Über Nacht in die DEL 2

Benedikt Hötzinger berichtet über tolle Erfahrungen in der Zeit beim ESVK

Torwart Benedikt Hötzinger EV Füssen ESVK
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Torwart Benedikt Hötzinger hat gefallen gefunden an seinem Abendteuer in der DEL 2 beim ESV Kaufbeuren.

Kaufbeuren – Am Aschermittwoch hatte Benedikt Hötzinger beim ESV Kaufbeuren noch auf dem Parkplatz einen Vertrag für den Rest der Saison unterschrieben. Tags darauf stand er im Heimspiel gegen die Löwen aus Frankfurt zum ersten Mal im Tor der Joker. Dies war aus Kaufbeurer Sicht dringend nötig, denn dem ESVK gingen zu diesem Zeitpunkt sprichwörtlich die Torleute aus. Dank der wohlwollenden Unterstützung des EV Füssen konnte man nach Maximilian Meier nun noch einen zweiten Torwart vom Kooperationspartner ausleihen.

Knapp drei Monate später und nach 19 Einsätzen in der DEL2 konnte der 24-Jährige über durchaus positive Erfahrungen in seiner Zeit beim ESV Kaufbeuren berichten. „Als damals die Anfrage über unseren sportlichen Leiter Thomas Zellhuber an mich herangetragen wurde, war dies eine Sekundenentscheidung. Ich bin dem ESVK auch sehr dankbar, dass man mir die Chance gegeben hat, denn ich habe in dieser Zeit durchwegs positive Erfahrungen für mich gesammelt“, erzählt Hötzinger. Auch wenn der 24-Jährige schon einige Spielzeiten im Herren-Eishockey hinter sich gebrachte hatte, war es schon ein komisches Gefühl als er zum ersten Mal mit seiner Ausrüstung in der Kabine stand. „Aber die Trainer und die ganze Mannschaft haben mich sehr herzlich aufgenommen und das Eis war schnell gebrochen“, beschreibt der Torwart seine erste Begegnung mit den neuen Teamkollegen.

Dagegen war sein erster Einsatz gegen Frankfurt mit einer 1:7-Niederlage alles andere als ein gelungener Einstand. „Das habe ich ganz schnell versucht zu verdrängen und bei dem engen Spielplan kannst du auch nicht lange nachdenken“, erzählt Hötzinger, dem jedoch gerade der Overtime-Sieg in Frankfurt noch besonders in Erinnerung geblieben ist. „Das ist schon ein Unterschied ob du 20 Minuten mit dem Bus nach Peiting fährst oder in einer tollen Eishalle spielst und zuvor durch halb Deutschland fahren musst“, beschreibt der Torwart seine Eindrücke im Vergleich zur Oberliga.

Doch bei dem eng getakteten Spielplan verbunden mit den Reisestrapazen war für den Torhüter vor allem die psychische Belastung von großer Bedeutung. „Da blieb zwischen Training und Spiel lediglich noch die Arbeit um etwas Ablenkung zu bekommen. Ansonsten war meistens nur Schlafen angesagt“, berichtet der 24-Jährige über die Anspannung in dieser Zeit. Natürlich ist der Keeper des EV Füssen in dabei auch auf den Geschmack vom Profi-Eishockey gekommen. „Jetzt möchte ich erst einmal meinen Meister als Anlagenmechaniker absolvieren, doch dann bin ich für alles offen“, sagt Hötzinger über seine weiteren Zukunftspläne. Doch zunächst ist er einmal froh mehr Zeit für seine Freundin zu haben und ohne große Pläne in den Tag zu gehen. Die Zeit beim ESV Kaufbeuren wird ihm auf jeden Fall in sehr positiver Erinnerung bleiben.

Thomas Schreiber

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