Bitteres Ende

Neugablonzer Faustballer steigen aus der Zweiten Bundesliga ab

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Pure Enttäuschung nach den zwei verlorenen Partien am letzten Spieltag: Der TV Neugablonz ist abgestiegen.

Kaufbeuren-Neugablonz – Die Faustballer des TV Neugablonz haben sich den Verlauf ihrer letzten beide letzten Saisonheimspiele in der Zweiten Bundesliga-Süd sicherlich anders vorgestellt. Weil die Schmuckstädter am Ende zwei Niederlagen kassierten, ist der Abstieg in die Bayernliga damit besiegelt. Schon in der Hallenrunde waren die Faustballer vom Pech verfolgt und stiegen ebenfalls in die höchste bayerische Klasse ab.

„Wir gehören einfach in die Zweite Liga“, zeigt sich Christoph Sax auch einen Tag nach dem letzten Spieltag sichtlich konsterniert. Nach dem verloren gegangenen Duell gegen Schlusslicht TV Vaihingen/Enz hingen die Köpfe ganz unten. „Dieses Szenario wollten wir vermeiden“, sagt Kapitän Vasko Mölleken direkt nach Spielende im Kreisbote-Gespräch.

Dabei hatte der TV Neugablonz zum Abschluss vor heimischer Kulisse alles selbst in der Hand. Der Tabellenvorletzte führte in seinem ersten Spiel gegen Spitzenreiter TV Waldrennach mit 2:1 Sätzen, ehe der Gastgeber die Durchgänge vier und fünf mit 9:11 und 3:11 abgab. „Diese Partie ist bestes Beispiel dafür, dass wir mit den Topmannschaften der Liga mithalten können“, sucht Mölleken aber weiterhin nach dem Grund für den Absturz. „Wir brauchen zu lange, um uns auf die Gegner einzustellen“, analysiert Angreifer Christoph Sax, wobei auch gegen den Zweitligameister durchaus eine Überraschung möglich gewesen wäre.

Ein Sieg musste her, um theoretisch noch die Liga halten zu können. Doch gegen Schlusslicht Vaihingen/Enz lag Neugablonz bereits mit 0:1 zurück. Trotz des Satzausgleichs schaffte es der TVN nicht, das Ruder herumzureißen. Mit 1:3 ging dieses finale Duell verloren. „Wir haben in diesem Spiel zu viele Körner verschossen. Alles verlief zu hektisch, weil wir wussten, es geht um viel“, so Sax.

Frust und Ratlosigkeit kam danach auf. Der Abstieg in die Bayernliga ist besiegelt. Doch Mölleken und sein Team wollen nicht den Kopf in den Sand stecken: „Wir sind ein sehr ehrgeiziges Team. Sicherlich müssen wir mit so einer Situation kämpfen, in uns gehen und als Mannschaft wieder zueinanderfinden“. In die gleiche Kerbe schlägt auch Angreifer Christoph Sax: „Ich glaube an diese Mannschaft. Allerdings ist Nervenschwäche ein großes Thema bei uns. Wenn wir das in den Griff bekommen, verlieren wir kein einziges Spiel in der Bayernliga.“

Nach dem Zweitliga-Abstieg in der Hallenrunde, müssen die TVN’ler nun auch in der Freiluftrunde kleinere Brötchen backen. Doch eines kam bei der Analyse wieder zum Vorschein: Motivation und Ehrgeiz, um den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. „Dazu lieben wir einfach unseren Faustballsport zu sehr“, macht Vasko Mölleken deutlich.

Frauen oben auf

Ende Mai mussten die Frauen des TV Neugablonz in der Bayernliga zuletzt ran. Die lange Pause haben sie aber gut weggesteckt. Bei ihrem Heimspieltag am vergangenen Sonntag gelangen ihnen zwei Heimsiege, sie erledigten damit souverän ihre Pflichtaufgaben. Dem 3:0 über den SV Wacker Burghausen, folgte ein 3:1-Sieg gegen die SG Mantel-Weiherhammer/Floss. Mit 16:4-Punkten liegt Neugablonz bei zwei Spielen weniger als Spitzenreiter Schwabach auf dem zweiten Platz. Am 21. Juli geht es für die Schmuckstädterinnen mit einem Auswärtsspieltag in Burghausen wieder weiter.

von Stefan Günter

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