Alle Spiele abgesagt

In die Winterpause geschickt – das sagen Spieler und Trainer

Dragan Lazic Fußballplatz Waldstadion Neugablonz
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Dragan Lazic vom BSK Olympia Neugablonz kann nun keine Spiele mehr beobachten.
  • Stefan Günter
    VonStefan Günter
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Landkreis/Kaufbeuren – Eigentlich sollte am Wochenende nochmals der Ball rollen. In der Bezirksliga-Süd stand der letzte Spieltag auf dem Programm, doch aufgrund der pandemischen Lage musste die Corona-Taskforce des Bayerischen Fußball-Verbandes unter Vorsitz von Vizepräsident Robert Schraudner handeln. Der BFV schickt die restlichen Teams, mit Ausnahme der im Sommer explizit als Profiliga eingestuften Regionalliga Bayern, in die Winterpause. Die Reaktionen dazu sind durchweg positiv.

Abgesehen von der Corona-Krise hatten die Vereine mit dem Wetter bis dato sehr viel Glück. Doch nun musste der Verband handeln und sah keinen Ausweg mehr. Ein flächendeckender und geregelter Spielbetrieb sei nicht mehr durchführbar, heißt es in einer Pressemitteilung. Ausreichende Zeit, um sich kurzfristig auf die neuen Maßnahmen und deren Umsetzung einzustellen, sah der BFV nicht mehr gegeben. „Was Besseres hätte uns nicht passieren können“, schnaufen BSK-Cheftrainer Dragan Lazic und sein sportlicher Leiter Dennis Starowoit durch. Sechs Niederlagen in Folge kassierte bereits der BSK. Im letzten Pflichtspiel des Jahres 2021 hingen die Trauben besonders hoch. Doch die Auswärtsfahrt nach Königsbrunn bleibt ihnen erst einmal erspart.

„Es ist wie es ist.“

Allerdings wird es auch kein Bezirksliga-Derby zwischen Kaufbeuren und Thalhofen geben. Eine mögliche Revanche der SVK muss jetzt warten. „Ich habe damit überhaupt kein Problem. Es ist wie es ist“, so Kaufbeurens Coach Mahmut Kabak, der nun mit seiner Mannschaft zwei Nachholspiele im Frühjahr 2022 zu bestreiten hat. Denn auch das für Anfang Dezember terminierte Duell gegen den FC Heimertingen muss erneut verschoben werden. „Wir werden diese beiden Partien trotzdem schaffen“, ist Kabak überzeugt. Was er allerdings bedauert ist, „dass wir uns als Mannschaft nicht mehr voneinander verabschieden konnten.“

Unterdessen hat Thalhofens Cheftrainer Florian Niemeyer nichts anders erwartet. „Wir steuern im Ostallgäu auf einen Lockdown zu. Da wir im Sommer keine WM und EM haben, kann man ohne Weiteres die Saison auch verlängern.“ Dabei hatte sein Team einen richtig guten Lauf. Die Kreisstädter bezwangen zuletzt nicht nur auswärts Königsbrunn (1:0), sondern fertigten auch Aufsteiger Oberstdorf vor eigenem Publikum mit stolzen 4:1 ab. Dank der beiden Siege überwintert der FC nun auf dem sechsten Rang. „Ich bin zufrieden, wo wir momentan stehen“, so Niemeyer.

Bälle im Schrank

Auch in der Landesliga-Süd und der Bayernliga-Süd bleiben fortan die Bälle im Schrank. Der Kaufbeurer Maximilian Süli, der für den TSV Gilching seine Fußballschuhe schnürt, ist froh, dass die Mannschaften in die Winterpause gehen können. „In vielen Teams gab es bereits Coronafälle. Die Situation ist einfach zu gefährlich“, blickt er auf die steigenden Zahlen. Sein Team steht aktuell auf Rang drei, hat noch alle Chancen auf die Meisterschaft. „Uns hat es gut getroffen, weil wir nur ein Spiel nachholen müssen“, so der 30-jährige Mittelfeldspieler.

Eine Liga höher kickt Dennis Hoffmann für den TSV Landsberg. Einerseits will der 30-jährige Marktoberdorfer weiter seinem Hobby nachgehen, anderseits zeigt ihm die aktuelle Situation bereits die Grenzen auf. Er könne die Entscheidung des Verbands nachvollziehen. „Es muss einheitlich sein, ob ich es nun für gut oder für schlecht empfinde.“ Zwei Partien hätten die Lechstädter noch absolvieren müssen. Nun überwintern Hoffmann und seine Teamkollegen auf einem respektablen sechsten Platz.

Im Kampf gegen die Pandemie hat die bayerische Politik die Daumenschrauben wieder drastisch angezogen: Es gilt ein generelles Sportverbot in Städten und Kreisen mit Inzidenzen über 1000 Infizierten je 100.000 Einwohner – ausgenommen ist der Trainings- und Spielbetrieb der Regionalliga Bayern. Bindend ist auch die 2G-plus-Regelung für Sportler und Zuschauer, aber mit Ausnahme von Kindern und Schülern, die sich regelmäßigen Tests in der Schule unterziehen.

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