EVF mit zwei deutlichen Niederlagen am Wochenende

Gegen die Favoriten ist der EV Füssen ohne Chance

Eishockeyspiel Füssen gegen Rosenheim
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Nach der Niederlage in Deggendorf musste der EVF am Sonntag eine 2:6-Heimniederlage gegen Rosenheim hinnehmen.
  • Matthias Matz
    VonMatthias Matz
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Füssen - Zwei deutliche Niederlagen in Folge musste der EV Füssen am Wochenende hinnehmen: Auf das 1:7 beim Deggendorfer SC folgte am Sonntag eine 2:6-Niederlage gegen die Starbulls Rosenheim. Doch so schlecht, wie es die Ergebnisse zunächst vermuten lassen, verkauften sich die Ostallgäuer nicht.

Der Deggendorfer SC wurde seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte den EV Füssen am Freitag klar mit 7:1 (2:0, 3:1, 2:0). Auch wenn sich das deutliche Resultat danach anhört, so machte der EVF doch auch vieles richtig und unterlag sicherlich zu hoch. Das Spiel war für die Lechstädter aber ein Spiegelbild der momentanen Phase: bis zum Ende gekämpft, vorne viel Aufwand, um ein Tor zu erzielen, Gegner kommt zu leichten und oftmals auch glücklichen Treffern.

Der EVF lieferte eigentlich ein gutes Startdrittel ab, lag aber dennoch mit 0:2 in Rückstand. Gleich in der Anfangsphase musste das Team zwei Strafzeiten hinnehmen, konnte diese gut überstehen. Auf der anderen Seite ging bei einem eigenen Powerplay nichts zusammen. Deggendorf war scheibensicherer, konnte den EVF aber nicht sonderlich in Bedrängnis bringen. Überhaupt waren große Möglichkeiten bei beiden Teams zunächst Mangelware. Dann wurde ein Schlagschuss von David Kuchejda unhaltbar zum 1:0 abgefälscht.

Im zweiten Überzahlspiel hatten die Schwarz-Gelben dann wieder zwei gute Schüsse und die entsprechenden Abpraller, aber auch die brachten nichts Zählbares. Im Gegenteil enteilte Andrew Schembri mit der Scheibe und verwandelte fünf Sekunden vor der Drittelsirene in Unterzahl zum 2:0.

Deggendorf wird stärker

Nach diesem denkbar ungünstigen Ende der ersten zwanzig Minuten begann Füssen die nächsten wieder engagiert und hatte zunächst auch gute Chancen. Nach und nach wurde der DSC jedoch stärker. Kumeliauskas scheiterte noch am Pfosten, danach konnte in Überzahl aber Thomas Greilinger Füssens Keeper Jorde mit einem Schlagschuss zum 3:0 überraschen.

Als nur eine halbe Minute später David Seidl nach einem Schuss zum 4:0 abstaubte war schon die Vorentscheidung gefallen und der EVF sichtlich verunsichert. Andi Jorde musste nun mehrere Glanzparaden auspacken. Entlastung brachte ein Powerplay, aber wenn es schon mal nicht läuft, dann richtig. Stauder wurde im Aufbauspiel zu Fall gebracht, statt eines Pfiffes gab es das zweite Unterzahltor, Greilinger zielte beim 5:0 ganz genau.

Wieder komplett, rettete Jorde gegen Kumeliauskas und Schembri, ehe die Schlussphase Füssen gehörte. Erstmals wurde richtig Druck aufgebaut mehrmals war man knapp an einem Treffer dran. Das fällige Tor erzielte dann Marc Sill in Überzahl.

Wie einfach und glücklich es manchmal gehen kann zeigte sich schnell im Schlussabschnitt. Ein Pass ging an den Schlittschuh von Rene Röthke, die Scheibe senkte sich in einer Bogenlampe über Jorde zum 6:1 ins Tor. Kuchejda hätte gleich nachlegen können, danach bekam aber der EVF Oberwasser.

Füssen scheitert

Doch Keller, Höfler, Wiedemann bei einem Unterzahlkonter, Naumann und Payeur scheiterten allesamt. Die Schlussphase gehörte dann wieder eher Deggendorf, das nach einem Fehlpass des EVF im Aufbauspiel auch noch den dritten Treffer und somit das 7:1 durch Ex-Nationalspieler Greilinger nachlegen konnte.

Am Sonntag musste sich der EVF dann zum zweiten Mal an diesem Wochenende einem Favoriten beugen. Diesmal hieß es 2:6 (1:2, 0:3, 1:1) gegen die Starbulls Rosenheim. Diese spielten in vielen Szenen ihre individuelle Klasse aus, profitierten aber auch von einigen Abwehrschnitzern der Hausherren. Die zeigten vor allem großen Kampfgeist und ließen sich nie hängen, hatten auch ein paar starke Phasen, waren insgesamt aber unterlegen.

Eigentlich lieferte der EVF ein gutes erstes Drittel ab, jedoch wieder mit zwei defensiven Aussetzern. Bereits nach 51 Sekunden konnte Gästestürmer Michael Baindl völlig frei einen Nachschuss zum 0:1 verwerten. Und auch dem 1:2 durch Kyle Gibbons, der schnellen Antwort auf Füssens Ausgleichstreffer, ging ein individueller Fehler eines Verteidigers voraus. Dazwischen hielt der EVF den Gegner bis auf zwei Grosschancen im Powerplay sowie einen Unterzahlkonter von Tobi Meier recht gut vom eigenen Tor weg. Und belohnte sich für seinen Einsatz auch mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Ondrej Zelenka nach schöner Vorarbeit von Florian Simon.

Harmloser EVF

Im Mitteldrittel war zunächst Rosenheim das etwas bessere Team, Füssen war auch bei einem Überzahlspiel harmlos. Der Einsatz stimmte jedoch und nach und nach wurden die Starbulls in das eigene Drittel gedrängt. Es war eine starke Phase der Gastgeber, die dem Ausgleich nahe schienen.

Doch es kam anders: die Gäste spielten ihre individuelle Klasse auf und erzielten drei weitere Tore. Erst konterten sie die zu diesem Zeitpunkt überlegenen Füssener durch Kyle Gibbons zum 1:3 aus. Gleich im nächsten Angriff war Curtis Leinweber durch, Maximilian Meier hielt aber stark. Bei einem Schuss von Pruden, der an den Pfosten ging, kam er nicht heran. Dafür fiel das abprallende Hartgummi Simon Heidenreich auf das Schlägerblatt, der das 1:4 ins freie Tor markieren konnte.

Auf der Gegenseite scheiterte David Diebolder bei einem Alleingang an der Fanghand von Andreas Mechel. Auch Marc Sill konnte seine Chance nicht nützen, dafür setzte sich in der letzten Minute Curtis Leinweber vor dem EVF-Tor durch und zirkelte die Scheibe in den Winkel.

Die Rosenheimer verwalteten im Schlussabschnitt ihren klaren Vorsprung, hatten zunächst auch die besseren Chancen. Es bedurfte aber eines Überzahlspiels, um den starken Maxi Meier im zweiten Nachschuss zum 1:6 zu überwinden. Schütze war Andreas Höller. Der EVF antwortete umgehend mit dem 2:6 durch Florian Simon. Die letzten zehn Minuten waren ein Auf und Ab mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Positiv war der Kampfgeist der Füssener, die bis zuletzt alles probierten und Sekunden vor dem Spielende auch noch durch Naumann an der Latte scheiterten. Am verdienten Sieg der Gäste gab es wie am Freitag schon aber nichts zu deuten.

mil

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