Großer Verlust

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Alexander Günter (3.v. li.) wird seiner Mannschaft für die nächsten Monate verletzungsbedingt fehlen.

Kaufbeuren – Für Alexander Günter ist es schon wieder ein persönlicher Schicksalsschlag. Die Diagnose: Riss des Kreuzbandes und des Außenmeniskus im rechten Knie. Es ist für den 29-Jährigen bereits die dritte schwere Verletzung dieser Art in seiner Karriere.

Im ersten Moment sei für den Toptorjäger des BSK Olympia Neugablonz – er traf bereits 18-mal – eine Welt zusammengebrochen. „Ich muss jetzt auf vieles verzichten“, war der Futsal-Spezialist, der sich nach seinem Engagement beim TSV 1860 München nun dem SSV Jahn Regensburg anschloss, im Kampf um die Deutsche Meisterschaft zum Zuschauen verbannt worden.

Genauso fällt es ihm schwer, seinem BSK im Kampf um den begehrten zweiten Tabellenplatz in der Bezirksliga-Süd nicht mehr zur Verfügung stehen zu können. Viel schwerwiegender war für ihn die Tatsache, dass die Ärzte ihm schon nach dem zweiten Kreuzbandriss in Aussicht gestellt hatten, er könne nie mehr aktiv gegen den Ball treten. Doch Günter ist ein Kämpfer, er kam wieder zurück.

Zum Verhängnis wurde ihm das Nachholspiel vor wenigen Wochen gegen den FC Wiggensbach. Da holte er sich seine schwere Verletzung, hoffte aber vor der Diagnose, dass es nicht Schlimmeres sei. Dieser Wunsch platzte wie eine Seifenblase. Im Mai soll die Operation in München vollzogen werden. Frühestens in neun Monaten kann Alexander Günter wieder mit dem Kicken beginnen.

BSK-Coach Günter Bayer sprach von einer „Tragödie“. Es sei nicht nur für den Spieler selbst, sondern auch für die Mannschaft und den Verein ein Schock gewesen, so der Übungsleiter gegenüber dem Kreisbote. Denn Alexander Günter war in einer starken Verfassung.

Den wohl größten Rückschlag muss der Sportlehrer im Bereich des Futsals verkraften. Stand er doch vor seiner Nominierung in die Deutsche Nationalmannschaft. „Das ist richtig bitter. Ich lebe diesen Sport. Es ist so, als würde ich in dem Moment meine Träume sterben sehen“, bringt es Alexander Günter schmerzhaft auf den Punkt.

Derweil möchte er sich auch außerhalb des Platzes einbringen, indem er die Mannschaft bei den sozialen Netzwerken medial unterstützt. Darüber hinaus widmet er sich intensiv der Planung und Organisation des Allgäu-Cups, der auch in diesem Jahr wieder ausgetragen werden soll.

Auch wenn er noch nicht das Ende seiner aktiven Zeit als Fußballer sieht, möchte er schon jetzt weitere Erfahrungen als Trainer sammeln. Als Jugendtrainer konnte er sich schon beweisen, doch ist Günter, der die B-Lizenz besitzt, zu Höherem berufen. „Ich habe durch meinen Beruf als Sportlehrer schon viele Vorteile gesammelt.“ Schon jetzt will er während seiner langen Verletzungspause an der Seite von Cheftrainer Günter Bayer seine ersten Schritte tätigen.

von Stefan Günter

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