1500 Kilometer bis zur WM

So unterschiedlich wurde die Partie Deutschland – Schweden verfolgt

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Roman Slobodjanikov hält stolz seine Eintrittskarte vom WM-Spiel zwischen Spanien und Marokko in den Händen.

Russland/Kaufbeuren – Deutschland ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland knapp einer Blamage entgangen. Der 2:1-Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden sorgte für zahlreiche Begeisterungsstürme. Allerdings mussten die Fans bis kurz vor Schluss zittern.

Für Maximilian Nieberle vom BSK Olympia Neugablonz habe Deutschland am Ende verdient gewonnen. „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, obwohl wir unglücklich mit 0:1 in Rückstand geraten sind.“ Aus seiner Sicht hätte man aber den Elfmeter für Schweden geben müssen. Kritisch merkt er an, dass das DFB-Team zwar die zweite Hälfte dominiert habe, doch letztendlich die Ideen zum Torerfolg gefehlt haben. Anders als noch gegen Mexiko überzeugten Jogis Jungs diesmal auch den 20-Jährigen. „Das war um einiges besser. Ich glaube schon, dass jetzt wieder alles möglich ist. Deutschland ist eine Turniermannschaft. Sie haben den Ernst der Lage wohl begriffen.“

Es gibt aber auch viele, die das WM-Fieber immer noch nicht gepackt hat und nicht vom Fußballvirus infiziert sind. Dazu gehört Markus Lang. Der Inhaber des Sugrib Gym aus Kaufbeuren schaute sich die letzten zwei Minuten noch beim Eisessen an. „Ich bin kein Fußballgucker. Wenn Deutschland ins Finale kommen sollte, dann schaue ich mir das ganze Spiel an“, witzelt der Dösinger, der sich dem ganzen Hype um die Weltmeisterschaft entzieht. 

Mittendrin ist dagegen Roman Slobodjanikov. Der Kaufbeurer fuhr mit Freunden 16 Stunden und knapp 1500 Autokilometer, um das Spektakel hautnah in Kaliningrad zu verfolgen. Auf einer der vielen Fanmeilen schaute er sich den Sieg der Deutschen an. „Es sind hier viele Nationen beisammen und alles verläuft hier sehr friedlich“, gibt er im Kreisbote-Gespräch seine Eindrücke wieder. „Das muss man einfach erlebt haben. Die Russen feiern ihr eigenes Sommermärchen“, ist die Stimmung nach dem zweiten Gruppensieg natürlich fantastisch. Sein ganz persönlicher Höhepunkt war das Vorrundenspiel zwischen Spanien und Marokko, das er hautnah im Kaliningrad Stadion verfolgte.

von Stefan Günter

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