Die Ketchupflasche ist aufgegangen

11:3-Heimsieg des ESVK gegen die Bayreuth Tigers

Verteidiger Jan Pavlu vom ESVK.
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Verteidiger Jan Pavlu brachte es in der laufenden Saison auf vier Tore und sechs Vorlagen.
  • Thomas Schreiber
    VonThomas Schreiber
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Kaufbeuren – Der klare 11:3-Heimsieg gegen die Bayreuth Tigers am Dienstagabend war für den ESV Kaufbeuren wie ein kleiner Befreiungsschlag. Während die Joker in den vergangenen Spielen jeweils eine Vielzahl von Torchancen benötigten, um einen Treffer zu erzielen, war diesmal der oft zitierte Ketchupflaschen-Effekt eingetreten.

Aus 30 Torschüssen elf Treffer zu erzielen, ist schon sehr Effizient. Trotz der überragenden Quote hatte Michael Kreitl am Dienstag gegenüber ESVK-TV bestätigt, dass man sich mit einem ausländischen Stürmer weitgehend einig sei. Ferner ging der Geschäftsführer dabei noch einmal auf den derzeit schwierigen Spielermarkt ein. „Der Markt ist seit Wochen wie leergefegt und die Preise für neue Spieler sind ungewöhnlich hoch. Wo man einst in dieser Zeit vor Transferschluss noch ein Schnäppchen machen konnte, herrscht nun sogar Preistreiberei. Jeder ist praktisch auf der Suche, um seine Mannschaft noch zu verbessern, das erhöht natürlich auch den Preis“, beschreibt Kreitl die aktuelle Situation. Nach eigenen Angaben sei sich der ESVK bereits im Vorfeld mit Spielern nahezu einig gewesen. Diese seien dann jedoch kurzfristig wieder abgesprungen. Für Kreitl gestaltet sich die Suche nach Verstärkungen daher wie ein Puzzlespiel, da der Verein insgesamt pro Saison nur sechs Ausländerlizenzen zur Verfügung hat.

Eine Rückkehr von Stefan Vajs hält der sportliche Leiter nicht für ausgeschlossen, da bei ihm mit einer Ausfallzeit von sechs bis acht Wochen gerechnet würde. In Anbetracht dessen dürfte der zweistellige Heimsieg gegen Bayreuth wie Balsam auf die Seele gewesen sein. Doch nicht die als Torjäger verpflichteten Stürmer waren diesmal der Matchwinner, sondern allen voran die Brüder Philipp und Johannes Krauß mit je zwei Toren und einer Vorlage. Ebenso Verteidiger Jan Pavlu, der ebenfalls zwei Treffer erzielte und noch drei weitere Vorlagen gab. „Die Freude in der Familie waren schon sehr groß“, beschreibt Philipp Krauß diesen außergewöhnlichen Abend für ihn und seinen Bruder.

„Jede Umstellung bringt neue Impulse“

Ob dabei die Umstellungen der Sturmreihen den ausschlaggebenden Effekt gebracht haben, wollte der 20-Jährige nicht ausschließen. „Jede Umstellung bringt neue Impulse und wenn es nicht läuft, muss der Trainer handeln“, sagt der Mittelstürmer. Er sorgte in diesem Spiel zusammen mit John Lammers und Markus Schweiger für insgesamt sieben Skorerpunkte. „Natürlich würden wir so eine Leistung gerne Woche für Woche über 60 Minuten bestätigen, doch die Liga ist inzwischen so ausgeglichen, dass oft Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden“, sagt der Stürmer. Er hatte erst eine Woche zuvor die Auszeichnung zum Rookie des Monats Dezember erhalten (wir berichteten).

Eine solide Saison spielt bisher Pavlu, für den diese Partie wohl der bisherige Höhepunkt in dieser Saison gewesen sein dürfte. „Das war natürlich ein toller Abend für mich, aber noch wichtiger war die Bestätigung für die ganze Mannschaft“, sagte der gebürtige Südtiroler. Der Verteidiger freue sich, dass er nun auch in Überzahl das Vertrauen vom Trainer bekam. „Der Puck läuft im Powerplay oft sehr gut, doch es fehlt uns die letzte Entschlossenheit vor dem Tor und das Glück im Abschluss. Deshalb müssen wir uns dann an den Ergebnissen daraus auch messen lassen“, so Pavlu. Er hoffe, dass die Mannschaft durch diesen Sieg wieder neues Selbstvertrauen schöpft.

Dabei wird die Heimpartie am Sonntag um 17 Uhr gegen Selb zu einer Pflichtaufgabe, will die Mannschaft ihre Teilnahme an den Play-Offs weiter im Blick behalten. Zwei Heimspiele stehen auch für die DNL-Mannschaft des ESV Kaufbeuren auf dem Programm. Am Samstag um 17 Uhr, sowie am Sonntag um 10.30 Uhr ist der Krefelder EV zu Gast in der erdgas-schwaben-arena.

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