EV Füssen scheitert im Viertelfinale der Play-Offs

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Fünfmal kamen die Freiburger gegen die in schwarz-gelb spielenden Füssener am Sonntag im BLZ zu Treffern. Foto: Köhntopp

Füssen – Die Saison in der Eishockey Oberliga Süd ist für den EV Füssen seit vergangenem Sonntag beendet. Es war insgesamt eine intensive Playoff-Serie gegen den EHC Freiburg mit vielen Nicklichkeiten und versteckten Fouls auf beiden Seiten, in der der EV Füssen mit 2:4-Siegen den Kürzeren zog.

Freilich war das Geschehen auf dem Eis in den beiden letzten Begegnungen recht einseitig, die Ergebnisse von 1:6 und 0:5 dementsprechend. „Wir wussten, dass Füssen zuletzt angeschlagen war. Es war jedoch insgesamt eine schwere Serie für uns, beide Mannschaften waren oft auf Augenhöhe“, zeigte sich Leos Sulak, Coach der siegreichen Wölfe, am Ende erleichtert. EVF-Trainer Marcus Bleicher musste dagegen vor allem mit dem Verletzungspech hadern. „Wenn du so dezimiert bist wie wir, dann fehlt einfach eine enorme Qualität, die du nicht ersetzen kannst. Ich bin mir sicher, wenn beide Mannschaften komplett gewesen wären, dann hätten wir sehr gute Chancen gehabt.“ 

Neben den schon vor dem Vergleich mit den Wölfen als Ausfälle feststehenden Matthias Mayr, Nerijus Alisauskas, Andrej Naumann und Daniel Stiefenhofer fielen nach der vierten Begegnung auch noch Pavel Mojtek, John Gordon und Tim Richter aus. Somit konnten Spieler, die insgesamt 81 der 176 Hauptrundentreffer der Schwarz-Gelben erzielt hatten, nicht mehr mitwirken. „Letzte Woche dachte ich wirklich, das wäre ein gespielter Witz. Wir mussten alles umstellen, vor allem war unser gutes Überzahlspiel hinüber“, klagte der Füssener Coach im Hinblick auf die Personalmisere.

"Haben alles gegeben"

Das Verletzungspech hatte dem Underdog Füssen am Ende einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, und war auch schon im vierten Spiel am Dienstag voriger Woche zu bemerken. Trotzdem stand man kurz davor, in der Serie mit 3:1 in Führung zu gehen. Nach ausgeglichenem Spiel erhielt ein Freiburger nach einem Check gegen Mojtek mit Verletzungsfolge eine Spieldauerstrafe, und der EVF machte durch den angeschlagenen Top-Verteidiger John Gordon, der nur noch in Überzahl eingesetzt wurde, tatsächlich das späte 3:2. Allerdings gelang bei dieser Strafzeit den Gästen umgehend in Unterzahl der erneute Ausgleich, und danach mit einem absoluten Glückstreffer auch noch die Wende. Eine kleine Vorentscheidung in der Serie, denn durch die Ausfälle aus diesem Spiel konnte der EVF gegen die spielstärkeren Breisgauer danach nicht mehr bestehen.

 „Ich kann meiner Mannschaft keine großen Vorwürfe machen, die, welche gespielt haben, haben alles gegeben“, urteilte Bleicher nach dem Ausscheiden. Für ihn war der Knackpunkt neben den vielen Ausfällen (am Sonntag fehlten auch noch Tobias Wedl und Steffen Kirsch), dass in diesem vierten Spiel der Freiburger Topstürmer Linsenmaier gleich zu Beginn für einen Stockschlag keine Spieldauerstrafe erhalten hatte. Linsenmaier erzielte danach zwei Treffer, und war auch im nächsten Spiel in Freiburg zum 1:0 erfolgreich. Dennoch ist der Coach der Leoparden insgesamt mit der Saison zufrieden, und dass die Schwarz-Gelben vom Publikum dennoch mit stehenden Ovationen verabschiedet wurden zeigt, dass dies von den Zuschauern nicht viel anders gesehen wird. mil

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