Training daheim

Arthur Krischanowski schwitzt in Corona-Zeiten im Boxclub Kaufbeuren

Arthur Krischanowski Boxclub Kaufbeu­ren
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Arthur Krischanowski hält sich derzeit beim Boxclub Kaufbeu­ren fit.

Kaufbeuren/Heidelberg – Mittlerweile ist es schon fast sieben Jahre her, dass Arthur Krischanowski im Alter von 18 Jahren Kaufbeuren in Richtung Heidelberg verlassen hat. Inzwischen trainiert er am Olympiastützpunkt der Universitätsstadt im Südwesten Baden-Württembergs. Doch die Coronakrise macht auch ihm bei seinen weiteren sportlichen Planungen einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Arthur Krischanowski kommt immer wieder gerne zurück. Der Boxclub Kaufbeuren sei wie sein zweites Zuhause. Seit seinem achten Lebensjahr hat er sich dem Boxkampf verschrieben. Und er ist noch lange nicht am Ende. Bisher hat er 128 Kämpfe absolviert, wovon er 93 gewann und 30 verlor. Fünfmal gab es zwischen ihm und seinem Kontrahenten ein Unentschieden. „Die 150 Kämpfe will ich schon noch vollmachen“, sagt Krischanowski. Dieses Ziel habe er sich auf die Fahnen geschrieben. Doch wie lange kann man überhaupt auf hohem Niveau boxen? „Ich habe schon Leute gesehen, die noch über 30 Jahre alt waren und im Ring standen.“

Aktuell muss der Kaufbeurer seine Prioritäten anders setzen. Der 25-Jährige studiert Energietechnik und erneuerbare Energien in Heidelberg. Erst kürzlich legte er seine letzte schriftliche Prüfung online ab, um dann in Kaufbeuren sein Praxissemester zu absolvieren. Bis in den Sommer hinein wird er hier bleiben. Derzeit ist er nur im Bayernkader, nicht aber im Bundeskader. Von daher wird er aktuell nicht für Lehrgänge und internationale Turniere berücksichtigt. „Ich halte mich aber weiterhin fit. Alleine kann ich hier im Boxclub trainieren“, so Krischanowski. BCK-Vorstand Roman Slobodyanikov ergänzt: „Athleten wie Arthur müssen sich stets fit halten. Sie können es sich nicht erlauben, ein halbes Jahr oder länger auf der faulen Haut zu liegen.“

Um aber wieder in den Bundeskader aufgenommen zu werden, hängt es davon ab, wie die Kämpfe von Arthur Krischanowski künftig verlaufen werden. Er ist davon überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, ehe er wieder mit Stolz den Adler auf der Brust tragen wird. Die Zeit in Kaufbeuren will er nun intensiv nutzen. Disziplin und Ehrgeiz sind Voraussetzung, um durchstarten zu können. Mit seinen derzeit 80 Kilo hat er etwas zu viel auf den Rippen. „Ich will wieder runter auf 75 Kilo“, hat sich Krischanowski dieses Ziel gesteckt. In Corona-Zeiten war er zudem nicht untätig, legte erfolgreich die Prüfung zum Trainer ab. Schon in Heidelberg trainierte er junge Athleten. „Es macht mir enormen Spaß. Wenn jemand motiviert ist, etwas lernen möchte, gebe ich gerne Tipps“, so der 25-Jährige. Denn ausgeschlossen ist es nicht, dass er eines Tages beim BC Kaufbeuren als Trainer seinen Schützlingen den Erfolg für eine sportliche Zukunft ebnet.

Stefan Günter

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