Bayernliga-Frauen der SVK mit bislang mäßigem Saisonverlauf

"Ohne Training keine Leistung"

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Melanie Seidler erzielte für die SVK bisher sechs Tore. Sie will so schnell mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.

Kaufbeuren – Die Lage ist zwar noch nicht so beunruhigend, doch insgeheim hatten sich die Bayernliga-Frauen der SpVgg Kaufbeuren den bisherigen Saisonverlauf doch anders vorgestellt.

Ein Trainer, der nicht an die Mannschaft herankam und darauf das Handtuch schmiss, sorgt eben dafür, dass Tibor Mesaros derzeit stark eingebunden ist. Normalerweise geht Mesaros den Funktionärsarbeiten als Abteilungsleiter nach. Doch aktuell muss er auch noch als Interimstrainer die erste Frauenmannschaft betreuen und trainieren. Derzeit sei er auf der Suche nach einem neuen Trainer, wolle aber jetzt nichts überstürzen, so Mesaros, der wohl noch bis zur Winterpause die Belastung auf sich nehmen muss. Drei Spiele sind es noch bis zum Ende der Freiluftsaison 2014. 

Mit gerade einmal vier Punkten liegt die SVK auf einem Abstiegsplatz. Nur Karsbach ist mit zwei Zählern schlechter platziert als Kaufbeuren. Mit Liganeuling Moosburg (A), Stern München (H) und FC Memmingen (A) warten noch drei Partien, in denen die Spielerinnen punkten wollen. Kritisch geht auch Melanie Seidler mit der Situation um: „Die Trainingsbeteiligung ist bei uns immer ein Thema. Ohne Training gibt es auch keine entsprechende Leistung.“ Die Mannschaft könne meist nie komplett trainieren, weil es viele Spielerinnen aufgrund des Studiums zeitlich nicht immer schaffen. Daher stellt sich die Mannschaft wie auch schon in den Vorjahren immer wieder von selbst auf. 

„Die Stimmung im Team ist super“ – trotzdem will Seidler die aktuelle Situation nicht schönreden. Bisher habe man eine eher durchwachsene Leistung abgerufen. Auch will sie ihre bisher sechs erzielten Treffer nicht überbewerten. „Ich bin keine Knipserin. Da ist noch Luft nach oben“, schaut sie positiv auf die kommenden Aufgaben. Jetzt am Samstag (8. November) gegen Aufsteiger Moosburg fährt Kaufbeuren mit dem Wissen in den Landkreis Freising, dass der Gegner um sechs Punkte besser platziert ist und auf Rang acht in der Tabelle liegt. Bisher gelang den Oberbayerinnen zu Hause noch kein einziger Sieg. 

„Wir müssen jetzt die nötigen Punkte vor der Winterpause einholen. Was wir haben, das haben wir“, so Melanie Seidler, die schon einen Blick weiter nach vorn richtet. „Wir wollen so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben“. Allerdings wird der Kampf auch noch nach der Winterpause weitergehen. von Stefan Günter

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