Die Fans jubelten

Zwei Siege für den SC Riessersee

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Zwei Siege durfte der SC Riessersee am vergangenen Wochenende bejubeln.

Der SC Riessersee ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nachdem die Mannschaft zuvor in vier Spielen dreimal leer ausging, feierte sie nun zwei Siege: Mit 5:0 wurden die Memminger Indians im heimischen Olympia-Eissportzentrum besiegt, ehe es einen 3:2-Auswärtserfolg in oberbayerischen Derby bei den Starbulls Rosenheim zu bejubeln gab.

Deutlicher Heimsieg gegen Memmingen 

Im Duell des Tabellenachten gegen den -dritten konnte SCR-Trainer George Kink auf die Münchner Förderlizenzspieler Luca Zitterbart, Daniel Fießinger und Dennis Lobach zurückgreifen. Außerdem stand Quirin Bader aus dem U20-Team der Werdenfesler im 17-köpfigen Aufgebot, im Gegensatz zu Christoph Frankenberg, Jakob Heigl, Daniel und Luca Allavena – das Quartett fehlte krankheitsbedingt. Von Beginn an merkte man den Werdenfelsern an, dass sie vor den eigenen Fans den mauen Auftritt gegen Höchstadt am Sonntag zuvor wieder gut machen wollten. Einsatz, Leidenschaft und Wille stimmten, sodass die Weiß-Blauen in einem schnellen ersten Drittel nach exakt 11:44 Minuten verdientermaßen in Führung gingen. Im zweiten Abschnitt dauerte es nur 56 Sekunden, ehe Luca Zitterbart einen Schuss von Emil Quaas unhaltbar zum 2:0 abfälschte. In der Folge sahen die 1.493 Zuschauer eine ansehnliche Partie, allerdings ohne Tore. Dies änderte sich in der 35. Spielminute, als Jannik Woidtke Calder Brooks auf die Reise schickte, der das 3:0 für die Werdenfelser erzielen konnte. Der Fanjubel war noch nicht verstummt, als Youngster Quirin Bader zwei Memminger ausspielte und Dennis Lobach mustergültig bediente, der die Scheibe zum 4:0-Pausenstand versenkte. Auch in den letzten 20 Minuten bestimmten die Garmisch-Partenkirchner das Spielgeschehen. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis Eetu-Ville Arkiomaa seine Klasse aufblitzen ließ und mit einem starken Solo das 5:0 in der 55. Minuten erzielte. Es blieb bei einem hochverdienten 5:0-Heimsieg gegen die Memminger Indians.

Umkämpftes Spiel gegen Rosenheim 

Und das Team von Kink sollte am Sonntag in Rosenheim nachlegen. Die Liste der fehlenden Spieler wurde im Derby noch länger: Christoph Frankenberg, die Allavenazwillinge Daniel und Luca, Jakob Heigl, Lorenz Mittermaier, die langzeitverletzten Victor Östling und Moritz Miguez, sowie nach dem Warmup auch noch Uli Maurer. So standen lediglich 14 Feldspieler im Kader der Weiß-Blauen. Als Luca Zitterbart in der vierten Spielminute in der Kühlbox eine Strafe verbüßte, erzielte Joshua Mitchell nach exakt 21 Sekunden im Powerplay das 1:0 für die Starbulls. Gerade als der SCR besser in die Partie kam und Chancen durch Ehliz, Anton Radu und Brooks erspielte, nutze Alex Höller eine Unsortiertheit in der Gästeabwehr zum 2:0. Der SCR war in der Folge bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch sowohl Aziz Ehliz als auch Phillip Wachter konnten den Puck nicht im Kasten unterbringen. Zu Beginn des Mitteldrittels setzte Aziz Ehliz das erste Ausrufezeichen aus Sicht der Gäste. Der Stürmer siegte im Faustkampf gegen seinen Rosenheimer Kontrahenten Enrico Henriquez. In der Folge kamen die Starbulls jedoch besser in die Partie, waren bissiger und gewillter als der SCR. In der größten Drangphase der Rosenheimer vollendete Tobi Kircher eine sehenswerte Kombination über Florian Vollmer und Dennis Lobach zum Anschlusstreffer. Die Werdenfelser wussten jedoch ihre Vorteile schließlich in diesem Drittel nicht mehr zu nutzen - so ging es mit einer knappen 2:1 Führung für Rosenheim zum zweiten Mal in die Kabine. Zu Beginn der letzten 20 Minuten hatte der SCR 1:14 Minute doppelte Überzahl und durch Luca Zitterbart die beste Chance auf den Ausgleich, es blieb jedoch beim knappen Rückstand. Erst in der 48. Spielminute glich der SCR durch eine schöne Direktabnahme von Eetu-Ville Arkiomaa zum 2:2 aus. Der SCR wurde nun bissiger und mit jeder Minute spielbestimmender. Gerade als die Werdenfelser die Spielkontrolle übernahmen, musste Calder Brooks auf die Strafbank, so ging es mit einem 2:2 in die Overtime. In dieser dauerte es 3:43 Minuten, ehe Emil Quaas die Werdenfelser erlöste und den 3:2-Siegtreffer erzielte. "Ich bin froh, dass wir den Rückstand aufholen konnten und uns ein starker Daniel Fießinger im Spiel gehalten hat", kommentierte Trainer Kink unter anderem das Spiel.

Weiter geht es für die Werdenfelser am kommenden Freitag mit dem Heimspiel gegen die Eisbären Regensburg.  Titus Fischer

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