Schulsport einmal anders

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Die Spieler der Red Hocks Kaufering Stefan Weh (hinten v. li.), Maximilian Falkenberger, Lehrer Peter Brücher, Lehrerin Theresa Schulze, Rektor Josef Kreuzer und Spieler Stephan Rietig umgeben von den Neuntklässlern der Mittelschule Germaringen.

Germaringen – Statt Völkerball, Bodenturnen und Zirkeltraining erwartete die Schüler der Mittelschule Germaringen eine ganz neue Sportart. Von den Spielern des VfL Red Hocks Kaufering erhielten die Acht- bis Zehntklässler Einblicke in den Mannschaftssport Floorball.

Unter Floorball versteht man eine Art Hallenhockey. Ziel des Spieles ist es, den Ball mit dem Hockeyschläger in das Tor zu befördern. Peter Brücher, Lehrer an der Mittelschule Germaringen, hat zusammen mit Fachlehrerin Theresa Schulze das Projekt organisiert. Um die sportliche Vielfalt in der Region zu unterstützen und neue Bewegungsformen an die Schule zu bringen, überzeugte er die Spieler des Vereins von einer Kooperation mit der Mittelschule. Der ehemaliger Bundesligaspieler Stefan Weh, der ehemalige Jugendtrainer Stephan Rietig und Nationalspieler Maximilian Falkenberger führten dann den Tag in Germaringen durch.

Die Jugendlichen wurden in zwei zufällige, geschlechtergemischte Gruppen eingeteilt. Nach einer kurzen Erwärmungsphase mit Ballgewöhnung wurde eine Ballkontrollschule mit Slalom und Passübungen durchgeführt. Parallel hierzu durfte die andere Gruppe verschiedene Schusstechniken kennenlernen und anwenden. Beim Abschlussspiel kommentierten die Spieler der Red Hocks immer wieder das Geschehen auf dem Feld und zeigten, was mit ein wenig Übung alles möglich ist. Der Einsatz der Schüler bewies, dass der Tag seine volle Wirkung erzielt hat. Nämlich „Schüler auch für noch unbekannte Sportarten zu begeistern und deren Möglichkeiten und Potential vorzustellen“, wie Brücher sagt. 

Auch Spieler Stefan Weh ist überzeugt von dem Projekt. „Die Schüler haben super mitgemacht. Anfangs wussten viele noch nicht, wie sie den Schläger halten sollen. Beim Spiel am Schluss waren dann sogar tolle Spielzüge und Torschüsse dabei“, sagt Weh. Hier sieht der Spieler auch eine Stärke dieser Sportart. „Man kann in kurzer Zeit sehr schnell Fortschritte erzielen. Mir gefällt an dem Sport, dass jeder mitmachen kann. Es wird nicht viel Ausrüstung gebraucht“, erläutert er. Die Red Hocks selbst haben mit einer Hobbytruppe angefangen. Inzwischen spielen sie in der ersten Bundesliga. Die Spieler aus Kaufering sind gerne bereit, das Programm auch an anderen Schulen durchzuführen.

von Agnes Reißner

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