Der Kapitän führt den EVF in die Bezirksliga

Nadeau bleibt beim EVF

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Kapitän Eric Nadeau bringt seine Mannschaft auf Kurs.

Füssen – Nachdem der Eissportverein Füssen vergangene Woche seinen neuen Trainer Thomas Zellhuber für die erste Saison in der Bezirksliga West vorgestellt hatte, folgten nun die ersten Personalien für das Team.

Dabei wartet der Verein gleich mit einem ganz besonderen Kracher auf: Eric Nadeau (41), langjähriger Kapitän des EVF in der Oberliga, wird auch in der Bezirksliga als Leitwolf voran gehen. Daneben setzt der Verein auf fünf junge Torhüter, die sowohl für die erste Mannschaft als auch für das DNL2-Team auf das Eis gehen werden. 

Nadeau bleibt dem EVF treu. Dafür schlug der Stürmer sogar einige höherklassige Angebote aus, eines davon aus der Oberliga. Doch nachdem er bereits zehn Spielzeiten im Trikot des EVF aktiv war, und zudem beruflich in Füssen tätig ist, entschied er sich für den Verbleib am Kobelhang und somit für sein Mitwirken beim Neustart des Eishockeys in Füssen. 

Und wer sollte besser dafür geeignet sein als ein Spieler mit der Reputation eines Eric Nadeau? 2000 wechselte er erstmals nach Deutschland, zuvor spielte er in Nordamerika für die Concordia University sowie in Frankreich für Straßburg. Nach vier Spielzeiten in Kempten wechselte er 2004 nach Füssen. 

535 Spiele bestritt er in der Oberliga, scorte dabei 706 Punkte. Neben diesen Zahlen war der gebürtige Frankokanadier, der seit 2009 die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, aber auch immer ein Vorbild an Einsatzwillen und Disziplin, glänzte mit seinen Führungsqualitäten ebenso wie mit seinem Torinstinkt und seiner Schnelligkeit. Meistens war er im ersten Block gesetzt, wo er oft genug seine Mitspieler noch besser machte. Dass er sich nun erneut für „seinen“ EVF entschieden hat, ist sicher ein Glücksgriff für den neuen Verein. 

Torhüterduo aufbauen 

Trainer Zellhuber über seine erste Personalie: „Ich sehe ihn als Leader und Zugpferd für die jungen Spieler, sowie als Integrationsfigur für die Zuschauer und Fans. Es ist ein Zeichen für den Neuanfang des EVF in alle Richtungen und ein klares sportliches Signal.“ Ein Signal, das vielleicht noch weitere Spieler aus dem letztjährigen Oberligakader dazu bewegen könnte, für den neuen EVF aufzulaufen? „Wir führen Gespräche in alle Richtungen“, sagt Zellhuber dazu nur. Während der Verein mit Nadeau eine große Stütze mit entsprechender Erfahrung gewinnen konnte, baut er im Tor auf reichlich Talent. 

Nicht weniger als fünf junge Torhüter werden in der nächsten Spielzeit sowohl für die erste Mannschaft als auch für das DNL2-Nachwuchsteam zur Verfügung stehen. „Wir bauen bewusst auf ein Torhüterteam, wollen dadurch einen großen Konkurrenzkampf schaffen, der allen zugute kommt“, erklärt Zellhuber, der sich als ehemaliger Torhüter bei seinen jungen Goalies besonders einbringen wird. Die Perspektive soll im Vordergrund stehen. Die Spieler sollen sich durch ein Miteinander stetig verbessern und durch viel Eiszeit wichtige Erfahrungen sammeln. „Ich hätte selber auch noch spielen können, aber wir wollen die Zukunft des Füssener Eishockeys aufbauen“, erklärt Zellhuber. 

Der sportliche Leiter Max Holzmann ergänzt: „Natürlich wollen wir den Spielern eine möglichst gute Ausbildung bieten, mit welcher sie auch mal höherklassig Chancen haben. Für uns ist es aber auch wichtig, auf lange Sicht ein Torhüterduo für den EVF aufzubauen, damit wir auf keine auswärtigen Spieler angewiesen sind.“ Ihre Chance bekommen daher nun die Goalies Florian Glaswinkler (22 Jahre), Fabian Schütze (19 Jahre), Benedikt Hötzinger (18 Jahre), Felix Lindenbeck (17 Jahre) sowie Maximilian Meier (15 Jahre). 

Hötzinger war vergangene Saison der sichere Rückhalt des Füssener DNL2-Teams, Meier führte die Schüler des EVF mit seinen Leistungen bis in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Auch Florian Glaswinkler stammt aus dem Nachwuchs des EVF. Er spielte in der Jugendbundesliga, der Juniorenbundesliga sowie der DNL für den Verein. Außerdem kam er auch bei einigen Oberligaspielen zum Einsatz. 2011 wechselte er nach Sonthofen in die Bayernliga, die vergangenen drei Jahre war er in der Regionalliga Südwest für die Stuttgart Rebels aktiv. 

Fabian Schütze ist gebürtiger Immenstädter, und stammt aus dem Nachwuchs des ERC Sonthofen. Er half bereits zum Ende der vergangenen Spielzeit beim EVF in der DNL2 aus, und wechselt nun fest nach Füssen. Zuvor war er für Sonthofen schon in der Bayernliga sowie der Oberliga im Einsatz. Felix Lindenbeck ist dagegen ein relativ unbeschriebenes Blatt. Er kommt vom TuS Wiehl aus der Regionalliga West und überzeugte im Training. Während Fabian Schütze und Florian Glaswinkler nur in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen können, haben Felix Lindenbeck, Benedikt Hötzinger und Maximilian Meier auf Grund ihres Alters die Chance, sich sowohl im Nachwuchsbereich, als auch in der ersten Mannschaft des EV Füssen zu beweisen.

Michael Lang

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