Gemeinde Schwangau ehrt Schmied, Plötz und Sepp

"Silberner Schwan" für engagierte Bürger

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Bürgermeister Stefan Rinke (links) zeichnet in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres Christine Schmied (v.l.), Johann Plötz und Albert Sepp für ihre großen ehrenamtlichen Verdienste um das Gemeinwohl in Schwangau aus.

Schwangau – Mit dem „Silbernen Schwan“ zeichnet die Gemeinde Schwangau traditionell Bürger aus, die sich im Gemeinwesen der Gemeinde ehrenamtlich engagieren.

Am Montagabend erhielten in der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr Albert Sepp, Christine Schmied und Johann Plötz die Auszeichnung. Wobei Sepp spontan meinte: „Des ko’s doch it sei“. 

Er zeichne heute Bürger aus, die im Hintergrund wirken, so Bürgermeister Stefan Rinke. Dabei sei es gerade dieses Engagement, das für die Gemeinschaft wichtig sei und die Anerkennung aller verdiene. Deshalb der kleine Schwan, deshalb die Auszeichnung, die einerseits ein Dankeschön sein solle. Andererseits soll die Ehrung Motivation für alle sein, die helfen und im Ehrenamt tätig sind. 

Auf Vorschlag des katholischen Frauenbundes überreichte Rinke heuer Christine Schmied den „Silbernen Schwan“ ausgezeichnet, die sich seit bald 30 Jahren in der Kirche engagiert. Sie spiele Orgel und wirke im Kirchenchor mit, helfe beim Dirigieren und führe die Kasse.

Ein Schwerpunkt ihrer sozialen Arbeit sei die Betreuung der Über- und Aussiedler aus Osteuropa. Dabei habe sie sich vor allem um die Integration der Kinder gekümmert, sie mit Schulzeug versorgt und die Kinderfreizeit organisiert mit Wanderungen, Schlittenfahren oder Musikunterricht. „Man kann“, so Rinke „sich darauf verlassen, wenn man die Christel Schmied um etwas bittet, dass es erledigt wird.“ 

Ihr Einsatz und ihr Engagement werde durch eine Äußerung von Pfarrer Dörre verdeutlicht, der angesichts ihres Orgelspiels einmal gesagt haben soll: „Wer kann sie stoppen?“ Denn Schmied hatte mehr Strophen gespielt als geplant gewesen waren. 

"Oscar" für das Lebenswerk 

Ebenfalls mehr ein Mann der Tat als vieler Worte – getreu dem Schwangauer Motto „It viel rede, ebbas due“ – ist Johann Plötz. Margit Kiefer hatte den Schwangauer Kanonier vorgeschlagen, der immer zur Stelle sei, wenn eine helfende Hand gebraucht werde, so Rinke. Man habe nie betteln müssen, betonte der Rathauschef. 

Plötz habe die ungezählten kleinen Dienst immer gerne übernommen. Bekannt geworden ist Plötz aber in der Gemeinde mit einer Tätigkeit, die es hervorzuheben gelte, so Rinke. „Seit du im Jahr 1982 die Prüfung absolviert hat, hast du bei Festen und Umzügen, am Veteranenjahrtag sowie bei der Beerdigung von Kriegsteilnehmern und Reservisten die Kanone geschossen.“ 

Plötz gelte die Regel: „Entweder ich übernehme eine Aufgabe und erledige es ordentlich, ohne viel Aufhebens. Oder ich lasse es sein“. Ebenfalls mit Brauchtum und Tradition im Ort eng verbunden ist der dritte im Bunde der Geehrten. Albert Sepp habe den Fasching und den Trachtenverein im Dorf der Königsschlösser geprägt und sei damit untrennbar verwoben, erklärte Rinke. 

Auf Antrag des Trachtenvereins ehre die Gemeinde deshalb Sepp, den viele noch als Faschingsprinz und Hofnarr kennen, vor allem aber als Ansager beim jährlichen Schwangauer Gaudiwurm. Es sei aber vor allem die Liebe zur Heimat und das Engagement für sein Dorf und die Menschen, weshalb er nun mit dem „Silbernen Schwan“ ausgezeichnet werde. „Du brauchst kein Amt, um dich für dein Dorf zu engagieren“. Die Auszeichnung sei vielmehr so etwas wie der „Oscar“ für das Lebenswerk Albert Sepps, so Gemeindechef Rinke in seiner Laudatio. 

gau

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