Ausgeglichene Bilanz

Auf Sieg des ESVK in Crimmitschau folgt Niederlage gegen Dresden

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Nach sechs Siegen in Folge musste sich der ESVK am ersten Advent den Dresdner Eislöwen mit 1:4 geschlagen geben.

Kaufbeuren – Beim Sonntagsspiel empfingen die Kaufbeurer Joker die Dresdner Eislöwen. In der erdgas schwaben arena gab es bei der 1:4-Niederlage einen Dämpfer für die Joker, die bis dahin sechs Spiele in Folge für sich entscheiden konnten. Vorangegangen war der 2:3-Auswärtserfolg der Joker am Freitagabend bei den Eispiraten in Crimmitschau.

Der ESVK hält immer noch Rang drei mit 46 Punkten, allerdings zogen die Lausitzer Füchse mit den Punkten gleich, wenngleich sie bereits ein Spiel mehr bestritten haben.

Joker entführten drei Punkte

Mit einem verdienten 2:3-Auswärtserfolg kehrten die Jungs von Trainer Andreas Brockmann am Freitagabend aus Crimmitschau heim. Diesmal wieder mit Stefan Vajs im Tor, aber ohne den im letzten Spiel verletzten Stürmer Ossi Saarinen gingen die Joker ins Spiel. Auf seiner Position stürmte Steven Billich, dafür rückte für ihn Youngster Markus Lillich in die dritte Reihe. Gegen die Eispiraten gelang dann ein knapper, aber aufgrund der ersten beiden Drittel auch verdienter Sieg vor 1552 Zuschauern.

Wesentlich frischer als die Gastgeber gingen die Joker das erste Drittel an. Von Beginn an druckvoll gelang Daniel Oppolzer nach acht Minuten der Führungstreffer, als er freistehend vor dem Tor perfekt von Florian Thomas angespielt wurde. Das druckvolle Pressing der Joker ließ die Gastgeber gar nicht zur Entfaltung kommen und nur fünf Minuten später erhöhte Joey Lewis in Überzahl auf 0:2.

Im zweiten Durchgang mehrten sich die Strafzeiten. Die Eispiraten legten bei ihrer Überzahl die geringe Chancenauswertung zu Tage. Besser machten es die Joker, als in Überzahl Alex Thiel von Schmidle gekonnt angespielt wurde und der eiskalt ins kurze Eck zum 0:3 einnetzte.

Im letzten Drittel wollten die Kaufbeurer das Ergebnis verwalten, was beinahe noch ins Auge gegangen wäre. Nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber in der 53. Minute witterten diese noch ihre Chance und erhöhten nochmals den Druck. Dieser Aufwand wurde auch drei Minuten später durch das 2:3 belohnt. Jetzt wurde es noch mal eng für die Joker, doch selbst die Herausnahme ihres Torhüters brachte keinen Erfolg und so konnte der ESVK mit drei Punkten die Heimreise antreten. ESVK-Coach Brockmann: „Wir haben sehr stark begonnen und das erste Drittel dominiert. Im zweiten Drittel hemmten die Strafen den Spielfluss und brachten uns aus dem Rhythmus. In den letzten zwanzig Minuten waren wir zu passiv, aber wir stemmten uns dagegen und haben gegen einen sehr guten Gegner gewonnen!“

Dresden im Aufschwung

Mit dem zweiten Erfolg am Wochenende befreiten sich die Dresdner Eislöwen aus ihrer sportlichen Krise. Der ESVK berannte wie gewohnt gleich von Beginn an das gegnerische Gehäuse. Viele Schüsse auf das von Marco Eisenhut gehütete Gehäuse gingen knapp daneben oder der Torhüter stand am rechten Fleck und hatte mitunter noch Glück dazu. In diesen Angriffswirbel folgte die kalte Dusche. Ein Konter reichte den Gästen und sie trafen vor 2472 Zuschauern zum 0:1.

Gegen die sehr hart agierenden und früh störenden Dresdner hatten die Joker ihre Mühe. In eigener Überzahl fingen sich die Kaufbeurer gleich Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels bei einem Konter durch Knackstedt das 0:2 ein. Nur 90 Sekunden später erzielten die Eislöwen wieder durch einen Alleingang den dritten Treffer. Eine Fünf plus Spieldauer-Strafe nach einem Foul an Sami Blom­qvist brachte den ESVK in der folgenden Überzahl noch einmal zum Aufbäumen. Doch es wollte nichts gelingen. Fünf Minuten vor Drittelende sorgte Verteidiger Daniel Haase mit einem überlegten Schlenzer von der blauen Linie zum Anschlusstreffer. Auch das letzte Drittel verlief ähnlich. Als die Eislöwen sieben Minuten vor Ende in Überzahl das 1:4 erzielten, war die Partie endgültig verloren.

Freitag zuhause gegen Kassel

Nach drei Sonntagheimspielen in Folge steht am kommenden Freitag die nächste schwere Aufgabe für die Kaufbeurer an. Dann erwarten sie ab 19.30 Uhr die Kassel Huskies in der erdgas schwaben arena. Die Hessen sind aktuell auf Rang Neun mit 29 Punkten zu finden. Topscorer im Team von Trainer Tim Kehler ist Richard Mueller mit 23 Punkten. Der Ex-Trainer Rico Rossi ist nun sportlicher Leiter der Huskies. Zuletzt verloren die Huskies zuhause gegen Bayreuth nach Verlängerung mit 4:5 Toren. Gerne erinnern sich die Joker an das diesjährige Auswärtsmatch in Kassel, da gelang ein 0:1-Auswärtssieg.

von Werner Mayr

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