Der TVN feiert den 60. Geburtstag seiner Turnhalle

Auf die nächsten 60 Jahre!

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Der Vorsitzende des TVN, Jürgen Feldmeier, mit einer Reihe der langjährigsten TVN-Mitglieder (von links): Heinz Klier, Werner Warta, Walter Posselt, Jürgen Feldmeier, Walter Roscha, Joe Effenberger, Hans-Jörg Gärtner, Dieter Berger. Im Hintergrund die hohen Südfenster des „Geburtstagskindes“.

Kaufbeuren – 60 Jahre gibt es sie schon, die Turnhalle in Neugablonz. So manchem Erfolg, Anstrengung und Schweiß hat das Gebäude in diesem Zeitraum Platz geboten. Grund genug für den TVN, das Jubiläum mit einem eigenem Festakt zu begehen und auf bewegte Jahrzehnte zurückzublicken.

Obwohl im WM-Viertelfinale Deutschland gegen Frankreich spielen sollte, waren am 4. Juli fast alle der geladenen TVN-Funktionäre, Übungsleiter und Ehrenmitglieder zum Umtrunk anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Neugablonzer Turnhalle in die Turnhallengaststätte gekommen. Da es aber gleichzeitig der 60. Jahrestag des „Wunders von Bern“ war, sollten die Getreuen nicht unter Fußballentzug leiden müssen und durften das Spiel zumindest am stumm geschalteten Großbildschirm verfolgen. Die Stadtspitze hatte sich wegen zwingender anderer Verpflichtungen entschuldigen lassen und so überbrachte an ihrer Stelle Stadtrat Otto Richard Zobel vom Schul-, Kultur- und Sport-Ausschuss die Glückwünsche der Stadt. Auch die anwesenden Stadträtinnen Sylwia Pohl und Ulrike Seifert ließen es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. 

In seiner „Geburtstagsansprache“ fasste Jürgen Feldmeier, der Vorsitzende des Turnvereins Neugablonz, noch einmal die Baugeschichte der „ersten sudetendeutschen Turnhalle in der Bundesrepublik“ zusammen und würdigte die Verdienste der Männer, die im Bauausschuss mitgearbeitet haben (wir berichteten). Die für den dritten Bauabschnitt, die Festhalle, gesammelten Gelder flossen, als die Festhalle dann doch nicht gebaut wurde, in die Errichtung des Neugablonzer Schwimmbades. 1981 erfolgten der Umbau der Turnhalle in ihre heutige Form und die Modernisierung der Gaststätte. 2007/2008 musste die Halle erneut an moderne Erfordernisse angepasst werden. Weitere Sanierungen stehen an. 

Die Turnhalle ist im Turnverein Neugablonz die Grundlage für Meisterschaftstrainings und einen erfolgreichen Breitensportbetrieb. Darüber hinaus bedeutet sie eine enorme Entlastung für die übrigen Kaufbeurer Sportstätten. Sie beher- bergt den Polizeisport und die Leutelt-Schule veranstaltet neben ihrem Sportunterricht auch ihre Abschlussfeier dort. Schließlich können viele Kinder und Jugendliche aus der Umgebung durch Sporttrainings in einen strukturierten Tagesablauf integriert werden und verbessern neben ihren sport- lichen Leistungen auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstbewusstsein, Verantwortungsbereitschaft und Toleranz. All das verdanken wir den Menschen, die nach dem Krieg mit idealistischem, selbstlosem Engagement „aus dem Nichts etwas aufgebaut haben“, teilweise sogar mit persönlichen Bürgschaften für die erforderlichen Kredite. „Diese Einstellung fehlt heute oft - daher muss die Geschichte an die jetzige Generation unbedingt weitergegeben werden“, forderte Sylwia Pohl. von Ingrid Zasche

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