Befreiungsschlag: Sechs-Punkte-Wochenende für den ESVK

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Freude bei Max Schmidle (#10) und Max Lukes (#12), die jeweils ein Tor zum Heimsieg der Joker gegen die Dresdner Eislöwen beisteuerten.

Kaufbeuren – Zu erfolgreichen Tugenden zurückkehren, so lautete das Motto der Joker vor dem Heimspiel gegen Dresden. Gemeint waren darunter auch der nimmermüde Einsatz und Kampf, der in den letzten drei Jahren maßgeblich mitverantwortlich für den sportlichen Höhenflug des ESVK war. Der Befreiungsschlag glückte schon am Freitagabend im Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen mit einem verdienten Sieg. Der Auftakt am Sonntag beim Auswärtsmatch in Heilbronn war dank einer zwei-Tore-Führung vielversprechend, nach 60 Minuten endete die Partie mit einem 3:5-Auswärtserfolg.

Nach dem 16. Spieltag befindet sich der ESVK mit 17 Punkten auf Rang 10 der DEL2.

Dresdner Eislöwen gebändigt

Endlich wieder erfolgreich! Mit 4:1 Toren wurden die Gäste aus Sachsen regelrecht niedergekämpft. Die kleine Erfolgsserie der Eislöwen wurde damit unterbrochen und die Joker beendeten ihrerseits die seit fünf Spieltagen anhaltende Erfolglosigkeit.

Mit bissigem Forechecking hielten die Joker die Sachsen im Zaum und kamen dadurch auch zu den ersten Chancen. Sami Blomqvist zog nach einem Angriff ins Drittel stürmend direkt ab und erzielte einen schönen Treffer zum 1:0. Nach einer guten Chance von Daniel Oppolzer war es Blomqvist, der den Dresdener Keeper Proske mit einem Schuss prüfte, und den Abpraller netzte dann Max Lukes zur 2:0-Pausenführung ein.

Im zweiten Drittel versuchten die Eislöwen noch einmal alles und Stefan Vajs im Kaufbeurer Gehäuse musste des Öfteren deren Chancen zunichte machen. Verteidiger Fabian Koziol prüfte nach einem flotten Angriff den Dresdner Torhüter mit einem Schuss und den Abpraller versenkte er gleich selbst zum 3:0. Es folgten nun einige Strafzeiten gegen die Joker, eine davon nutzten die Gäste zum Anschlusstreffer. Noch war nichts entschieden, das spürten auch die 2676 Zuschauer in der arena. Erst als Max Schmidle sechs Minuten vor Schluss aus sehr spitzem Winkel zum 4:1 traf, war die Partie entschieden.

„Wir haben heute viele Schüsse geblockt, gut gespielt und die Jungs haben sich mit einem verdienten Sieg selbst belohnt. Zudem fehlen aber immerhin noch fünf Spieler“, resümierte ESVK-Trainer Andreas Brockmann.

Erfolg auch in Heilbronn

Das letzte Match vor dem Deutschland-Cup fand für die Kaufbeurer am Sonntagabend beim Tabellenzweiten in Heilbronn statt. Die Joker begannen wieder einmal äußerst effizient. Nach fünf Minuten traf Daniel Oppolzer zum 0:1. Es dauerte dann nur 90 Sekunden, ehe die Kaufbeurer in Überzahl durch Max Schmidle mit 0:2 in Führung lagen. Doch sechs Sekunden vor der ersten Pause folgte der Anschlusstreffer der Gastgeber. Dieser schien den Falken Aufwind zu geben, denn ab dem zweiten Drittel wurden sie besser. Folge davon war der Ausgleich zum 2:2 in der 23. Minute und das 3:2 zwölf Minuten später. Eine Strafzeit gegen die Gastgeber nutzte dann Julian Eichinger noch vor der zweiten Pause zum 3:3-Ausgleich.

Als die Falken zu Beginn des letzten Drittels in zweifacher Unterzahl verteidigen mussten, traf Sami Blomqvist auf Zuspiel von Kapitän Julian Eichinger zur erneuten Führung des ESVK. Die 1708 Zuschauer in der Kolbenschmidt Arena rieben sich die Augen, als jetzt noch Ossi Saarinen auf Pass von Thiel und Schmidle nach 50 Minuten die Joker mit 3:5 in Führung brachte. Dieser Zwischenstand bedeutete auch den Endstand. In der spannenden Partie sprachen die Hauptschiedsrichter 14 Strafminuten gegen Heilbronn und zwölf gegen Kaufbeuren aus.

Länderspielpause

Nicht nur die Joker warten auf das nächste spielfreie Wochenende, sondern auch manch andere Teams hoffen in den freien Tagen wieder neue Kräfte zu schöpfen und auch das Verletztenlazarett lichten zu können.

Beim ESVK wird sehnlichst auf die Rückkehr von Jere Laaksonen gewartet. Der finnische Sturmtank konnte nach einer sehr starken Frühform in den Vorbereitungsspielen bislang kein einziges Match in der Punkterunde aufgrund einer im Testspiel in Memmingen erlittenen Muskelverletzung mitmachen. Nun trainiert er aber schon wieder mit dem Team und kann voraussichtlich nach der Pause der DEL2 wieder eingreifen.

von Werner Mayr

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