Nach zwei Jahren verlässt der Coach die SG Biessenhofen-Marktoberdorf

Abschied von David Schmoldt

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Nach zwei Jahren als verantwortlicher Trainer wurde David Schmoldt (Bildmitte) mit einem Präsent seiner Mannschaft verabschiedet.

Marktoberdorf – Am Ende hat es nicht mehr für einen Sieg gereicht. Beim Saisonfinale in der Handball-Landesliga-Süd haben die Damen der SG Biessenhofen-Marktoberdorf daheim gegen den TSV Aichach ein 25:25-Remis erzielt. Zur Pause lagen die Ostallgäuerinnen mit 14:16 zurück. Zwar hätte man sich auf Seiten der SG noch die doppelte Punktanzahl gewünscht, doch der Absteiger konnte kurz vor Schluss noch die knappe Führung egalisieren. Für Coach David Schmoldt war es übrigens das letzte Spiel.

„Du hast einen super Job gemacht“, lobte ihn SG-Abteilungsleiter Nikolaus Stonawski und schickte gleich ein „großes Kompliment für deine Arbeit und ein Dankeschön“ hinterher. Der Kreisbote hat sich nach der großen Verabschiedung mit David Schmoldt unterhalten.

Wie lautet Ihr abschließendes Fazit zum 25:25 gegen Aichach?

Schmoldt: Es ist sehr schade. Wir haben zu viele Fehlwürfe produziert und im ersten Abschnitt ein halbes Dutzend Torchancen verworfen. Am Ende müssen und können wir mit dem Punkt aber leben. In den letzten zehn Sekunden noch einen Siegtreffer beim Stande von 25:25 zu landen, war enorm schwer. Aus den letzten vier Begegnungen haben wir nur 1:7 Punkte geholt, dadurch haben wir uns eine bessere Platzierung verbaut.

Wann stand der Entschluss fest, dass Sie nicht mehr weitermachen?

Schmoldt: Schon Anfang des Jahres habe ich die Vorstandschaft darüber in Kenntnis gesetzt. Da hatten sie nun Zeit einen neuen Trainer zu suchen. Die Mannschaft kann ich mit gutem Gewissen an meinen Nachfolger übergeben.

Was überwiegt jetzt mehr? Das weinende oder das lachende Auge?

Schmoldt: Ganz klar das weinende Auge. Es hat immer Spaß gemacht. Die Mannschaft hat immer mitgezogen. Ich musste eben eine für mich wichtige berufliche Entscheidung treffen. Lieber gehe ich jetzt, und es wird bedauert, als dass die Zusammenarbeit auf anderweitigem Wege beendet wird. Die Mädels bekommen einen guten Nachfolger präsentiert.

Sie übergeben eine homogene Truppe?

Schmoldt: Ja, definitiv. Die Mannschaft ist gefestigt. In den beiden Jahren haben wir es geschafft, das Team auch in der Breite zu verbessern. In der Vergangenheit konnte sich der Gegner immer auf zwei Schlüsselspielerinnen konzentrieren. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Erfreulich ist, dass wir neun Spielerinnen haben, die es geschafft haben, sich in die Top 100 der besten Werferinnen der Liga zu platzieren. Hinzu kommen noch Talente aus dem eigenen Nachwuchs heraus. Für die nächsten Jahre dürfte das Team somit gefestigt und zusammenbleiben. Es ist viel Potential vorhanden.

Können Sie überhaupt ohne Handball?

Schmoldt: Das werde ich dann sehen. Ich habe jetzt jahrelang eine Doppelbelastung hinter mir als Spieler und Trainer, mich vor zwei Jahren nur auf den Trainerjob konzentriert. Meine Frau spielt ja noch bei der SG weiter. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich schon das eine oder andere Spiel verfolgen.

Also ist es jetzt kein Abschied für immer?

Schmoldt: Man soll niemals nie sagen. Die Tür steht immer offen, auf beiden Seiten.

Das Interview führte Stefan Günter

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