Richard Mueller und Lubor Dibelka wieder dabei

SC Riessersee will Rang zwei verteidigen

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Jakob Mayenschein (re.) trifft mit dem SC Riessersee am Sonntag auf Bad Nauheim.

GAP – Am Mittwoch ging es wieder los, da stieg die Mannschaft des SC Riessersee wieder in das Training im Olympia-Eissportzentrum ein. Die Jungs von Trainer Toni Söderholm hatten nach dem Spielemarathon, sechs Spiele innerhalb von nur 13 Tagen, zwei freie Tage nach dem Heimspiel gegen Frankfurt bitter nötig.

„Die Regeneration war jetzt wichtig, damit sich unsere kranken Spieler erholen konnten. Richie Mueller, Lubor Dibelka und Michael Rimbeck sind wieder im Training und ich hoffe, dass sie am Wochenende auch wieder spielen. Stephan Wilhelm hat es jetzt allerdings erwischt und er ist fraglich. Aber die harte Spielphase ist jetzt erstmal vorbei und wir kommen jetzt wieder in den normalen Rhythmus. Im Training haben wir Vollgas gegeben und wir sind bereit, am Wochenende wieder um die Punkte zu kämpfen“, betont Söderholm.

Der Spielemarathon war indes für die Weiß-Blauen sehr erfolgreich, immerhin gab es fünf Siege bei nur einer Niederlage und die setzte es beim Tabellenführer Bietigheim. Ansonsten wurde alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Das letzte Ausrufezeichen gab es bei der Galavorstellung gegen die Löwen Frankfurt im direkten Duell um den zweiten Tabellenplatz, den jetzt der SC Riessersee nach dem 6:3-Erfolg innehat. Dieser soll nun verteidigt werden.

Am Freitagabend steht zum zweiten Mal in dieser Saison die weite Auswärtsreise nach Weißwasser auf dem Plan. Das erste Spiel in der Lausitz gewann der SC Riessersee mit 5:2 und den zweiten Vergleich in Garmisch-Partenkirchen entschieden die Ostsachsen mit 3:2 nach Penaltyschießen für sich. Das Spiel Anfang Dezember war gleichzeitig die erste Partie unter Robert Hoffmann. Der bisherige Co-Trainer war kurzfristig als Chef eingesprungen, da Trainer Hannu Järvenpää die Füchse verlassen hat und zu Alba Volan in die Erste Bank Eishockey Liga gewechselt war. Inzwischen ist Hoffmann zum Cheftrainer aufgestiegen.

Doch bei den Füchsen läuft es nicht. Die 2:6-Niederlage am Sonntag in Ravensburg war das vierte Spiel in Folge, das verloren wurde. Der letzte Dreier ist schon fast einen Monat her: Am 15. Dezember siegten die Sachsen in Kaufbeuren mit 5:3. Damit stehen die Lausitzer in der Tabelle auf Rang zwölf. Die Play-offs sind schon fast nicht mehr erreichbar, bei einem Punkterückstand von zwölf Zählern auf Rang zehn bei noch 18 ausstehenden Spielen müsste schon eine Aufholjagd gestartet werden, um die Abstiegsrunde zu vermeiden.

Eishockey hat auch in Weißwasser, wie in Garmisch-Partenkirchen, eine große Tradition. Erst im Dezember feierten die Füchse ihren 85. Geburtstag.Und noch etwas verbindet beide Teams: Zuletzt waren auch die Füchse von einem Virus befallen. Nun scheinen alle Akteure wieder gesund zu sein.

Für den SCR kommt es zum Wiedersehen mit Roope Ranta. Ende November 2016 war der Finne aus der Lausitz zum SC Riessersee gewechselt. Im November 2017 kehrte der Publikumsliebling wieder nach Weißwasser zurück. Der 29-Jährige stand zuvor beim schwedischen Zweitligisten Oskarshamn unter Vertrag. Nach nur elf Einsätzen und vier Assists wurde die Vereinbarung aber aufgelöst. In seiner Zeit im Trikot der Füchse gelangen dem Finnen neun Tore und 13 Vorlagen in 15 Partien. Beim SC Riessersee sammelte er weitere 35 Punkte. Damit landete Ranta am Ende der Hauptrunde auf Platz vier der Top-Scorer der DEL2. Im November 2016 hatten sich die Werdenfelser von Ryan McDonough (der in 14 Punktspielen kein einziges Tor schoss) getrennt und Ranta verpflichtet. Ranta war erst vier Tage vor Saisonbeginn 2016/17 nach Weißwasser gekommen, da sich dort Jeff Hayes im Gesicht schwer verletzt hatte. Er kam aus der zweiten Liga Finnlands. In der Saison zuvor spielte der Stürmer für Mikkelin Jukurit und wurde mit seinem Team Meister. In 65 Partien kam er auf 28 Tore und gab 51 Vorlagen. Auch in dieser Saison zeigte Ranta bei den Füchsen, dass er ein guter Skorer ist: In 18 Spielen brachte es auf zehn Treffer und zehn Assists. Los geht’s im Fuchsbau heute Abend um 19.30 Uhr.

Am Sonntag steht dann das Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim in Garmisch-Partenkirchen auf dem Programm. Die Roten Teufel kämpfen wie die Füchse um einen Platz unter den Top 10. Den haben die Hessen derzeit inne.

Das Olympia-Eissportzentrum hat sich in dieser Saison wieder zu einer Festung entwickelt, 17 Heimspiele wurden bislang ausgetragen und 14 Mal konnte der SCR das Eis als Sieger verlassen. Es gab nur ein Spiel in dem die Werdenfelser nicht punkten konnten und das war am 8.Oktober 2017 gegen den amtierenden Meister Frankfurt bei der 2:8-Niederlage. Die Revanche folgte vergangenen Sonntag, hier konnten die Löwen mit 6:3 gezähmt werden. Der Zuschauerzuspruch freut auch die Verantwortlichen „In den letzten vier Heimspielen hatten wir fast 15000 Zuschauer und die Stimmung war phantastisch. Die Stimmung ist vom Eis auf die Ränge und umgekehrt übergeschwappt. Das gab unseren Jungs nochmal ein paar extra Körner, die wichtig sind um auch ein knappes Spiel für sich zu entscheiden. Hier möchte ich mich bei unseren Fans für die tolle Unterstützung bedanken“, sagt der sportliche Leiter Tim Regan. Ab 11 Uhr können am Stadion Karten für das Spiel gegen den Tabellenzehnten erworben werden. Los geht’s um 17 Uhr.

von Titus Fischer

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