Jetzt wird es eng im Kampf um einen Play-off-Platz

Im Kampf um einen Play-off-Platz erwartet das Füssener Team und ihren Trainer Dave Rich noch zwei schwere Spiele gegen Erding und den Tabellenersten, Peiting. Foto: Archiv

Tölz – Keine Chance hatte am Sonntag der EV Füssen gegen den EC Bad Tölz. Ersatzgeschwächt mit nur 13 Mann reisten die Lechstädter nach Oberbayern und mussten sich hier mit 3:8 geschlagen geben. Damit sind die Leoparden auf den neunten Platz abgerutscht.

Gut kamen die Leoparden gegen Tölz ins Spiel. Schon in der dritten Minute schoss Sascha Golts (Robbie McFeeters, Eric Nadeau) den Führungstreffer für die Lechstädter. Bis zur neunten Minute gelang es ihnen aber nicht mehr ihre Chancen zu nutzen. Anstatt so weiter zu spielen wie bisher, ließen sie sich das Spiel der Tölzer aufdrängen, die dann gleichzogen. Doch dabei blieb es nicht. Drei weitere leicht herausgespielte Treffer zum 4:1 fanden den Beifall vom Tölzer Trainer, Florian Funk: „Da war das Spiel eigentlich schon entschieden“. Nur noch sporadisch erspielten sich die Füssener Gelegenheiten. Dass das zweite Drittel mit 1:1 endete, war darauf zurückzuführen, dass die Tölzer einen Gang zurückschalteten, obwohl sie offensiv ausgerichtet waren. Dadurch kamen die Füssener zu Konterchancen, wovon eine Eric Nadeau (Andrej Naumann, John Gordon) in der 36. Minute zum 2:5 nutzte. „Da waren wir zu offensiv ausgerichtet und konnten froh sein, im ersten Abschnitt drei Tore mehr erzielt zu haben“, so der Funk weiter. Im letzten Abschnitt erkannten die Unparteiischen zunächst ein nach Füssener Ansicht erzieltes Schlittschuhtor an und schickten dann Eric Nadeau für zwei + zehn Minuten auf die Strafbank. Die Unterzahl überstand Füssen, doch als dann Wolsch in der 53. Minute und 50 Sekunden später auch noch Matthias Mayr für je zwei Minuten die Strafbank drückten, gelang den Hausherren bei doppelter Überzahl das 7:2. Nur noch Ergebniskosmetik war dann das dritte Tor der Füssener, das der Füssener Christian Mayr (John Gordon) in Überzahl in der 57. Minute erzielte. Dem folgte in der letzten Spielminute noch das achte Tor der Tölzer zum 8:3-Endstand. Einen guten Einstand gab Andrej Naumann nach seiner langen Verletzung. Die Vorstellung der Füssener war geprägt  von den Verletzungen und Abstellungen von Spielern zur DNL-Mannschaft, wozu Trainer Dave Rich  meinte: „Ich sage lieber nichts, aber mit 12,13 Spielern hast Du in der Oberliga keine Chance, wenn  man so einen Auftritt hat wie heute. Wir haben 30 Minuten einigermaßen gespielt.“  Ihre Mannschaft kräftig angefeuert haben die circa 50 Füssener Fans, insbesondere die „Bengalos“ und die Fans um die unermüdliche Trommlerin Manu: Fast ununterbrochen feuerten sie bis zum Schluss ihre Mannschaft an. Am kommenden Freitag, 22. Februar, muss Füssen in Erding antreten. Die Erdinger haben am Wochenende in Klostersee nach einem 1:4-Rückstand überraschend noch mit 5:4 gewonnen. Füssens ärgster Konkurrent um einen Play-off-Platz, Weiden, hat am Sonntag in Regensburg auch noch einen Punkt geholt und liegt nun vier Punkte vor Füssen. Weiden bestreitet allerdings nur noch ein Spiel und zwar am letzten Spieltag zuhause gegen die Tölzer. Deren Trainer erklärte im Pressegespräch, dass er auch in Weiden punkten will. Um Platz acht und damit die Play-Off überhaupt noch zu erreichen, muss Füssen sowohl in Erding als auch im letzten Spiel zuhause gegen Peiting, nunmehr wieder Tabellenführer, gewinnen. Eine schwierige Aufgabe also für die Füssener bei der derzeitigen Personalsituation sowohl im ersten Team als auch in der DNL-Mannschaft. dg

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