EV Füssen bietet Tabellenersten die Stirn

Hubert Schöpf (schwarz-gelb) vom EV Füssen lauert vor dem Tor des EHC Freiburg auf eine gute Gelegenheit. Foto: Köhntopp

Füssen – Auf Augenhöhe mit dem jetzigen Tabellenersten hat sich der EV Füssen während der Weihnachtswoche präsentiert. Im ersten Drittel war Füssen sogar überlegen, doch der EHC Freiburg kämpfte sich zurück. Am Ende gewannen die Gäste knapp das Penaltyschießen und freuten sich über einen 3:2-Sieg.

Nur ein Spiel stand für den EV Füssen während der Weihnachtswoche auf dem Programm. Im Heimspiel empfingen die Schwarz-Gelben keinen Geringeren als den Tabellenersten EHC Freiburg. Eigentlich eine klare Rollen-verteilung, doch die Leoparden hatten die ersten beiden Vergleiche nur knapp mit 2:3 verloren. Auch dieses Mal präsentierten sie sich mit den Gästen auf Augenhöhe. Im ersten Drittel war das Team von Markus Gmeiner sogar klar überlegen. Die Freiburger kamen lediglich in Überzahl zu einer Torchance. Ansonsten spielte sich das Geschehen ausschließlich vor dem Kasten von Wölfe-Goalie Christopher Mathis ab, der an diesem Abend dann auch bester Spieler seines Teams war. Mehrmals musste er bei hochkarätigen Chancen des EVF retten, war jedoch in der 13. Spielminute machtlos, als Vladimir Kames (Burnell, Kink) in Überzahl einen Schlagschuss zum 1:0 in die Maschen jagte. 

Im zweiten Abschnitt kamen die Wölfe dann besser ins Spiel, auch aufgrund einiger Strafzeiten gegen Füssen. Trotzdem war der in Überzahl erzielte Ausgleichstreffer in der 31. Minute durch Freiburgs neuen Kontingentstürmer Petr Haluza zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft. Trotz guter Chancen auf beiden Seiten ging es mit dem 1:1 in die Kabine, wobei es zwischenzeitlich noch zu einer Rauferei zwischen Lukas Jentsch und Gästestürmer Tobias Bräuner gekommen war, die der Füssener klar für sich entschied. 

Im letzten Drittel hatte der EVF bei einer Strafzeit gegen den EHC die Chance, wieder in Führung zu gehen, doch Mathis konnte mehrmals klären. Schließlich gelang es Haluza sogar einen Konter einzuleiten, den er selbst zum 2:1 verwandelte. Durch diesen Treffer bei eigener Überzahl war Füssen sichtlich verunsichert und hatte in der Folge bei drei großen Chancen für Freiburg Glück, nicht entscheidend in Rückstand zu geraten. In dieser Drangphase zeigte der Kanadier Josh Burnell seine Klasse, und verwandelte einen Gegenangriff zum 2:2. Nun waren wieder die Füssener leicht oben auf, auch wenn der EHC kurz vor Spielende bei einem Konter beinahe erfolgreich gewesen wäre. In der Verlängerung hatte der wieder einsatzfähige Eric Nadeau die größte Chance zum Siegtreffer, verfehlte jedoch knapp das Tor. 

Im Penaltyschießen traf dann nur ein einziger Schütze, Gästestürmer Wittfoth, und sicherte dem EHC Freiburg damit etwas glücklich den Zusatzpunkt. 

Am morgigen Sonntag, 4. Januar, treten die Schwarz-Gelben um 18.30 Uhr beim derzeit Tabellenletzten, dem EV Weiden, an. Vielleicht ist dann auch Stürmer Sascha Golts mit von der Partie. Der 42-jährige ehemalige Topscorer des EVF stieg am vergangenen Wochenende ins Training ein, und will dem EVF auf Bitten des Vereins bis zum Saisonende helfen. Beide Seiten einigten sich nun auf eine Zusammenarbeit. Der Stürmer wird ins schwarz-gelbe Geschehen eingreifen, sobald er den Trainingsrückstand aufgeholt hat. mil

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