Trotz ausgesetzter Saison tut sich einiges

Hansi Rindle neuer Trainer beim TSV Pfronten

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Die Engagierten beim FC Füssen pflegen ihre Spielfelder, um für die Fortsetzung der Kreisligasaison bereit zu sein. Doch wann genau das sein wird, ist noch unklar.

Füssen/Pfronten – Auch wenn der Spielbetrieb wegen der Corona-Krise derzeit ruht, tut sich hinter den Kulissen der heimischen Fußball-Vereine doch einiges: So vermeldet Kreisligist TSV Pfronten Hansi Rindle als neuen Trainer. Der FC Füssen wiederum weist auf die eigene Aktion „Kauflokal“ hin.

In diesem „schwierigen Zeiten“, so Vorsitzender Florian Durrer, sei es besonders wichtig, dass sich die Sportvereine und ihre Partner gegenseitig unterstützen. Die Plätze im südlichen Ostallgäu sind alle gesperrt. Die Gesundheit der Spieler und Fußballfans steht in diesen stark belastenden Tagen der Corona-Krise an erster Stelle. 

In der Kreisliga Süd warten deshalb der FC Füssen und der TSV Pfronten schon wochenlang auf den Anpfiff, um die für die beiden Vereine bisher eher schwach verlaufende Saison 2019/20 erfolgreich zu Ende zu bringen.

Direkt vor der Winterpause hatten beide Teams ganz wichtige Siege gefeiert. In Füssen sollte jetzt im Frühjahr an den bejubelten 2:1-Heimsieg – dank der Tore von Serkan Karamann und Basti Wörle – gegen den TSV Fischen angeknüpft werden. In Pfronten freute sich der TSV, dass dem Team als Gast in Betzigau ein 3:1 gelang – auch am ersten Spieltag im Jahr 2020 sollten erneut drei Punkte gewonnen werden. 

Doch seit rund vier Wochen – am Samstag, 28. März hätte der SC Ronsberg laut Spielplan im Füssener Weidach antreten müssen – gilt für die noch ausstehenden Spieltage, was der zuständige Verband auf seiner Homepage mit einem Warnschild auf rotem Grund signalisiert: „abgesetzt“. 

Kein Saisonabbruch

Mittlerweile – während sich die Füssener und Pfrontener Fußballer daheim oder am Studienort irgendwie fit halten – ist klar, dass es in der Kreisliga keinen Abbruch der Saison geben wird. Rund zwei Drittel der Amateurvereine folgten dem Vorschlag des Bayerischen Fußball Verbands (BFV), die Saison 2019/20 nicht abzubrechen, sondern lediglich auszusetzen. Termin ist der 31. August. 

Danach soll es auf den Fußballplätzen bis zum Saisonabschluss normal weiter gehen – nicht unbedingt am 1. September. Das ist ein Diensttag. Gespielt wird ab dem Zeitpunkt, den die staatlichen Stellen mit Blick auf die Corona-Krise zulassen. 

Mit Blick auf die aktuell erfolgte Abstimmung der Amateurvereine in Bayern mit knapp 75,5 Prozent Wahlbeteiligung sagt Leander Lauterbach aus der Vorstandschaft des TSV Pfronten: „Wir haben im Ausschuss beschlossen, dem Antrag beziehungsweise der Empfehlung des BFV zur Fortführung der Saison 2019/20 egal zu welchem Zeitpunkt zuzustimmen.“ 

Lauterbach begründete dies gegenüber dem Kreisbote wie folgt: „Damit hat jedes Team die faire Chance, seine sportlichen Ziele zu erreichen und zwar da, wo es sein sollte: nämlich auf dem Fußballplatz.“ Dort hatten sich die Ostallgäuer vor der Winterpause mit und dem treffsicheren Josef Metz noch auf Platz elf verbessern können und damit Abstand zu den Abstiegskandidaten gewonnen. 

Daran sollte sich bis zum letzten Spieltag nichts ändern, wobei der erste Spieltag 2020 eine personelle Umbesetzung in die Öffentlichkeit bringt.

Rindle übernimmt 

Am Spielfeldrand wird dann beim TSV ein neuer Trainer stehen: Hansi Rindle hat die Verantwortung für die Mannschaft in der Winterpause übernommen, „mit dem Ziel ,die Saison erfolgreich, das heißt dem Klassenerhalt, zu beenden“, so Lauterbach. Der 55-Jährige sei ein echtes „TSV-Urgestein“. 

Seine komplette Spielerkarriere verbrachte er in Pfronten. „Hansi Rindle war zudem als Jugend- und Reservetrainer an der Seitenlinie. Sonst war er bei keinem anderen Fußballverein aktiv.“. Insgesamt 20 Punkte und damit zwei mehr als der Lokalrivale Pfronten hat der FC Füssen geholt, bedeutet Platz neun und Anschluss ans Mittelfeld der Liga. Trainiert wird von den Spielern zuhause. 

Spiningräder, aus dem „Sportstudio“ des früheren FC-Vorsitzenden Herbert Hiemer zur Verfügung gestellt, stellen für die Aktiven eine von mehreren Möglichkeiten dar, ihre Beine zu bewegen. „Es gilt, die Grundausdauer zu pflegen“, betont Vorsitzender Florian Durrer. Dazu dienen auch längere Spaziergänge mit der jungen Familie. 

Dem einen oder anderen Spieler konnte man in der fast menschenleeren Füssener Altstadt begegnen. „In unserer sehr schwierigen Situation setzen wir darauf, dass unsere Sponsoren als unsere Partner in der wirtschaftlichen Lage bleiben, uns weiter vorbildlich zu unterstützen“, so der Vorsitzende. Durrer weist auf die FC-Aktion „Kauflokal“ hin. „Wir rufen dazu auf, die lokalen Geschäfte mit Einkäufen zu unterstützen.“

Chris Friedrich

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