem Bayerischen Fernsehen einen Bericht wert. Hofstetten ist sicher: Entscheidend war neben der guten Form die mentale Stärke Brennauers – und das Gespür für den richtigen Moment. „Er ist dem Feld in einer Abfahrt weggefahren – das macht nur einer von hundert Radrennfahrern.“ 

Volles Risiko 

Der Kapitän des team erdgas schwaben freut sich über seinen großen Erfolg bei diesem Straßenklassiker. Auf sieben Runden legen die Athleten dabei 127 Kilometer zurück. „So nach der dritten oder vierten Runde hatte sich eine elfköpfige Spitzengruppe abgesetzt, in der alle großen Teams vertreten waren“, erinnert sich der 29-Jährige. Wenige Kilometer vor dem Ziel zog er dann auf einer Kuppe an, nutzte die kurze Abfahrt und den folgenden Anstieg zur Flucht – schaute mehrmals um und traute seinen Augen kaum, als keiner folgte.

 Am Ende wurde es aber nochmals richtig knapp, doch es reichte. „Bernd hat eben die Fähigkeit, so ein hohes Tempo durchzuhalten, auch wenn es richtig weh tut“, schwärmt Hofstetten und unterstreicht: „Da waren absolute Spitzenleute dabei – und sie haben mir danach gesagt, dass sie komplett auf Anschlag gefahren sind, aber nicht mehr aufholen konnten.“ 

So war die Überraschung perfekt. „Ich hatte damit gerechnet, dass Bernd so in vier Wochen in Topform ist – aber nun ist er es jetzt schon“, freut sich Hofstetten. Wie zum Beweis holte sich Brennauer bereits drei Tage später beim Rennen in Pinswang den dritten Platz (der Kreisbote berichtete). „Das tut gut“, freut sich dieser. Und Hofstetten ergänzt: „Solche Siege ziehen die ganze Mannschaft mit. Wir kommen als Team zum Erfolg – das ist das Schöne!“

ves

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