Füssener Leoparden verlieren mit viel Pech gegen Sonthofen und Peiting

Keine Punkte trotz Augenhöhe

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Drei Mal dürfen die Füssener im Allgäu-Derby gegen Sonthofen jubeln, am Ende stehen sie aber trotzdem mit leeren Händen da.

Füssen – Zwei Derbys standen für den EVF am Wochenende mit den Spielen gegen Sonthofen und Peiting auf dem Programm. Zweimal waren die Leoparden mit ihren Gegnern voll auf Augenhöhe, zweimal war die Punktausbeute am Ende dann aber zu niedrig.

Denn von sechs möglichen Zählern gelang es den Füssenern, nur einen einzigen für sich zu verbuchen. Dies war beim 3:4 nach Penaltyschießen im Heimspiel gegen die Bulls aus Sonthofen, während man beim ECP durch ein unglückliches 4:5 gänzlich leer ausging. Vor der bisherigen Rekordkulisse von fast 1300 Zuschauern entwickelte sich gegen den Aufsteiger aus dem Oberallgäu ein intensives, aber selten hochklassiges Derby. 

Der EVF erwischte den besseren Start und nutze einen Fehler im Aufbauspiel der Gäste zum 1:0 durch Lukas Gohlke (Mojtek, Goller). Danach versäumten es die Füssener jedoch, den zweiten Treffer nachzulegen. Björn Friedl konnte Torfrau Jennifer Harß nicht überwinden, während Hubert Schöpf den Pfosten traf. Dies sollte sich rächen, denn in der 10. Spielminute nutze der ERC sein erstes Überzahlspiel zum Ausgleich durch Grimm. Drei Minuten später schlug der EVF zurück, und Florian Simon überraschte Harß mit einem Handgelenkschuss zur erneuten Führung. 

Geschenke verteilte an diesem Abend aber nicht nur der Nikolaus vor dem Spiel an die Gäste: Gerade einmal eine halbe Minute später durften die Stürmer des Aufsteigers sich in Reihe am Torschuss probieren. Newhook fand schließlich die Lücke zum 2:2. Damit ging es auch in die Drittelpause. Bis zur 52. Minute gelang beiden Teams nichts Zählbares, Jennifer Harß und Daniel Fießinger hielten alles. Dann nutzte Butzi Mayr eine Strafzeit zum umjubelten 3:2, assistiert von Simon und Kames. 

Der Gabensack des EVF war aber noch nicht ganz leer, und so lud ein katastrophaler Stellungsfehler der EVF-Hintermannschaft die Bulls wieder nur eine halbe Minute später zum 3:3 durch Newhook ein. Trotzdem waren die Leoparden am Ende dem Sieg näher: Der freigespielte Burnell schoss am Tor vorbei, und Kames verfehlte bei einem Konter das Gehäuse nur knapp. 

Es ging in die Verlängerung, wo Nationalspielerin Harß mit einem unglaublichen Reflex einen Penalty von Burnell abwehrte. Nachdem weiterhin kein Treffer fiel, musste das Penaltyschießen entscheiden. Auch hier hatte der EVF nach dem Tor von George Kink die besseren Karten, doch Sonthofen konnte durch Kujala ausgleichen und der letzte Schütze Simon vergab. Die Entscheidung fiel dann im Stechen. 

Hier waren die Füssener im Pech, denn Gohlkes Versuch landete am Pfosten, während Gästestürmer Grimm den mittlerweile 14. Versuch zum Sieg verwandelte. Kein Glück hatte der EVF auch in Peiting: Zwar gelang bereits in der ersten Spielminute die Führung durch George Kink (Burnell, Friedl), doch durch zwei Unachtsamkeiten geriet man innerhalb von nur vier Minuten mit 1:2 in Rückstand. Das erste Drittel war von beiden Teams schwach, im zweiten wurde die Begegnung jedoch immer intensiver. Nach dem 3:1 für Peiting in Überzahl drehten die Füssener innerhalb von 13 Minuten das Spiel. Kink auf Zuspiel von Burnell, Pavel Mojtek im penaltymäßigen Alleingang und Vladimir Kames (Burnell, Friedl) mit einem Überzahltreffer von der blauen Linie sorgten für das verdiente 4:3 für die Schwarz-Gelben. 

Danach ließ sich der Schiedsrichter allerdings immer häufiger vom Publikum beeinflussen, es gab eine ganze Reihe zweifelhafter Strafen gegen Füssen. Eine davon nutzte der ECP im zweiten Abschnitt zum 4:4, und in der 48. Minute zum Siegtreffer in doppelter Überzahl. Zuvor hatte der Unparteiische überhaupt kein Fingerspitzengefühl gezeigt und nach einem harten Pfiff gegen Gohlke auch noch eine Bankstrafe wegen Reklamierens ausgesprochen. Dieses Geschenk nutzen die Gastgeber dankbar, während dem EVF trotz einiger hochkarätiger Chancen einfach kein Tor mehr gelang. Nun wird sich am Freitag um 19.30 Uhr im Heimspiel gegen die Tölzer Löwen zeigen, wie die Mannschaft diese doch enttäuschenden Ergebnisse verdaut hat.

mil

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