Fritz Dopfer fährt zuversichtlich zu den Olympischen Winterspielen

Zählbares Ergebnis erreicht

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Fritz Dopfer nach dem Rennen in Garmisch-Partenkirchen.

GAP – Am Ende durfte er doch ran. Lange war nicht klar, ob Fritz Dopfer bei seinem Heimrennen am vergangenen Sonntag in Garmisch-Partenkirchen starten sollte. Die Trainer hatte überlegt, ob es Sinn machte. Am Ende war die Entscheidung, den Fahrer vom SC Garmisch beim Riesenslalom einzusetzen, goldrichtig.

Denn mit Rang 15 fuhr er das beste Ergebnis des Winters in dieser Disziplin ein. Es siegte der Österreicher Marcel Hirscher, Rang zwei ging an seinen Landsmann Manuel Feller. Dritter wurde der US-Amerikaner Ted Ligety. Für Dopfer können die Olympischen Winterspiele nun kommen. Titus Fischer hat sich mit ihm unterhalten.

Fritz Dopfer, wie zufrieden waren Sie mit dem letzten Rennen vor den Winterspielen, dem Riesen­slalom in Garmisch-Partenkirchen?

Fritz Dopfer: „Ich bin extrem zufrieden. Man muss das Rennen auch gut einschätzen. Die Bedingungen waren auch zu meinen Gunsten. Es war eher weicher und im zweiten Durchgang hatte ich eine frühe Startnummer, die ich auch nutzen konnte, insbesondere im unteren Teil. Ich freue mich, dass ich ein zählbares Ergebnis erreicht habe und ein paar Weltcuppunkte holen konnte.“

Es war das beste Ergebnis im Riesenslalom in dieser Saison genau vor den Winterspielen in Südkorea. Was lief in diesem zweiten Durchgang besonders gut?

Dopfer: „Die Piste war zu meiner Zeit schon gut. Ich konnte noch richtig Gas geben. Speziell der untere Bereich ist mir sehr gut gelungen. Ich habe während meiner Fahrt schon ein paar Automatismen gespürt, die weit hinten im Kopf bei mir abgespeichert waren und die ich in den letzten Jahren nicht abrufen konnte. Von da her bin ich sehr zufrieden, auch wenn der obere Bereich nicht so optimal war. Aber an einem solchen Tag braucht man nicht viele negative Dinge suchen.“

Was bedeutet dieser 15. Platz für die Olympischen Spiele. Es ist ja noch nicht klar, ob Sie neben dem Slalom auch im Riesenslalom an den Start gehen werden?

Dopfer: „Das bedeutet eigentlich gar nichts für die Olympischen Spiele. Wichtig war einfach, dass ich auch einmal wieder ein zählbares Ergebnis geschafft habe. Ich konnte dadurch meine Position in der Weltrangliste im Riesenslalom halten und damit bleibe ich in den Top 30 drinnen.“

Wie werden die Bedingungen zu Olympia sein?

Dopfer: „Ich denke, dass die Bedingungen in Südkorea wieder ganz anders sein werden. Da wird es keine Frühjahrsbedingungen geben wie hier. Da wird es bestimmt ein bisschen kälter sein. Dann wird es wieder anders sein. Ich bin sehr froh über mein Ergebnis, aber ich weiß es auch richtig einzuordnen.“

Worauf müssen Sie sich nun in der Vorbereitung auf die Winterspiele besonders fokussieren?

Dopfer: „Im Bezug auf den Riesenslalom auf die Risikobereitschaft und die Geschwindigkeit, egal bei welchen Bedingungen. Im Slalom muss ich schauen, dass ich einen Schritt weiterkomme. Weil derzeit bin ich da einfach nicht so konkurrenzfähig.“

von Titus Fischer

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