TSV Westendorf ringt künftig in der Bayerischen Oberliga

Abenteuer Bundesliga ist für TSV Westendorf vorbei

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Der neue Vorstand des TSV Westendorf, Robert Zech (links), im Interview mit Kreisbote-Redakteur Stefan Günter.

Westendorf – Die Entscheidung ist gefallen: Für den TSV Westendorf ist das Abenteuer Bundesliga erst einmal zu Ende. Als Tabellenletzter der Südost-Staffel nimmt der Verein Gebrauch vom Abstiegsrecht. Somit gehen die Sportler in der kommenden Saison in der Bayerischen Ringer-Oberliga auf die Matte.

„Wir haben uns viele Gedanken gemacht, haben alles abgewogen. Wir sind letztendlich zu dem Entschluss gekommen, dass wir unsere Reise in der Oberliga fortsetzen werden“, sagt Robert Zech, neuer Vorstand des TSV Westendorf. Selbst für Cheftrainer Klaus Prestele ist dieser Schritt überhaupt kein Beinbruch. „Es ist der richtige Weg, um dann unsere jungen Sportler auf ein höheres Niveau hinzuführen.“

Schon während der laufenden Saison reifte der Prozess, sich über die sportliche Zukunft Gedanken zu machen. Die zweite Herrenmannschaft war in der Bayernliga zu überlegen und stieg dann in die Bayerische Oberliga auf. Nun wird die erste Mannschaft deren Platz einnehmen. „Sicherlich wollten wir keinen Schnellschuss machen. Aber wir sind in der vergangenen Bundesliga-Runde immer wieder an unsere Grenzen gekommen“, verweist Zech auch auf das Fehlen ausländischer Sportler. Dass die Publikumslieblinge Daniel Gastl und Zakarias Tallroth bleiben, ist eher unwahrscheinlich. „Wir wollen vorwiegend mit eigenen Ringern auf die Matte gehen“, betont Robert Zech. Besonders die erfahrenen Athleten wie Christian Stühle, Maximilian Goßner, Steve Masuch und Michael Heiß sollen künftig den jungen Ringern zur Seite stehen und das Gerüst der Mannschaft bilden.

Über Nachwuchssorgen braucht sich der TSV Westendorf überhaupt keine Gedanken machen. Mit Niklas Stechele, Michael Steiner, Felix Kiyek, Felix Jürgens und den Brüdern Daniel und Stefan Joachim warten aufstrebende und talentierte Athleten, die bereits in der vergangenen Saison starke Auftritte hingelegt haben. „Hier wächst was zusammen. Das macht mich sehr stolz“, betont Robert Zech.

Was die Oberliga noch reizvoller macht, sind die vielen Derbys. Nach einer Ligenreform ist die Oberliga in eine Süd- und eine Nordstaffel unterteilt. Der TSV Westendorf hat es in der neuen Saison der Südgruppe mit dem SC Anger, SV Untergriesbach, SpVgg Freising, SC Isaria Unterföhring, TV Traunstein, TSV Berchtesgaden und AC Penz­berg als Gegner zu tun. „Ich freue mich schon sehr auf die Kämpfe, auf interessante Begegnungen. Ich denke, wir werden die Liga wieder bereichern. Unsere Hütte wird mit Sicherheit wieder voll sein“, ist Zech zuversichtlich.

Chronik

Von 2006 bis 2016 waren die Ostallgäuer fester Bestandteil der 2. Bundesliga. Zwei Jahre rang der TSV in Deutschlands höchster Liga mit, schaffte 2017 sogar die Teilnahme an der Play-Off-Runde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft.

von Stefan Günter

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