„Gute Alternative“

Bayerische Fußball-Verband bringt Ligapokal ins Spiel

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Symbolbild

Allgäu – Für Anfang September ist der Spielbetrieb in der Fußball-Bezirksliga anvisiert. Noch weiß keiner der Mannschaften, geschweige der Bayerische Fußball-Verband (BFV), ob die Politik dafür überhaupt grünes Licht gibt.

Dennoch hat sich die Verbandsspitze Gedanken gemacht: Neben den noch zu absolvierenden zehn Pflichtspielen, soll es den sogenannten Ligapokal geben.

Der BFV hat 32 Mannschaften der Staffel Süd und Nord so eingeteilt, dass es in den acht Gruppen viele Lokal-Derbys gibt. In der letzten eingeteilten Gruppe sind geografisch Schlusslicht SV Stöttwang, FC Thalhofen, BSK Olympia Neugablonz und TSV Ottobeuren vertreten. In der Vorrunde spielt jede Mannschaft im Europapokal-Modus gegen jede. Danach erfolgt eine Zwischenrunde mit jeweils aus zwei Gruppen der Vorrunde gemischten Teams gemäß den Platzierungen, mit einem Hin- und einem Rückspiel. Die Punkte aus der Vorrunde werden mit den der Zwischenrunde addiert. Der jeweilige Gruppensieger und auch der Zweitplatzierte erreichen das Viertelfinale. Jede Mannschaft erhält damit eine zusätzliche Chance zum Erreichen der K.O.-Runde. Der Sieger des Finals steigt in die Landesliga auf.

Sportlicher Anreiz

Der BFV sieht in dem Liga-Pokal einen zusätzlichen sportlichen Anreiz. Schließlich kann beim Gewinn der Aufstieg winken. Auch für die Trainer sei der Ligapokal ein gewisser Anreiz. „Es ist eine lukrative Möglichkeit Vereine und Zuschauer zu motivieren. Ich finde es gut, dass der BFV an unsere Fans denkt. Wir haben eine gute und interessante Gruppe. Hier darfst du niemanden unterschätzen“, kommentiert Rrust Miroci vom BSK Olympia Neugablonz. Selbst Stöttwangs neuer Trainer Hermann Rietzler sieht im Ligapokal eine „gute Alternative“. Für Florian Niemeyer, Coach des FC Thalhofen, sei es ebenfalls eine gute Lösung: Sportlich attraktive Gegner und kurze Wege. „Und vielleicht bietet sich ja noch eine kleine zusätzliche Chance.“

Bei der Durchführung des Ligapokals hat sich der BFV einige Gedanken gemacht. Wenn der Sieger des Ligapokals nach der Meisterschaft auf einem Relegationsplatz zum Klassenerhalt steht, nimmt er an der Relegation nicht teil und hat den Klassenerhalt erreicht. Es rückt kein Verein in die Relegation nach. Der Relegationsgegner erhält ein Freilos.

Wenn es bei einem K.O.-Spiel nach 90 Minuten Unentschieden steht, erfolgt ein sofortiges Elfmeterschießen.

Stefan Günter

Darüber hinaus gibt es noch weitere Szenarien, die eintreffen können:

Der Ligapokalsieger wird Meister der Bezirksliga Nord oder Süd. In diesem Fall ist der Ligapokalsieger Direktaufsteiger zur Landesliga. Der Ligazweite steigt direkt auf, der Ligadritte spielt Relegation.
Der Ligapokalsieger wird Vizemeister der Bezirksliga Nord oder Süd. In diesem Fall ist der Ligapokalsieger Direktaufsteiger zur Landesliga. Der Liga-Dritte rückt auf den Relegationsplatz der Bezirksliga nach.
Der Ligapokalsieger landet auf einem Relegationsplatz zur Kreisliga. In diesem Fall verbleibt der Ligapokalsieger in der Bezirksliga. Der entsprechende Gegner in der Relegation hat ein Freilos.
Der Ligapokalsieger landet auf einem Direktabstiegsplatz. In diesem Fall verbleibt der Ligapokalsieger in der Bezirksliga. (Quelle: BFV)

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