Der Ball rollt wieder

Kreisliga-Teams der Staffel Süd starten in die neue Saison

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Der TSV Obergünzburg geht mit seinem neuen Coach Peter Anwander (links im Bild, stehend) in die Saison 2018/2019.

Ostallgäu – Nach einer langen und intensiven Vorbereitungsphase startet am Wochenende die Saison in der Fußball-Kreisliga-Süd. Insgesamt spielen wie auch in der Kreisliga-Mitte 14 Mannschaften um Tore und Punkte.

Am 25. Mai 2019 findet der letzte Spieltag statt. Die neue Runde beginnt am Samstag mit dem Saisoneröffnungsspiel zwischen dem VfB Durach II und TSV Pfronten. Am Sonntag stehen fünf Partien an. Die Auftaktpartie zwischen dem FC Füssen und SV Stöttwang ist auf den 22. August verschoben worden.

FC Blonhofen

Aufsteiger Blonhofen hat die Generalprobe gegen den TSV 1863 Kirchheim mit 5:0 gewonnen. Maximilian Hauser traf hier dreimal. „Wir sind konditionell gerüstet, das hat auch das Spiel gezeigt. Die Mannschaft ging bis zum Schluss ein hohes Tempo“, bilanziert Trainer Armin Stich, der nach einem Jahr Pause wieder in Amt und Würden ist. Sein Vorgänger Thomas Prestele führte den FCB souverän zur Meisterschaft. „Unsere individuellen Fehler müssen wir abstellen, das wird in der Runde kolossal bestraft. Was in der Kreisklasse vielleicht noch ging, wird jetzt in der Kreisliga nicht mehr funktionieren“, macht Stich deutlich. Denn eines wollen die Blonhofer loswerden: Den Ruf der Fahrstuhlmannschaft. „Ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten können und den Abstiegsgedanken wegwischen.“ Der 47-Jährige ist aber realistisch genug, dass die Mission „Klassenerhalt“ kein Zuckerschlecken sein dürfte. Dagegen sei für Armin Stich Türksport Kempten der Aufstiegsaspirant Nummer eins. Als Aufsteiger ist der FCB am Sonntag beim SC Ronsberg zu Gast.

TSV Obergünzburg

Der TSV Obergünzburg geht mit seinem neuen Coach Peter Anwander (links im Bild, stehend) in die Saison 2018/2019.

Verletzte Spieler und urlaubsbedingte Absagen sorgen bei TSV-Trainer Peter Anwander doch für einige Sorgenfalten auf der Stirn. Die letzten Vorbereitungsspiele gingen gegen den SV Lachen (0:2) und TSV Bernbeuren (1:2) ebenfalls verloren. „Wir haben einen abgespeckten Kader. Es wird schwer, eine schlagkräftige Truppe auf den Platz stellen zu können“, so der 34-jährige Spielertrainer. Allerdings war er mit der Vorbereitung schon zufrieden. In der vergangenen Saison kickte Anwander noch für den SV Amendingen. Er löst heuer Hajo Nisseler ab, der eine Pause einlegt. „Ich bin super von der Mannschaft aufgenommen worden. Allerdings war auch nicht vorgesehen, dass ich jetzt noch mitspiele.“ Obergünzburg möchte so schnell wie möglich die nötigen Punkte einfahren, um den Klassenerhalt vorzeitig in trockene Tücher zu bringen. Bis zur Winterpause stehen 17 Pflichtspiele bevor. „Das ist ein langer Weg“, so Anwander. Die Günztaler müssen zum Auftakt nach Fischen reisen.

SV Mauerstetten

Wie alle Teams in der Kreisliga, so muss auch der SVM zu Saisonbeginn viele urlaubsbedingte Ausfälle verkraften und kompensieren. Hinzu kommen noch einige langzeitverletzte Spieler. „Wir werden definitiv in den ersten Spielen nicht komplett auflaufen“, sagt Uwe Zenkner. Der 58-Jährige zeigt sich für diese Saison verantwortlich. Zenkner war zuletzt beim TSV Landsberg. Das Saisonziel hat er auch schon klar definiert: „Wenn wir zwischen Platz vier und sieben mitspielen können, wäre das schon toll“, verweist er dabei auf die gute Rückrunde in der vergangenen Saison, als der SVM am Ende den vierten Platz erreichte. „Ich hoffe, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Potential in der Mannschaft ist auf jeden Fall vorhanden, doch dazu müssen wir komplett sein, um unsere Ziele zu verwirklichen.“ Türksport Kempten und die Reserve des VfB Durach hat Zenkner als Favoriten auf den Titel auf dem Schirm. Zenkner selbst freut sich besonders wieder auf die zahlreichen Derbys. Zum Auftakt erwartet der SVM Aufsteiger Betzigau.

SV Stöttwang

„Ich denke, wir können positiv in die Saison blicken“, sagt Stöttwangs Spielertrainer Marco Schmitt vor dem ersten Anpfiff am Sonntag auswärts gegen den VfB Durach II. Zur Halbzeit der Vorbereitungsphase konnte der 37-Jährige nicht ganz zufrieden sein. Allerdings habe die Mannschaft dann doch die Kurve bekommen. „Wir haben dann super trainiert, konnten die Vorbereitungsspiele fast immer mit dem gleichen Kader beziehungsweise der gleichen Aufstellung bestreiten. Auch die Partien waren zum Teil überzeugend“, betont Schmitt. Der Bonus als Aufsteiger ist nun weg. „Ich erwarte vom ersten Spiel an eine schwere Saison“, wissen Schmitt und die Mannschaft, dass die ganze Saison nicht leicht werden wird. Ziel sei es die Spielzeit 2017/2018 zu bestätigten. Allerdings dürfte erst Ende September zu erkennen sein, in welche Richtung es für den SVS gehen wird. Mit Caner Schmitt gewann Stöttwang einen erfahrenen Spieler.

SC Ronsberg

Das Team des SC Ronsberg mit ihrem neuen Trainer Ralf Merk (obere Reihe, 6.v.l.) geht in die Spielzeit 2018/2019.

Eine sehr intensive Vorbereitungsphase erlebte die Mannschaft des SC Ronsberg. „Wir haben hart trainiert“, bilanziert Trainer Ralf Merk. Der 35-Jährige kam vom TSV Babenhausen und ist Nachfolger von Michael Schmalholz. „Ich wurde herzlich aufgenommen, habe mich von Anfang an willkommen gefühlt.“ Unterm Strich waren die Vorbereitung und die Testspiele in Ordnung. „Wir haben unser Spielsystem umgestellt, was wir auch schon gegen höherklassige Mannschaften gezeigt haben“, erzählt Merk, der wie fast alle Teams den Klassenerhalt als gesetztes Ziel hat. Die magische Zahl von 35 Punkten habe er fest im Visier. „Wir werden wohl bis zum Ende der Saison kämpfen müssen“, so Merk. Auch er sieht Türksport Kempten als großen Favoriten auf den Meistertitel. Keine leichte Aufgabe wartet derweil auf Ronsberg mit dem Heimspiel gegen Blonhofen.

von Stefan Günter

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