Heimniederlage und Auswärtssieg

SC Riessersee steht auf Tabellenplatz 4

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Daniel Fießinger konnte die Niederlage im Heimspiel nicht verhindern.

GAP – Der SC Riessersee hat am vergangenen Wochenende drei Punkte gegen zwei Topteams der Liga geholt. Der 2:3-Heimniederlage gegen die Starbulls Rosenheim folgte ein 3:2-Auswärtssieg in Peiting.

Gegen Rosenheim feierten nach langer Verletzungspause Uli Maurer und Hagen Kaisler ihr Comeback. Die 2099 Zuschauer im Olympia-Eissportzentrum bekamen von Anfang an ein temporeiches Derby geliefert. Im ersten Spielabschnitt hatten beide Mannschaften in verschiedenen Situationen die Führung auf dem Schläger, die besten Chancen für die Garmischer hatten Tobi und Andi Eder, die heute neben Emil Quaas vom Kooperationspartner Red Bull München aufliefen. Auch Mike Glemser hätte die Hausherren in der 14. Minute mit einer sehenswerten Möglichkeit in Führung bringen können, doch beide Torhüter Lukas Steinhauer und Daniel Fießinger machten im ersten Spielabschnitt einen hervorragenden Job. So ging es torlos in die erste Drittelpause.Im Mittelabschnitt spielten beide Mannschaften weiter nach vorne, aber auch die jeweiligen Defensivabteilungen machten an diesem Abend einen guten Job. In der 36. Minute war es dann aber endlich soweit. Mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielte Uli Maurer das lang ersehnte 1:0 auf Zuspiel von Emil Quaas und Florian Vollmer. Dies war auch gleichzeitig der Spielstand nach dem Mitteldrittel. Im Schlussabschnitt war es dann erneut die in der Pause trainierte Überzahl, die den SCR mit 2:0 in Front brachte. Tobi Eder löffelte Goalie Steinhauer die Scheibe durch die Schoner. Direkt im Anschluss hätte Uli Maurer für die Vorentscheidung sorgen können, doch im Gegenzug war es dann „Oldie“ Dusan Frosch, der die Rosenheimer wieder ins Spiel zurück brachte. Auch danach hätten die Weiß-Blauen durch Gabriel Federolf und Martin Naenfeldt wieder den alten Abstand herstellen können, doch das Tor erzielten die Rosenheimer. Tom Pauker machte den Ausgleich und nur knapp eine Minute später war es erneut Dusan Frosch, der die Gäste auf die Siegerstraße brachte und das Endergebnis herstellte. „Wir hatten die Möglichkeit, das Spiel im dritten Drittel zu gewinnen. Dann haben wir dem Gegner durch ein unglückliches Tor die Chance gegeben, die haben sie dann genutzt. Das müssen wir dann cleverer spielen. es war ein top Oberligaspiel, wie auch das erste in Rosenheim. Ich kann nicht jammern, die Jungs haben gekämpft und gearbeitet“, sagte SCR-Trainer Toni Söderholm.

Zwei Tage später hatten die Werdenfelser dann das bessere Ende für sich. Nach der schmerzlichen Derbyniederlage gegen Rosenheim wollten die Weiß-Blauen etwas gut machen und sie legten los wie die Feuerwehr. Es waren gerade einmal 95 Sekunden gespielt und Victor Östling netzte zur frühen Riesserseer Führung ein. Der Ex-Riesserseer Anton Saal dezimierte beide Teams gleichzeitig, in dem er Gabriel Federolf hart checkte und der SCR-Verteidiger wurde benommen in die Kabine geführt. Schiedsrichter Altmann zog die Konsequenz aus der unglücklichen Kollision und schickte den Peitinger Mittelstürmer vorzeitig zum duschen.

In den Mittelabschnitt starteten die Garmisch-Partenkirchner wieder flott, dieses Mal dauerte es nur 77 Sekunden und Philipp Wachter brachte die Hartgummischeibe im Peitinger Tor zum 2:0 unter. In der vergangenen Saison hatte er auch einige Begegnungen für den ECP in der Oberliga bestritten.

Nun war es Wachters erster Saisontreffer, der in dieser Saison als Verteidiger ran muss. Milan Kostourek verkürzte in der 25. Minute auf 1:2 und brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Nach dem Anschluss bekam SCR-Goalie Kevin Reich mehr Schüsse auf sein Gehäuse und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Für eine kleine Vorentscheidung sorgte Martin Naenfeld zehn Minuten vor Schluss, der einen perfekt vorgetragenen Spielzug zum 3:1 vollendete. Doch noch war das Spiel nicht durch. Die Gastgeber verkürzten 4:35 Minuten vor dem Ende auf 2:3 und machten es noch einmal spannend. Zwei Strafzeiten bremsten dann den Peitinger Schlussangriff aus, so dass der SCR bei eigener Überzahl die drei Punkte einfahren konnte.

„Wir haben ordentlich gespielt, die Jungs haben die meisten taktischen Vorgaben auf dem Eis umgesetzt. Das freut einen Trainer jedesmal. Unser Torwart war stark. Die Jungs haben zusammen gekämpft und eine Antwort gegeben. Bei den zahlreichen Riessersee Fans die hier waren möchte ich mich noch herzlich bedanken, wir wurden wieder super unterstützt“, war Söderholm zufrieden. Sein Team steht in der Tabelle weiterhin auf Rang vier.

Am Freitag gastieren die Werdenfelser um 20 Uhr bei den Selber Wölfen, die in der Tabelle auf Rang neun.

von Titus Fischer

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