Am Sonntag kommen die Dresdner Eislöwen zum Familientag

Derbyzeit in Bad Tölz

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Am Sonntag ist Tim Richter (Mitte) mit dem SC Riessersee gegen Dresden gefordert.

GAP – Der SC Riessersee hat sich durch acht Siege in den letzten zehn Punktspielen eine hervorragende Ausgangsposition für das direkte Erreichen der Play-offs geschaffen.

Aktuell stehen die Weiß-Blauen gesichert auf dem zweiten Tabellenplatz. In der bisherigen Saison standen die Werdenfelser stets unter den Top-Sieben und haben sich in den letzten Wochen Schritt für Schritt nach oben gearbeitet. Mit Richie Mueller, Andi Driendl und Lubor Dibelka stellt der SC Riessersee eine der torgefährlichsten Sturmreihen der gesamten Liga, zusammen haben die drei schon 65 mal in des Gegners Tor getroffen.

Am diesem Wochenende stehen zwei Vergleiche an, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Am heutigen Freitag kommt es zur vierten Auflage des Oberlandderby’s in Bad Tölz. „Wir haben vom letzten Spiel in Bad Tölz noch eine kleine Rechnung offen und möchten das Auswärtsspiel unbedingt gewinnen. Derbys haben ihre eigenen Gesetze und jetzt haben wir eine neue Konstellation. Tölz hat auf dem Transfermarkt nachgelegt und sich gezielt verstärkt. Mit Rämö im Tor und mit Casey Borer einen Verteidiger der schon in der NHL gespielt hat“, sagt der sportliche Leiter Tim Regan. Das erste Aufeinandertreffen in der Kurstadt endete mit einer klaren 3:7-Niederlage aus Sicht des SC Riessersee. Daheim hingegen behielten die Werdenfelser zweimal klar die Oberhand: Sie gewannen mit 9:4 und 6:1. Zurück bei den Löwen ist Johannes Huss. Der geborene Tölzer hat einen Vertrag bei den Buam unterschrieben. Mit der Düsseldorfer EG wurde vereinbart, dass Johannes Huss sicher bis 19. Februar bei den Löwen bleibt. Damit unterstützt er Rick Boehm und sein Team vorerst in bestenfalls sieben Partien. „In der Heimat ist es immer am Schönsten. Ich kenne das Umfeld, die meisten Spieler und bin daheim bei meiner Familie. Ist auf jeden Fall sehr sehr positiv, dass ich bei Tölz bin und nicht irgendwo anders, wo ich keinen kenne“, freut sich Huss über die Möglichkeit. Nur absolut minimale Kosten kommen auf die Tölzer Löwen für die Lizenzierung zu. Es ist eine Win-Win-Situation für alle Parteien. „Spielpraxis ist natürlich enorm wichtig - vor allem für junge Spieler. Das Blöde war, dass ich am Anfang der Saison lange wegen meinem Knie ausgefallen bin und deswegen hatte ich in den letzten Spielen auch nicht so viel Eiszeit. Deswegen kommt Tölz gerade recht, um richtig viele Spiele zu machen“, erklärt Huss. Der 19-jährige, der sowohl Stürmer, als auch Verteidiger spielen kann wird schon beim Derby sein Saisondebüt geben. „Als ich gehört habe, dass ich am Freitag direkt spiele, habe ich gleich geschaut gegen wen. Dann habe ich gesehen: Derby gegen Garmisch. Ist natürlich etwas ganz Spezielles und ich freu mich brutal drauf und hoffe, dass wir da die drei Punkte in Tölz behalten.“ Im Vorfeld hatte es einige Diskussionen über die Spielberechtigung für Huss gegeben. Geschäftsführer Christian Donbeck bezog klar Stellung: „Wir werden nicht in der Liga bei irgendjemandem um Erlaubnis fragen, ob wir einen Spieler verpflichten dürfen oder nicht. Ich bin dafür da, dass ich für Bad Tölz die besten Spieler verpflichte und genauso ist das hier der Fall. Es gab bei dieser Verpflichtung genau drei Ansprechpartner: Bad Tölz, Düsseldorf und Johannes Huss. Ich muss bei niemandem um Erlaubnis fragen, wenn ich einen Spieler verpflichten möchte. Das gebe ich hiermit ganz klar zum Ausdruck.“

Am Sonntag steht für den SC Riessersee das Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen um 17 Uhr auf dem Programm. Dresden kommt mit einer durchwachsenen Bilanz aus den letzten zehn Begegnungen nach Garmisch-Partenkirchen. Vier Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber, die das Team der Eislöwen nun auf den achten Tabellenplatz gebracht hat. Anlässlich dieses Spiels belebt der SC Riessersee wieder den beliebten Familientag, mit vergünstigten Eintrittspreisen für Frauen und Kinder. Frauen bezahlen auf allen Plätzen (außer die Blöcke A/I und VIP-Tickets) nur zehn Euro, Kinder nur fünf Euro. Nach dem Spiel gibt die Mannschaft von Trainer Toni Söderholm eine Autogrammstunde und bereits in der zweiten Drittelpause kommt es zum beliebten Puckwerfen.

Um längere Wartezeiten an der Abendkasse zu vermeiden, hat die Stadionkasse bereits am Sonntag ab 11 Uhr durchgehend bis Spielbeginn geöffnet.

von Titus Fischer

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