Leoparden besiegen den Tabellenzweiten

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Die EVF-Spieler Andrej Naumann (2.v.r.) und Eric Nadeau (rechts) kämpfen mit einem Freiburger um den Puck. Foto: Köhntopp

Füssen – Es war ein schweres Programm, das der EV Füssen am vergangenen Wochenende mit dem Auswärtsspiel in Selb sowie dem Heimspiel gegen Freiburg zu bewältigen hatte. Während es bei den  Oberfranken eine 2:7-Niederlage setzte, gelang es dem EVF die Breisgauer daheim mit 5:2 niederzuringen.

In Selb kam erstmals in dieser Spielzeit Stürmer Martin Pfohmann nach zweimonatiger Verletzungspause zum Einsatz, dafür musste jedoch Verteidiger John Gordon kurzfristig passen. Schon nach dem ersten Drittel lagen die Leoparden aussichtslos mit 1:5 zurück. Der Tabellenführer demonstrierte seine Heimstärke, in dieser Spielzeit hat er noch keinen Punkt zuhause abgegeben. Ab dem zweiten Abschnitt bekam dann Nachwuchstorhüter Daniel Fießinger seine Chancen. Er musste für den Rest des Spiels nur noch zweimal hinter sich greifen. Am klaren Sieg der Gastgeber gab es indessen nichts zu rütteln. 

Die Rückkehr von John Gordon am Sonntag sowie das Umstellen der Reihen brachten gegen Freiburg einen ganz neuen Schwung ins Team. So gelang es den Leoparden bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison die Mannschaft von EHC-Trainer Leos Sulak zu bezwingen. „Vielleicht ist Füssen in dieser Saison ja unser Angstgegner“, meinte er nach dem Spiel, verwies aber auch auf die vergebenen Chancen im zweiten Abschnitt und auf personelle Probleme. Dadurch konnten die Freiburger im letzten Drittel nicht mehr zulegen. Bleicher fasste das wichtigste für sein Team dagegen in einem Satz zusammen: „Die Formel ist einfach: Wir sind viel gelaufen, haben viele Zweikämpfe gewonnen, der Torwart hat eine gute Leistung abgeliefert, und in Unterzahl waren wir auch sehr gut. Es wäre schön, wenn wir das immer abrufen könnten.“ 

Die Führung gegen den derzeitigen Tabellenzweiten besorgte Andrej Naumann, nachdem die Füssener eine frühe Strafzeit gegen Alisauskas unbeschadet überstanden hatten. Die Gäste bekamen dagegen nur eine Strafzeit in der gesamten Begegnung. Während die noch im ersten Abschnitt einen Abwehrfehler zum Ausgleich nutzten, konterten die Leoparden in einem intensiven Spiel mit zwei gut herausgespielten Toren im Mitteldrittel durch Christian „Butzi“ Mayr und Daniel Stiefenhofer. Diese erstmalige Zwei-Tore-Führung baute Sascha Golts im letzten Abschnitt noch auf 4:1 aus, indem er einen Konter verwandelte. Eric Nadeau setze den Schlusspunkt aus schwarzgelber Sicht, indem er einen Schlagschuss von Gordon unhaltbar abfälschte, der zweite Treffer der Gäste kurz vor Ende war nur noch Ergebniskosmetik. 

Nach der Begegnung waren sich alle einig: Das war ein Spitzenspiel mit einer starken Leistung der Füssener, das allerdings deutlich mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Damit scheint der EVF gut gerüstet zu sein für die zwei nächsten schweren Aufgaben. Am Freitag, 29. November, geht es zum heimstarken Aufsteiger EHC Bayreuth, während am Sonntag, 1. Dezember, um 18 Uhr die Erding Gladiators am Kobelhang auflaufen. mil

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