SG Biessenhofen/Marktoberdorf muss wieder in Bezirksliga - Kaufbeuren-Neugablonz auf Platz drei

Freud und Leid

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Das Team der SG Kaufbeuren-Neugablonz nach dem letzten Heimspiel gegen Gröbenzell.

Biessenhofen/Kaufbeuren – Jetzt ist amtlich: Die Handballer der Spielgemeinschaft Biessenhofen/Marktoberdorf können nach der 33:37-Auswärtsniederlage in Pullach die Relegation nicht mehr erreichen, weil Konkurrent TSV Landsberg den TV Memmingen bezwang. Somit bleibt nur der bittere Gang in die Bezirksliga.

„Sicherlich bin ich enttäuscht über den Ausgang der Partie in Pullach“, hat Trainer Michael Borghesi bis zum Schluss die Hoffnung auf das Erreichen der Relegation nicht ganz aufgegeben. „Ganz im Inneren habe ich schon geglaubt, dass wir es noch schaffen, aber ich bin jetzt nicht böse. Es ist doch wie in der Bundesliga: Erfolgslosigkeit wird am Trainer festgemacht“, wirkt er im Gespräch mit dem Kreisbote doch niedergeschlagen. „Ich weiß noch nicht, ob ich weitermache“, lässt Borghesi ein Engagement momentan offen. Der Trainer befürwortet einen Neuanfang. Mündliche Zusagen von Spielern soll es auch bereits geben. Als Tabellenletzter will sich die SG Biessenhofen/Marktoberdorf im letzten Saisonspiel am Samstag, 29. April, um 17 Uhr in Marktoberdorf von seinen Fans verabschieden.

Gegner ist die Spielgemeinschaft Kaufbeuren-Neugablonz, die ihre tolle Saison in der Bezirksoberliga mit einem abschließenden Heimsieg gegen den HSG Gröbenzell/Olching krönte. Szenenapplaus gab es nach dem 35:30-Triumpf. Ohne Jakub Mrklas und Philip Seitz musste Coach Mihaly More auskommen. Die Gäste führten Mitte der ersten Halbzeit sogar mit 14:10, ehe die SG das Spiel drehte und mit einer 20:19-Führung in die Pause ging. „Die Einstellung meiner Mannschaft war sehr gut. Wir sind dann während des Spiels immer besser reingekommen. Ab der 40. Minute machten wir zudem weniger Fehler“, so Mihaly More. Christoph Spitschan, Sportlicher Leiter, war über die ersten 30 Minuten überhaupt nicht begeistert. „Es hat das Feuer und das druckvolle Spiel nach vorne gefehlt. Zur Pause wurden dann die entsprechenden Worte gefunden.“ Spannend blieb es in der Neugablonzer Dreifachturnhalle. Der Gastgeber konnte sich im zweiten Durchgang nicht absetzen. Erst in der Schlussphase übte das von Kapitän Manuel Reckziegel angeführte Team enormen Druck aus und konnte sich somit absetzen. Reckziegel war mit zehn Treffern zudem erfolgreichster Werfer auf Seiten der Wertachstädter.

Weil der Tabellenzweite SC Unterpfaffenhofen/Germering überraschend Spitzenreiter und Aufsteiger HSG Dietmannsried/Altusried beim 33:29-Auswärtssieg zwei Punkte entführte, liegt Kaufbeuren vor dem abschließenden Saisonfinale am Samstag auf dem dritten Rang. Dieser Platz ist der SG auch nicht mehr zu nehmen.

Es wird vorerst das letzte Derby gegen Biessenhofen/Marktoberdorf sein. „Sicherlich ist es schade, dass sie in der kommenden Saison nicht mehr dabei sind, aber wir werden zum Schluss die Punkte nicht freiwillig hergeben“, haben More und sein Team den 16. Saisonsieg bereits fest im Visier. Für Spitschan ist es mehr als nur ein normales Spiel. „Es geht hier nicht nur um Punkte, sondern auch um die Rivalität.“ Kaufbeuren konnte die letzten drei Partien in Serie gewinnen. 

von Stefan Günter

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