Richard Mueller ist eine sichere Bank, wenn es beim SC Riessersee um Punkte geht

Du kannst nicht in jedem Spiel Tore machen

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Der beste SCR-Skorer: Richard Mueller.

GAP – Richard Mueller war der Königstransfer des vergangenen Sommer beim SC Riessersee. Vom amtierenden Meister aus Frankfurt kam der Deutsch-Kanadier nach Garmisch-Partenkirchen. Dort schlug er voll ein. Mit seinen 26 Treffern und 28 Vorlagen in 35 Begegnungen steht er sowohl in der Torschützenliste, als auch in der Skorerwertung der DEL2 unter den Top 3. Mueller hat damit einen großen Anteil an der bisher sehr erfolgreichen Saison der Werdenfelser. Titus Fischer hat sich mit ihm unterhalten.

Herr Mueller, Sie spielen eine sehr erfolgreiche Saison mit dem SC Riessersee. Nur die Bietigheim Steelers stehen derzeit vor Ihrer Mannschaft. Insbesondere ihre Sturmreiche mit Andreas Driendl und Lubor Dibelka sorgt für Furore. Was ist das Geheimnis des Erfolgs?

Richard Muelle r: „Bei uns dreien passt einfach die Chemie. Wir sind jetzt nicht die Glamour-Reihe der DEL2 mit lauter verrückten Aktionen. Aber bei uns hat jeder ein tolles Auge für den anderen. Da braucht keiner zu schreien, dass er den Puck haben will oder wo er steht. Wir wissen einfach, wo der Mitspieler ist.“

Ihr Trio hat sich gesucht und gefunden. Wie kam es dazu. Schließlich kannten Sie sich zuvor nicht . . .

Mueller: „Ich glaube es war eines der Vorbereitungsspiele. Da hat Trainer Toni Söderholm während der Begegnung die Reihen verändert. Wir drei haben gleich super harmoniert. Seit da gab es nur ein paar wenige Partien, in denen wir nicht zusammen gespielt haben.“

Beispielsweise als Andreas Driendl verletzt fehlte und Andreas Eder für ihn Mittelstürmer spielte. Wie hat es der Jung-Nationalspieler gemacht?

Mueller: „Andi hat das auch gut gemacht. Wobei es schon eine kleine Umstellung war, dass wir mit einem Rechtsschützen als Center aufgelaufen sind, weil Andi Driendl ist ein Linksschütze.“

Es gab aber auch Spiele vor dem Jahreswechsel, als sie ein paarmal kein Tor geschossen haben. Wie gehen Sie damit um?

Mueller: „So ist der Eishockeysport einfach. Du kannst nicht in jedem Spiel Tore machen. Wenn ich nicht treffe, ändere ich eigentlich gar nichts. Ich versuche, immer die gleichen Dinge zu machen. Ich habe ja davor auch schon Tore gemacht und in den vergangenen Jahren natürlich auch. Nur wegen ein paar Begegnungen ohne Treffer, stelle ich meine Spielweise nicht um. Ich war auch nicht nervös, nur weil ich damals in sechs Spielen eben kein Tor gemacht habe.“

Wie schwer ist es, dann ruhig zu bleiben?

Mueller: „Natürlich ist es frustrierend. Aber wichtig ist, dass dann die Reihenkollegen getroffen haben. Und das war ja auch der Fall.“

von Titus Fischer

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