Der EV Füssen ärgert den Favoriten

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Wer ist schneller am Puck? Füssens Spieler John Gordon (Mitte) und EVF-Goalie Andre Irrgang kämpfen mit Freiburgs Michael Schmerda um die Scheibe. Foto: Köhntopp

Füssen – Eine spannende Serie haben kürzlich der EHC Freiburg und der EV Füssen in den Play-offs der Oberliga Süd gespielt. Am Sonntag gewann Füssen zum zweiten Mal im Breisgau. Nachdem der EVF  das erste Heimspiel verloren hatte, steht ihm am heutigen Dienstag aber eine schwere Aufgabe bevor.

Es wird auf jeden Fall am Freitag, 7. März, zum fünften Spiel in Freiburg kommen. Sollte der EVF diese Partie verlieren, oder zuvor bereits den vierten Vergleich verloren haben, würde es am Sonntag, 9. März, zur sechsten Begegnung am Kobelhang kommen (Spielbeginn 18 Uhr). Ein mögliches siebtes und entscheidendes Spiel gäbe es dann wieder am Dienstag, 11. März, in Freiburg. 

Aber wer hätte gedacht, dass der EVF als Siebter der Hauptrunde dem Zweiten solche Probleme bereiten wird? Schon das erste Spiel bei den Wölfen war ein Coup. 3:2 siegten die Leoparden, gestützt auf eine bärenstarke Leistung von Andre Irrgang im Tor. Zwar lag Markus Bleichers Team schon früh mit 0:2 zurück, doch ausgerechnet ein Unterzahltreffer brachte die Schwarz-Gelben wieder heran, und Verteidiger Ladislav Hruska nutzte in der vorletzten Spielminute ein Überzahlspiel zum überraschenden Siegtreffer. 

Die Füssener hatten damit die große Chance im ersten Heimspiel, die Serie auf 2:0 auszubauen, doch ein schwaches Anfangsdrittel kostete vor toller Kulisse im Bundesleistungszentrum den Sieg. „Da war bei meinen Jungs noch Tiefschlaf angesagt“, zeigte sich Bleicher enttäuscht von dem schnellen 0:3-Rückstand. Umso mehr freute ihn aber, was danach kam. „Wir haben dann ein Riesendrittel gespielt, jeder hat sich zerrissen. Wir haben das Spiel gedreht und sind erstmals in Führung gegangen.“ Erneut war es dabei ein Unterzahltreffer, der die Aufholjagd einleitete.

Massenschlägerei vor dem Füssener Tor

Nach der erstmaligen Führung durch den Kapitän der Leoparden, Eric Nadeau, machte die Hintermannschaft jedoch innerhalb von 25 Sekunden zwei kapitale Abwehrfehler, und es hieß wieder 4:5. „Das war der Knackpunkt“, war Bleicher nach dem Spiel klar. Zuvor hatten die Gäste aus Freiburg eine Auszeit genommen, und nur 33 Sekunden später löste eine Situation vor dem Füssener Tor eine Massenschlägerei aus, bei der beide Mannschaften bei der Bemessung der Strafen glimpflich davonkamen. Im letzten Abschnitt gelang es den Lechstädtern nicht mehr zuzulegen, und die Breisgauer siegten schließlich verdient mit 7:4. 

Doch wer die Mannschaft danach abschrieb, irrte sich. Bleicher beorderte für den zweiten Auswärtsauftritt den 17-jährigen Daniel Fießinger ins Tor, und der strahlte in seinem ersten Playoff-Spiel in der Oberliga die nötige Ruhe auf seine Vorderleute aus. Mit der bislang besten Defensivleistung drehte der EV Füssen den Spieß wieder um, glich ein 0:1 und 2:3 der Breisgauer aus, um dann entscheidend in Führung zu gehen. Die verteidigten die Schwarz-Gelben schließlich bis zum Schluss und holten somit einen 7:4-Sieg. „Heute konnten wir erstmals dem anfänglichen Druck von Freiburg standhalten, das war der Schlüssel zum Sieg. Es ist alles drin für uns, und wir hoffen weiterhin auf die Unterstützung durch die Zuschauer“, hofft der Trainer des EV Füssens, dass trotz der bisherigen Auswärtserfolge ein Heimsieg zugunsten der Leoparden den Ausschlag geben könnte. mil

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