Alles ist wieder möglich

SCR gewinnt Spiel vier und stellt auf 2:2 in der Play-off-Serie – am Freitagabend geht es weiter

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Der Matchwinner in Crimmitschau: Jared Gomes.

GAP – Die Serie geht weiter. Mindestens zweimal stehen sich der SC Riessersee und die Eispiraten Crimmtischau noch gegenüber, ehe der Sieger dieses Duells im Viertelfinale feststeht. Am Freitagabend treffen sich beide Mannschaften um 20 Uhr in Garmisch-Partenkirchen, am Sonntag geht’s in Crimmitschau um 17 Uhr rund. Sollten beide Teams je einen Sieg an diesem Wochenende feiern, gibt es am kommenden Dienstagabend um 20 Uhr ein Entscheidungsspiel in Garmisch-Partenkirchen.

„Die Serie ist sehr knapp und es gibt zum jetzigen Zeitpunkt weder für uns noch für Crimmitschau große Geheimnisse, wir spielen mit offenem Visier und wir wollen jetzt mehr“, betont der Sportliche Leister des SC Riessersee, Tim Regan. Ab 18 Uhr sind die Kassen am Stadion am heutigen Freitag geöffnet. „Wir freuen uns auf das Spiel, besonders auf unsere Fans und dass diese intensive Serie am Freitag weitergeht. Die Unterstützung unserer Fans am letzten Sonntag war super und auch sehr wichtig. Das hat unseren Jungs noch einen extra Push gegeben“, berichtet Regan.

Nachdem der SC Riessersee am vergangenen Sonntag durch ein Tor in der Verlängerung von Tim Richter in der Serie auf 1:2 verkürzen konnte, gelang am Dienstag der Ausgleich in der Serie.

In einer packenden Partie siegten die Werdenfelser mit 5:2 und holten sich damit das „Heimrecht“ in der Serie zurück. Die Garmisch-Partenkirchner erwischten einen optimalen Start in Westsachsen. In der achten Minute schlenzte Routinier Stephan Wilhelm von der blauen Linie die Scheibe aufs Gehäuse von Torhüter Brett Kilar, der durch hohes Verkehrs­aufkommen vor dem eigenen Gehäuse wenig Sicht hatte und der SC Riessersee ging mit 1:0 in Führung. Nur drei Minuten nach dem Führungstreffer wurde Simon Mayr in einem Zweikampf in die Bande befördert, dafür bekam der Eispirat Robin Soudek eine Spieldauerdisziplinarstrafe vom Schiedsrichtergespann verpasst. Die fünfminütige Überzahl konnten die Weiß-Blauen nicht nutzen und so ging es mit der knappen Führung in die erste Drittelpause. Der Mittelabschnitt war gerade einmal 28 Sekunden alt als Felix Thomas vor dem eigenen Gehäuse ein dicker Patzer unterlief, der den Ausgleichstreffer für die Gastgeber durch Vincent Schlenker ermöglichte. Die passende Antwort darauf hatte Jared Gomes, einer der besten Spieler im Viertelfinale, drei Minuten später parat. Der kanadische Mittelstürmer netzte aus kurzer Distanz zur erneuten Riesserseer Führung ein. Dieser Treffer war extrem wichtig. In der Folgezeit spielte der SCR zu fahrlässig. Trainer Toni Söderholm nahm sofort eine Auszeit und ordnete sein Team wieder.

Bis zum Ende des zweiten Drittels kamen die Weiß-Blauen wieder besser ins Spiel, wurden aktiver und hatten weitere Möglichkeiten um die Führung auszubauen, Mattias Beck und Richie Mueller trafen jeweils nur das Torgestänge.

In der Anfangsphase des Schlussabschnitts konnte sich Matthias Nemec, der erneut einen sehr starken Auftritt hatte, mit Glanztaten auszeichnen. Der Ausgleich der Gastgeber lang mehrere Male in der Luft. Mit zunehmender Spieldauer übernahm der SC Riessersee dann die Initiative und kam zehn Minuten vor Schluss durch Mattias Beck zum erlösenden dritten Tor. Richie Mueller legte zwei Minuten später zum 4:1 nach, bei diesem Tor assistierte Geburtstagskind Andi Eder. Die Eispiraten nahmen knapp vier Minuten vor dem Ende noch den Torhüter vom Eis und konnten dadurch den Druck auf das Tor von Matthias Nemec steigern. Ein Treffer sprang dabei für die Gastgeber durch Ossi Saarinen raus. Als dann der Eispiraten Trainer Kim Collins erneut seinen Torwart „zog“, krönte SCR Kapitän Florian Vollmer seine Leistung mit dem Treffer zum verdienten 5:2-Endstand für die Weiß-Blauen.

Einschätzung des Trainers

Toni Söderholm betonte nach dem Spiel: „Das erste Drittel war ausgeglichen, mit dem zweiten Drittel bin ich nicht zufrieden gewesen. Wir haben uns selber Probleme gemacht und viel zu kompliziert gespielt. Ich habe dann eine Auszeit genommen, ich war frustriert. Wir haben nicht das getan, über was wir die letzten drei Tage gesprochen haben - das musste ich stoppen. Im letzten Drittel waren wir dann gut, hatten viele Chancen. Matthias hat stark gehalten, wie die ganze Serie schon und hat der Mannschaft die Chance gegeben, das Spiel zu gewinnen. Ich bin glücklich, dass wir das geschafft haben heute, es war ein schweres Spiel.“

von Titus Fischer

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