Alles wird auf Null gefahren

Das neuartige Coronavirus bremst den Sport völlig aus

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Aktuell findet kein Sport statt. Alles steht still. Die Zuschauerränge bleiben leer.

Kaufbeuren/Landkreis – Von jetzt auf gleich hat sich alles verändert: Das Coronavirus hält die gesamte Welt in Atem. Auch in unserer Region steht alles still. Alle Vereine haben mit sofortiger Wirkung ihren Sportbetrieb eingestellt. Damit reagieren sie auf Behördenhinweise von Landratsamt und Stadtverwaltungen.

Die Mitteilungen in den sozialen Netzwerken verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Zahlreiche Veranstaltungen, die jüngst geplant waren, müssen ausgesetzt oder sogar ersatzlos gestrichen werden. „Leider fällt unser Allgäu-Cup Boxen aus. Wir sind bemüht, schnellstmöglich ein neues Datum für die Veranstaltung bekanntzugeben“, schreibt BCK-Vereinschef Roman Slobodyanikov auf Facebook. Auch Markus Lang vom Sugrib Gym Kaufbeuren hatte zahlreiche Telefonate mit öffentlichen Stellen, dem Verbandspräsidenten des Muay Thai Bund Bayerns und dem BLSV, ehe auch er sich entschloss, die Räumlichkeiten für seine Sportlerinnen und Sportler zu schließen. Bis auf Weiteres wird es kein Kinderboxen geben. Sämtliche städtische Sportstätten und Turnhallen dürfen nicht betreten werden. 

Auch der Spielbetrieb des Bayerischen Fußball-Verbandes ist unterbrochen. „Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern und auch deren Eltern beziehungsweise Angehörigen bewusst und appellieren hier an alle, dass die Gesundheit über alles steht und wir mit dieser Maßnahme unseren Anteil leisten, um eine weitere unkontrollierte Weiterverbreitung des Virus eindämmen zu können“, schreibt die Vorstandschaft der SpVgg Kaufbeuren auf der vereinseigenen Homepage. Das Coronavirus stoppt auch das gesellschaftliche Miteinander. So musste SVK-Jugendleiter Antonio Pisanu ein für Anfang April angesetztes Trainingslager mit vier Nachwuchsmannschaften absagen. „Wir verschieben diese Maßnahme auf 2021“, sagt er und muss ebenfalls mit dieser Situation klarkommen wie alle anderen Vereine. Auch der BSK Olympia Neugablonz fährt seinen Trainings- und Spielbetrieb auf Null herunter. Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern ist die Zwangspause im Amateur-Fußball bis mindestens 19. April verlängert worden. Damit werden mehr als 25.000 Teams im Freistaat noch mehr als einen Monat lang keine Liga-Partien bestreiten und sollen auch nicht trainieren. Das beschloss der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am Montag.

Auch den Ringern des TSV Westendorf und weiteren sämtlichen Abteilungen des Vereins bleibt keine andere Wahl als den aktiven Trainingsbetrieb zu schließen und die Lage weiter zu beobachten und dann neu zu bewerten. Auch die Partien der Handballer der Spielgemeinschaft Kaufbeuren-Neugablonz werden vorläufig ausgesetzt. Über eine mögliche Wiedereinsetzung des Spielbetriebs der aktiven Mannschaften beziehungsweise über die Saisonwertungen wird bis spätestens 19. April entschieden, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Deutschlandweit sollen ab Dienstag auch alle Fitnessstudios geschlossen werden.

von Stefan Günter

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