Entscheidung um den Klassenerhalt erst gegen Heilbronn

Joker verlieren gegen Nauheim

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ESVK-Trainer Juha Nokelainen wollte das Duell durch Überzahlspiel noch herumreißen.

Kaufbeuren – Eigentlich war vor Beginn des sechsten Spiels in der Serie gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim die Stimmung unter den ESVK-Fans relativ zuversichtlich. Wurden doch beide bisherigen Heimspiele mit 6:3 und 7:4 Toren deutlich gewonnen und auswärts gab es nur eine klare Niederlage.

Die anderen beiden Spiele endeten unglücklich mit einer Niederlage in der Verlängerung und das letzte mit einem Eigentor und damit mit dem Endergebnis von 1:0. Deshalb hofften die vielen Jokeranhänger unter den 2078 Zuschauern am Mittwochabend in der Sparkassen Arena auf einen weiteren Heimsieg der Joker und nachfolgend ein positives Ergebnis am dann finalen siebten Match am Freitag in Nauheim. 

Rote Teufel dominierten 

Diese Erwartungshaltung der Anhängerschaft des ESVK wurde aber schnell gedämpft. Anfangs spielten beide Teams eher verhalten und wollten keine Fehler riskieren. Doch schon nach fünf Minuten nahmen die Gäste das Spiel in die Hand und schnürten die Kaufbeurer in ihrem Drittel ein. 

Bei einem der wenigen Konter bekamen die Joker nach einem Foulspiel der Nauheimer einen Penalty zugesprochen, den aber Jordan Knackstedt nicht verwandeln konnte. Besser machte es sein Landsmann Josh Lunden, der in der 12. Minute die Führung für den ESVK erzielte. Trotzdem übten die Gäste weiterhin gehörigen Druck auf das von Stefan Vajs gehütete Gehäuse aus. Folglich fielen im ersten Drittel dann noch zwei Treffer für die Gäste. 

Den besseren Start ins zweite Drittel erwischen aber die Joker. Nach einem sehenswerten Solo durch drei Gästespieler scheiterte Josh Lunden am Gästetorhüter, doch Jordan Knackstedt traf im Nachschuss unter dem Jubel der Fans zum 2:2 Ausgleich. Aber wie auch in den letzten Spielen haben die Kaufbeurer ein mentales Problem im zweiten Spielabschnitt. So auch am Mittwoch, als die Nauheimer mit drei Toren innerhalb sieben Minuten auf 2:5 davonzogen, so eine gewisse Vorentscheidung trafen und dadurch die Luft aus dem Spiel nahmen. 

Ein Hoffnungsschimmer weckte das dritte Kaufbeurer Tor durch Tim Richter nach 52 Minuten. Mitten in der Toransage des Stadionsprechers fiel das 3:6 durch die Roten Teufel, was auch die Niederlage der Kaufbeurer besiegelte. Zwar versuchte Trainer Juha Nokelainen bei der letzten Strafzeit der Gäste knapp sieben Minuten vor Ende der Partie durch die Herausnahme des Torhüters mit zwei Feldspielern mehr auf dem Eis den Anschluss zu erzwingen, doch das Überzahlspiel war absolut uneffektiv. 

Dies war auch der Schlüssel zur Heimniederlage, denn nur vier Strafminuten gegen den ESVK standen deren zwölf gegen die Roten Teufel gegenüber, was von den Jokern nicht ausgenutzt wurde. Beim ESVK fehlte Verteidiger Martin Heider, diese Lücke füllte der sehr positiv auffallende junge Verteidiger Denis Pfaffengut. 

Beim ESVK hatte die erste Reihe mit Fröhlich, Menge und Schmidle einen ganz schwachen Auftritt. Dagegen sorgten die anderen Reihen, allen voran die zweite mit Lunden, Oppolzer und Knackstedt für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse. Alles in Allem ein verdienter Sieg der Roten Teufel, der schon aufgrund ihrer ersten, spielstarken Reihe berechtigt war. Für die Nauheimer geht es nach dem vierten Sieg im sechsten PlayDown-Duell nun in die Sommerpause. 

Für den ESVK bleibt es weiterhin ernst. Nach gut einer Woche Pause geht es am Donnerstag, den 2. April zu den Heilbronner Falken. In dieser ebenfalls maximal sieben Spiele umfassenden Serie braucht ein Team vier Siege, um dem Abstieg in die Oberliga zu entgehen. Das nächste Heimspiel der Joker ist dann am Ostersamstag, den 4. April.

von Werner Mayr

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