Ein Finale zu verlieren, ist bitter

Lubor Dibelka: Die Bietigheimer haben ihre Chancen eiskalt ausgenutzt

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Auch Dibelka konnte die Partie nicht mehr drehen.

GAP – Viele hatten gar nicht mehr mit einem Einsatz von Lubor Dibelka gerechnet in dieser Saison. Doch im siebten Spiel des Viertelfinales kam er nach längerer Verletzungspause zurück. Er bestritt alle Semifinalspiele und auch alle Endspiele. Am Ende einer langen Saison hat sich Eishockey News mit Dibelka unterhalten.

Vor ein paar Wochen haben Sie gesagt, dass Sie nicht wieder nach einem Finale zuschauen wollen, wie die gegnerische Mannschaft feiert und dann den Pokal in den Händen hält. Wie in den beiden vergangenen Jahren, als Sie immer in der DEL mit Wolfsburg gegen München den Kürzeren gezogen haben. Nun mit dem SC Riessersee gegen die Bietigheim Steelers.

Lubor Dibelka: „Ja, zumindest ging die Zeremonie nach dem Ende nun ein wenig schneller. Aber es ist bitter, wenn Du ein Finale verlierst. Klar, dass jeder gewinnen will, aber ich habe gedacht, dieses Jahr wird es anders werden.“

Wenn man alle fünf Finalspiele gegen die Steelers anschaut, war waren die entscheidenden Momente, dass der Titel ins Ellentag ging?

Dibelka: „So wie wir im zweiten Drittel gespielt haben, das war richtig stark. Da habe ich von Anfang an gemerkt, dass das Spiel nicht schiefgehen wird. Da haben wir die richtige Reaktion gezeigt. Wir waren ja schließlich auch im Viertel- und im Halbfinale im Rückstand. Ich habe gehofft, dass es im Finale auch so laufen würde. Doch das ist nicht passiert. Die Bietigheimer sind eine clevere Mannschaft, die schon sehr lange zusammen spielt. Die haben ihre Chancen eiskalt ausgenutzt. Wir hatten genug Chancen auf unserer Seite, aber wir sind nicht so richtig vor das Tor gekommen. So war der Sieg der Steelers am Ende auch verdient.“

Florian Vollmer war heute krank, so dass sie wieder mit Andreas Driendl und Richard Mueller zusammen gespielt haben?

Dibelka: „Es war schade, dass Flori Vollmer nicht spielen konnte. Ich hatte vor dem Spiel gedacht, dass wir das so machen würden wie in der Hauptrunde zusammen mit Driendl und Mueller, dass wir auch das Spiel entscheiden würden. In den Spielen zuvor hatte das ja nicht mehr so geklappt und dann hatte der Trainer zurecht etwas geändert. Aber leider hat das nicht geklappt.“

Trotzdem war es eine tolle Saison mit Rang zwei?

Dibelka: „Natürlich war die Saison sensationell. Wir hätten nie gedacht, dass wir Erster nach der Vorrunde sein würden. Ich bin stolz auf die Leitung der Mannschaft.“

Bekommt die Silbermedaille einen besonderen Platz?

Dibelka: „Die kommt zu meinem Sohn ins Zimmer. Da hängen auch die anderen beiden aus der DEL.“

von Titus Fischer

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