Saison-Aus?

Amateurfußball: Spielzeit 19/21 wegen Lockdown ohne Abschluss

Ball rollt über nassen Fußballplatz.
+
Weil das bayerische Kabinett am vergangenen Dienstag die Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in der aktuellen Fassung bis einschließlich 9. Mai verlängert hat, kann die unterbrochene Spielzeit 2019/21 in den allermeisten bayerischen Amateurfußballligen nicht mehr zum Abschluss gebracht werden. 

Landkreis – Die Hoffnung schwand in den vergangenen Tagen immer mehr und mehr. Nachdem der Bayerische Fußball-Verband (BFV) schon den Ligapokal-Wettbewerb einstampfte, kommt es noch dicker: Weil das bayerische Kabinett am vergangenen Dienstag die Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in der aktuellen Fassung bis einschließlich 9. Mai verlängert hat, kann die unterbrochene Spielzeit 2019/21 in den allermeisten bayerischen Amateurfußballligen nicht mehr zum Abschluss gebracht werden. 

Mittlerweile sei damit zu rechnen gewesen, so Thalhofens Cheftrainer Florian Niemeyer. „Solange sich die Politik an Inzidenzen und Teststrategien hangelt, ist der Saisonabbruch unvermeidbar.“ Für den 34-jährigen Übungsleiter stelle sich aber dennoch die brennende Frage, wie realistisch es sei, dieses Jahr überhaupt noch kicken zu dürfen. Dennoch hat auch er ein Stückchen Hoffnung, dass im Juni oder Juli das Training wieder aufgenommen werden kann. „Auch wenn kein Ligabetrieb ist, Hauptsache die Jungs können wieder kicken und dürfen auf die Plätze.“

Als „sehr schade“ bewertet Franz Zimmermann das vorzeitige Saison-Aus. Für den Coach des SVO Germaringen sei der Abbruch deshalb so bedauerlich, „weil wir noch in einer aussichtsreichen Position waren, um vielleicht noch den Relegationsplatz zu erreichen.“ Auch hätte er mit einer Verschiebung des Saisonendes in den Juli hinein leben können. „Jetzt müssen wir uns wieder alles erarbeiten“, führt der Cheftrainer weiter aus. Bei noch neun ausstehenden Partien wäre Platz zwei möglich gewesen. Das Thema ist nun durch. Auch für Zimmermann ist entscheidend, wie es denn im Amateurfußball weitergeht. „Momentan ist alles offen.“ Keine Sorgen macht er sich derweil um die Mannschaft, die zum jetzigen Stand zusammenbleiben wird. Alle zwei Wochen treffe man sich zu einer virtuellen Sitzung. „Den Jungs fehlt der Ball und das gemeinsame Miteinander.“

Unterdessen ist für Marco Schmitt die Aufgabe als Trainer beim SV Stöttwang mit dem Saison-Aus bereits beendet. „Es soll einfach nicht sein, dass ich mich offiziell verabschieden kann“, so der 39-Jährige. „Ich hoffe, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammenkommen dürfen, wenn es die Situation erlaubt“, wünscht er der Mannschaft und seinem Nachfolger Thomas Spannenberger alles Gute.

Ehe der Verbandsvorstand entscheidet, sollen alle bayerischen Vereine durch Einholung eines Meinungsbilds nun mit einbezogen werden. Der BFV muss eine Lösung finden, wie der Saisonabbruch und die dabei anzuwendenden Regularien abgewickelt werden.

Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Futsal-Nationalspieler Lukas Sepp begeistert Schüler der Beethovenschule
Futsal-Nationalspieler Lukas Sepp begeistert Schüler der Beethovenschule
ESVK-Geschäftsführer Kreitl zu
wirtschaftlichen Zwängen der abgelaufenen Saison
ESVK-Geschäftsführer Kreitl zu
wirtschaftlichen Zwängen der abgelaufenen Saison
Erster Sieg mit Benedikt Hötzinger im Tor
Erster Sieg mit Benedikt Hötzinger im Tor

Kommentare